Wählleitungsverbindung mit Windows 98

von Robert Brunnthaler (Ausgabe 99/1, März 1999)

 

Achtung: Der folgende Artikel entspricht dem Stand vom März 1999. Bitte verwenden Sie als Anleitung für die Konfiguration Ihres Wählleitungszugangs die aktualisierte Version dieses Beitrags.

 

Warum Windows 98?

Wenn Sie einen neuen Computer kaufen, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, daß sich ein vorinstalliertes Windows98 auf dem Gerät befindet. Das ist auch gut so, da ein großer Unterschied zu Windows95 in der Unterstützung vieler neuer Geräte und Komponenten liegt - und Ihr neuer Computer besteht hoffentlich aus solchen. Falls Sie schon einen funktionierenden Windows 95-Rechner haben und auf Windows 98 upgraden wollen, überlegen Sie sich diesen Schritt bitte genau: Falls Ihr Windows 95-System nicht mehr richtig läuft, hilft ein Upgrade auf Windows 98 genau gar nichts. Alle Fehler in der Konfiguration werden übernommen und unter Umständen noch verstärkt.

Wizards, Autoinstallationen und andere Helferlein

Windows 98 "schreit" nach dem Internet. Schon der Standardbegrüßungsschirm bietet an, sich eine Internetverbindung zu installieren oder sich über das Internet zu registrieren. Alle Internetprogramme sind voll installiert, und ein Klick auf ein Icon eines Internet-Programms (Internet Explorer, Outlook Express) oder auf die Channel-Leiste bringt sofort den Internet Connection Wizard auf den Bildschirm. Auch Icons für eine Anmeldung beim Microsoft Network oder andere Online-Dienste (AOL, Compuserve) fehlen nicht. Wenn Sie einfach alle diese Dinge ausprobieren - vorausgesetzt ein Modem hängt an (oder steckt in) Ihrem Computer - passieren seltsame Dinge: Das Modem beginnt zu wählen, überträgt Daten irgendwohin, Sie bekommen eine Liste der "verfügbaren" Provider (in Österreich genau einer) oder neue bunte Icons am Desktop. All das hilft Ihnen beim Einrichten des Wählleitungszugangs zur Uni Wien nicht wirklich weiter. Noch eine Warnung: In letzter Zeit werden vermehrt über diverse Printmedien "Gratis-Internetzugänge" verteilt. Diese CD-ROMs helfen Ihnen sicher nicht: Die Software darauf ist für den jeweiligen Gratis- oder Test-Internetzugang vorkonfiguriert und kann sogar Ihre bestehende Verbindung verändern. Und so wirklich gratis sind diese Dinge auch nicht.

Los geht's:

Zutaten:

  • 1 Computer, auf dem Windows98 läuft
  • 1 Windows 98-CD
  • 1 Modem (intern oder extern, oder ein(e) ISDN-Terminaladapter/-Karte), mit dem Computer und dem Telefonnetz verbunden. Falls keine Treiber für das Modem auf der Windows 98-CD sind (das merken Sie bei der Installation des Modems), brauchen Sie zusätzlich einen Modemtreiber auf Diskette oder CD-ROM (sollte Ihrem Modem beiliegen).
  • Unet-User-ID (für Studierende) oder Mailbox-User-ID (für Universitätsmitarbeiter). Sie können eine solche für beantragen.

Der Internet Connection Wizard, den Sie zur Installation des Internetzugangs verwenden, konfiguriert die Komponenten des Zugangs (Modem, DFÜ-Netzwerk, Netzwerk) selbständig. Sie brauchen nur den Schritten dieser Anleitung zu folgen und die zur Verbindung notwendigen Daten werden an die richtigen Stellen geschrieben. Falls die automatische Installation fehlschlägt, Sie einen zweiten Zugang einrichten wollen oder die Daten des Uni-Wählleitungszugangs sich geändert haben, können Sie Ihre Zugangsinformationen auch "händisch" in die dafür vorgesehenen Dialoge eintragen. Wo Sie diese Dialoge finden, steht in der Tabelle.

  • Falls Sie Ihr Modem noch nicht konfiguriert haben, schließen Sie es bitte an den Computer, das Stromnetz und die Telefondose an und schalten Sie es ein.

  • Legen Sie die Windows 98-CD ein und starten Sie Ihren Computer neu.

  • Beim Hochfahren bemerkt der Computer das neue Gerät (Modem) und installiert die passenden Treiber. Falls der Hardware-Assistent nicht die richtigen Treiber für Ihr Modem findet, fragt er nach, wo er Nach dem besten Treiber für das Gerät suchen soll. In diesem Fall legen Sie bitte die Treiberdiskette, die Sie mit dem Modem bekommen haben, in das Diskettenlaufwerk, bestätigen, daß auch in den Diskettenlaufwerken gesucht werden soll, und klicken auf Weiter >, bis ein Dialogfenster mit der Meldung Die Software für das neue Gerät wurde installiert erscheint, das Sie durch Klick auf Fertig stellen schließen können.

  • Nachdem der Computer fertig gebootet hat, doppelklicken Sie bitte auf das Icon Verbindung mit dem Internet herstellen.

