Aleph für alle
Wie verwendet man das neue Bibliothekssystem?

von Vera Potuzak (Ausgabe 99/2, Juni 1999)

 

Die Ära des Bibliothekssystems BIBOS und des dazugehörigen WWW-Gateways bib-o-pac ist zu Ende gegangen. Obwohl beide noch existieren, wurden seit Dezember 1998 keine neuen Bestände in BIBOS aufgenommen. Der OPAC (= Online Public Access Catalogue) des Ablösesystems Aleph 500 ist unter http://aleph.univie.ac.at:4505/ALEPH zu finden. Er umfaßt den Gesamtbestand der Universitätsbibliothek Wien ab 1989 und verweist bei Werken, die auch in anderen Bibliotheken vorhanden sind, auf weitere Standorte. Obwohl die meisten Optionen auf den Aleph-Seiten selbsterklärend bzw. dokumentiert sind, soll dieser Artikel helfen, die erste Scheu vor dem neuen System zu überwinden.

Bevor Sie mit Ihren Recherchen beginnen, sollten Sie einen prüfenden Blick auf Ihren Browser werfen: Die Aleph-Seiten sind leider erst ab Netscape 4.x bzw. Internet Explorer 4.x verwendbar. Stellen Sie sicher, daß Ihr Browser die Ausführung sowohl von Java- als auch von JavaScript-Programmen zuläßt. Vereinzelt (z.B. bei der Suche nach der Signatur) können dennoch JavaScript-Fehlermeldungen auftreten, denen man meistens mit einem Reload der Seite beikommen kann.

Die Suche

Auf der Startseite befinden sich im linken Rahmen alle für eine Suche relevanten Menüpunkte. Unter Suche kann man zwischen Einfache Suche, Mehrere Felder, Komplex (mit zwei verschiedenen Gruppen zu je zwei verschiedenen Feldern) und ISBN wählen; es ist aber auch möglich, in einem Index zu suchen. Die Pulldown-Menüs, die eine Wahl zwischen Autor, Titel, Schlagwort usw. erlauben, befinden sich neben den Eingabekästchen für den jeweiligen Sucheintrag. Unter dem Punkt Suchverlauf sind die Ergebnisse aller bisher durchgeführten Abfragen dokumentiert. Man kann mittels Modifizieren, Verknüpfen und Löschen auch nachträglich in den Suchverlauf eingreifen und das Ergebnis an jede beliebige Mailadresse versenden oder editieren. Unter dem Menüpunkt Ergebnisse kann man das Resultat modifizieren, filtern, versenden oder sortieren. Die Signatur - auch weiterhin eine der wichtigsten Informationen zur Entlehnung eines Buches - ist unter Bestand anzeigen oder beim Suchergebnis im Katalogkartenformat angeführt. Auf beiden Ebenen sind auch weitere Standorte (falls vorhanden) verzeichnet.

Ein Beispiel: Wenn ich etwa nach den Werken von Günter Grass suchen möchte, klicke ich auf Suche, wähle Einfach und im Pulldown-Menü Autor und gebe seinen Namen in das Suchfeld ein. Die Kurzanzeige bietet mir einen Überblick seiner Werke mit Angabe von Autor, Titel, Auflage, Band und Jahr. Da mich die Blechtrommel näher interessiert, klicke ich diesen Eintrag an und gelange zur Vollanzeige (siehe Abb. 1).

Abb. 1: Suchergebnis in Vollanzeige

 

Dort kann ich unter Bestand anzeigen zu Informationen über den Standort und die Signatur des Buchs gelangen. Ich kann auch auf Anzeige im Katalogkartenformat klicken und erhalte ebenfalls Signatur und Standort (siehe Abb. 2).

Abb. 2: Ergebnis im Katalogkartenformat, Standortliste

 

Natürlich kann ich bei Suche unter Mehrere Felder oder Komplex mehrere Parameter eingeben und präzisere Angaben machen. Falls ich die Suche eingrenzen möchte, kann ich einen Filter aufsetzen oder das Ergebnis modifizieren. Grass' Werke um 1973 zum Beispiel interessieren mich nicht im geringsten. In der linken Menüleiste klicke ich daher unter Ergebnisse auf Modifizieren. Ich wähle Nicht und im Pulldown-Menü Jahr und gebe 1973 ein. Somit kann ich das Suchergebnis noch im nachhinein verändern.

Die Umstellung der Bestände der Universitätsbibliothek Wien ist somit abgeschlossen. Unter http://www.bibvb.ac.at/verbund-opac.htm gelangt man auch auf die Seiten anderer österreichischer Bibliotheken. Eine Verbundsuche ist unter http://bvzr.bibvb.ac.at:4505/ALEPH/ oder auf der Startseite unter dem Punkt Katalogauswahl möglich.