Reform des Mailbox-Service

von Peter Marksteiner (Ausgabe 99/2, Juni 1999)

 

Seit mehr als drei Jahren läuft der Mailbox-Rechner (MAILBOX.UNIVIE.AC.AT) ohne wesentliche Änderungen der Hard- und Softwarekonfiguration. Obwohl er seine Aufgaben als zentraler Mailserver für die Mitarbeiter der Uni Wien und als Webserver für deren persönliche Homepages nach wie vor tadellos erfüllt, ist es Zeit für einen "Modernisierungsschub": Die EDV entwickelt sich so rasch, daß vieles, was vor drei Jahren noch hochmodern war, mittlerweile veraltet ist.

Die Umstellung des Mailbox-Rechners wird wahrscheinlich zu Beginn der Sommerferien stattfinden und aller Voraussicht nach den Betrieb nur minimal beeinträchtigen, d.h. es ist mit einer Unterbrechung von wenigen Stunden an einem Wochenende zu rechnen (der genaue Zeitpunkt steht noch nicht fest). Die meisten Änderungen - neue, schnellere Hardware, neuere Versionen des Betriebssystems und verschiedener Softwareprodukte und vor allem ein modernes, auf Oracle basierendes Datenbanksystem zur Administration - werden sich von den Benutzern unbemerkt "hinter den Kulissen" abspielen. Abgesehen davon wird es folgende Verbesserungen geben:

Neue Usernamen

Kryptische Usernamen wie a4711max haben am EDV-Zentrum eine lange Tradition. Für Eingeweihte steckt darin eine Menge Information, z.B. die Institutsnummer oder der Rechner bzw. das Service, für den die Berechtigung gilt. Nun wird mit der Tradition gebrochen: Alle diese Informationen stehen - vollständiger und verläßlicher - in der erwähnten Datenbank; daher ist es nicht mehr notwendig, den Usernamen damit zu überladen.

Die neuen Usernamen bestehen aus dem Beginn des Nachnamens (maximal sechs Buchstaben), der Initiale des Vornamens und einer Ziffer - z.B. erhalten Maria Srb und Karl Horvath Usernamen wie srbm7 und horvatk2. Wenn alle Usernamen dieser Form vergeben sind, wird der Nachname um einen Buchstaben verkürzt und eine zusätzliche Ziffer eingeschoben - z.B. horvak54. "Wunschkennzeichen" wird es auch mit der neuen Nomenklatur nicht geben; nachdem man den Usernamen aber nur für die Konfiguration von Klienten (eMail, Wählleitungszugang) braucht und - anders als Mailadressen und URLs; siehe unten - normalerweise niemandem bekanntgibt, ist die "Schönheit" der Usernamen wohl nicht so wichtig.

Wenn Sie bereits einen Usernamen nach der alten Nomenklatur besitzen, wird Ihnen der neue Username mittels eMail mitgeteilt. Vorerst können Sie unterschiedslos mit beiden Usernamen auf dieselben Daten (Homedirectory, Mail) zugreifen. Nach einer angemessenen Frist wird der alte Name gelöscht; alle Daten bleiben aber selbstverständlich erhalten.

Vereinfachte Anmeldung

Das Formular Ansuchen um Rechnerbenutzung hat bereits ausgedient, und auch sein Nachfolger Anmeldung zum Mailbox-Service wird bald nur mehr in Ausnahmefällen benötigt: Die Anmeldung für das Mailbox-Service wird in Zukunft über eine Webmaske erfolgen, ähnlich wie bereits jetzt die Unet-Anmeldung. Um Mißbrauch auszuschließen, wird bei der Anmeldung ein Initial-Paßwort gesetzt, das Ihnen in der Regel per Post (auf Papier, nicht über eMail) zugesandt wird. Bevor Sie das Mailbox-Service verwenden, sollten Sie dieses Paßwort mittels einer Webmaske ändern. Das Formular Anmeldung zum Mailbox-Service benötigen Sie nur, wenn Ihre Daten nicht in der Personaldatenbank aufscheinen - z.B. wenn Sie über ein Projekt des Forschungsförderungsfonds angestellt sind.

Auch die bisher erforderliche Verlängerung nach zwei Jahren ist nicht mehr nötig: Ihre UserID bleibt automatisch für die Dauer Ihres Dienstverhältnisses/Lehrauftrags bestehen.

Änderung der Mailadressen

An der Form VORNAME.NACHNAME@UNIVIE.AC.AT wird sich nichts ändern. In begründeten Fällen wird es jedoch möglich sein, mittels einer Webmaske die Mailadresse innerhalb gewisser Grenzen zu wählen. Wenn jemand z.B. die Adresse FRANZ.EUGEN.HERMENEGILD.HOHENSTEIN.BEI.DER.LINDEN@UNIVIE.AC.AT hat und diese unpraktisch findet, kann er sie auf FRANZ.HOHENSTEIN@UNIVIE.AC.AT ändern. Auch die Angabe mehrerer Adressen ist möglich - so können z.B. bei Namensänderung durch Heirat beide Namen parallel verwendet werden.

Persönliche Homepages

URLs wie mailbox.univie.ac.at/~a0815mao/ sind nicht schön - mailbox.univie.ac.at/~hohensf4/ ist nur wenig besser. Mittels einer Webmaske wird man daher einen sprechenden Namen für die Homepage wählen können - z.B. mailbox.univie.ac.at/Franz.Hohenstein/.

Verwendung der öffentlichen PC-Räume

Ihre Mailbox-UserID gilt nicht automatisch in den öffentlichen PC-Räumen, da den meisten Mailbox-Benutzern ein Arbeitsplatzrechner an einem Institut zur Verfügung steht. Dennoch werden Sie bei Bedarf auch die öffentlichen PC-Räume (und generell die DCE-Services) nutzen können. Dazu ist nur eine Anmeldung über eine Webmaske erforderlich.

Zentrale Authentifizierung

Der Name "Mailbox-Service" ist historisch bedingt - heute umfaßt dieses Service viel mehr als eMail: Mit Ihrer UserID können Sie z.B. den Wählleitungszugang der Uni Wien verwenden, in der APA-Wissenschaftsdatenbank recherchieren oder Kommentare ins Online-Vorlesungsverzeichnis eintragen. Mit der Oracle-Datenbank steht nun ein effizientes Werkzeug zur Verwaltung solcher Services zur Verfügung, sodaß ohne Zweifel bald weitere Dienste dazukommen werden. Deshalb ist es wohl für alle Mitarbeiter der Uni Wien von Vorteil, das Mailbox-Service zu nutzen - selbst wenn sie an eMail nicht interessiert sein sollten.