Außenstelle AAKH komplett
Was bietet der Vollbetrieb?

von Helmuth Hönigsperger & Ernst Paunzen (Ausgabe 99/3, Oktober 1999)

 

EDV-Infrastruktur

Die technische Verwirklichung des Daten- und Telefonnetzes am Universitätscampus Altes AKH stellt eines der innovativsten Konzepte dar, das an der Universität Wien in diesem Bereich jemals realisiert wurde: Neben dem rein digitalen Telefonnetz ist der Einsatz der VLAN-Technologie richtungsweisend für weitere universitäre Projekte. Diese Technologie ermöglicht es, das Datennetz in sogenannte "Virtual Local Area Networks" (VLANs) aufzuteilen. Gegenwärtig sind am Universitätscampus AAKH jeweils ein Institut und/oder eine Fachbibliothek zu je einem VLAN zusammengefaßt. Das ermöglicht eine effiziente Datenkommunikation innerhalb des Instituts (insbesondere für Netzwerkdrucker und lokale Institutsserver) und eine Trennung vom Netzwerkverkehr anderer Institute durch Selektion der eintreffenden Daten.

Die von ca. 500 Endgeräten (PCs, Macs, Netzwerkdrucker etc.) erzeugte Datenflut wird von 28 Cabletron-2200-Switches bewältigt, die auf 13 lokale LAN-Räume verteilt sind. Diese lokalen Switches sind mit 180 Kilometer Kupferkabel und 10 Kilometer Glasfaserkabel einerseits an über 1000 Telefon- und Datensteckdosen im Alten AKH, andererseits über einen zentralen Cisco 6000-Switch an die "Außenwelt" angeschlossen. Mit Hilfe einer speziellen Steuerungssoftware ist es möglich, die Funktionalität des Datennetzes für den gesamten Universitätscampus AAKH (15 Institute, 10 Fachbibliotheken, 5 interfakultäre und interuniversitäre Institute bzw. Einrichtungen) auch bei Ausfall einer oder mehrerer LAN-Komponenten aufrechtzuerhalten.

PC- und Schulungsräume

Neben dem wissenschaftlichen Bereich bietet die Außenstelle AAKH den Studierenden und Mitarbeitern der Uni Wien vier PC-Räume mit insgesamt 69 Arbeitsplätzen sowie zwei EDV-Schulungsräume mit je 20 Arbeitsplätzen, in denen hauptsächlich Lehrveranstaltungen abgehalten werden (siehe Comment 99/2). Seit der Inbetriebnahme der PC-Räume im März 1999 wurden einige weitere Spezialgeräte angeschlossen: Zwei Scanner, zwei Netzwerkdrucker, zwei CD-ROM-Brenner und sechs ZIP-Laufwerke.

Sprachlabore

Zu Beginn des Wintersemesters 1999/2000 werden in der Außenstelle AAKH des EDV-Zentrums zwei Sprachlabore mit je zwanzig Arbeitsplätzen, die durch Seitenwände voneinander getrennt sind, für die Institute der Geisteswissenschaftlichen Fakultät zur Verfügung stehen. Die Labore werden digital betrieben, d.h. es gibt an den Arbeitsplätzen keine Kassettendecks mehr. Alles wird über Computer abgewickelt: Über eine eigene Software wird am Bildschirm ein Kassettenlaufwerk simuliert, und vom Lehrerpult aus können die verschiedensten Medien eingespielt werden (TV, Video, Kassetten, Tonbandgeräte usw.). Die Universität Wien verfügt damit über eine der modernsten Einrichtungen dieser Art.

Nach einer langwierigen Ausschreibung und nach der Besichtigung der Räume durch mehrere Firmen war schließlich die Firma Studer damit beauftragt worden, die neuen Sprachlabore auszustatten. Vorher konnte ein Mitarbeiter des EDV-Zentrums gemeinsam mit Dr. Luigi Materazzi (Institut für Romanistik) und Univ.-Prof. Dr. Erich Pilz (Institut für Sinologie) ein Sprachlabor der genannten Firma in Brüssel und ein Labor eines konkurrierenden Mitbieters in Budapest besichtigen, um die Bediener- und Benutzerfreundlichkeit der Geräte beurteilen zu können. Da im Kaufpreis auch eine Einschulung der Benutzer zu Semesterbeginn inkludiert ist, sollte ein reibungsloser Laborbetrieb gewährleistet sein.

Die einzelnen Aufgabengebiete des Teams der Außenstelle Altes AKH (Helmuth Hönigsperger, Tel.: 4277-14114; Ernst Paunzen, Tel.: 4277-14111; Karl Pechter, Tel.: 4277-14068) wurden bereits im Comment 99/1 ausführlich beschrieben. Mit der Inbetriebnahme der beiden Sprachlabore wird nun der letzte große Schritt in Richtung Vollbetrieb der Außenstelle Altes AKH gesetzt; daher sei an dieser Stelle allen Mitarbeitern der Institute und Fachbibliotheken am Universitätscampus für den erwiesenen Kooperationswillen und die Geduld während der Anlaufphase gedankt.