  • Falls Sie bei der Modemkonfiguration noch keine Angaben zum Standort gemacht haben, werden Sie aufgefordert, das jetzt zu tun. Das Land wird wahrscheinlich Österreich sein, die Ortskennzahl von Wien ist 1. Falls Ihr Modem an einer Nebenstellenanlage hängt, können Sie jetzt angeben, welche Kennzahl für die Amtsleitung erforderlich ist (aus den meisten Telefonanlagen wählt man mit 0 raus). Außerdem können Sie jetzt das Wahlverfahren bestimmen: MFV (Ton) wenn Ihr Telefon beim Wählen düdelt, oder IWV (Impuls) wenn Sie beim Wählen dieses altertümliche Knattern hören.

  • Im Dialogfenster Assistent für den Internetzugang wählen Sie Internetprogramme so einrichten, dass ein vorhandenes Internetkonto über eine Telefonleitung oder ein lokales Netzwerk (LAN) genutzt werden kann und klicken auf Weiter > (siehe Abb. 1).
Abb. 1: Fenster Assistent für den Internetzugang


  • Im nächsten Dialog aktivieren Sie Wählen Sie diese Option, falls Sie einen Internetdienstanbieter oder ein lokales Netzwerk (LAN) für den Zugang zum Internet verwenden und klicken auf Weiter >.

  • Das nächste Fenster fragt, wie Sie die Internetverbindung herstellen wollen. Klicken Sie hier auf Über Modem verbinden und anschließend auf Weiter > (siehe Abb. 2).
Abb. 2: Fenster Internetverbindung einrichten

 

Im nächsten Fenster ist die Telefonnummer einzugeben (siehe Abb. 3). Wenn Sie sich im Ortsbereich von Wien (innerhalb von 50km) befinden, geben Sie bitte als Ortskennzahl 07189 und als Rufnummer 14012 (wenn Sie eine Unet-User-ID haben) oder 14013 (als Universitätsmitarbeiter mit einer Mailbox-User-ID) an. Falls Sie
weiter als 50km von Wien entfernt sind, müssen Sie die Vorwahl 01 (für Wien) und 40122 (Unet) oder 42726 (Mailbox) als Telefonnummer angeben und sich auf eine hohe Telefonrechnung gefaßt machen. Weiter >.

Abb. 3: Fenster Rufnummer

 

Benutzername und Kennwort werden abgefragt (siehe Abb. 4). Als Benutzername geben Sie als Studierender aMATRIKELNUMMER (z.B. a9567890), als Mitarbeiter der Universität Wien aVIERZAHLENdreibuchstaben (Ihre Mailbox-User-ID, z.B. a0815mao) an. Als Kennwort geben Sie als Student Ihr Unet-Kennwort (das haben Sie bei der Anmeldung selbst gesetzt), als Universitätsmitarbeiter Ihr Mailbox-Kennwort ein. Weiter >.

Abb. 4 Fenster Benutzername und Kennwort


  • Im nächsten Dialog können Sie die Frage Möchten Sie die weiteren Einstellungen für diese Verbindung ändern? mit Nein beantworten und auf Weiter > klicken.

  • Geben Sie der Verbindung im folgenden Fenster einen schönen Namen (Uni Wien ist ein schöner Name) und klicken Sie auf Weiter >.

Der prinzipielle Internetzugang ist damit abgeschlossen. Sie können durch Ausfüllen von weiteren Dialogfenstern auch gleich Microsoft Outlook Express als Ihr Mail- und News-Programm konfigurieren. Dieses Produkt ist zwar sicherlich nicht das beste Mailprogramm der Welt, aber für den Anfang sollte es reichen.

  • Falls Sie Outlook Express jetzt konfigurieren wollen, klicken Sie bitte im Dialog Internet Mail-Konto einrichten auf Ja und anschließend auf Weiter >.

  • Im Dialogfenster Name geben Sie bitte Ihren Namen an - nicht Ihre eMail-Adresse oder Ihre User-ID, sondern Ihren Namen in der Form Vorname Nachname (siehe Abb. 5). Es empfiehlt sich, beim Namen auf deutsche oder sonstige Umlaute zu verzichten (Broeselmaier statt Bröselmaier). Weiter >
Abb. 5: Fenster Name

 

Das nächste Fenster (siehe Abb. 6) verlangt die Eingabe Ihrer eMail-Adresse. Falls Sie eine Unet-User-ID haben, lautet sie aMatrikelnummer@unet.univie.ac.at (z.B. a9567890@unet.univie.ac.at), als Mitarbeiter der Universität Wien haben Sie eine Adresse der Form vorname.nachname@univie.ac.at (beispielsweise franzi.broeselmaier@univie.ac.at). Weiter >.

Abb. 6: Fenster Internet E-Mail-Adresse


Jetzt werden Sie nach den Mailservern gefragt (siehe Abb.7). Der Posteingangsserver ist ein POP3-Server, aktivieren Sie diesen Eintrag bitte. Als Server für Posteingang tragen Sie als Student pop.unet.univie.ac.at, als Mitarbeiter mailbox.univie.ac.at ein. Als Server für Postausgang tragen Sie als Student mail.unet.univie.ac.at, als Mitarbeiter wieder mailbox.univie.ac.at ein. Weiter >

Abb. 7: Fenster Name der E-Mail-Server

Internet Mail-Anmeldung (siehe Abb. 8): Aktivieren Sie bitte Anmeldung unter Verwendung von und geben Sie als POP-Kontoname aMatrikelnummer (z.B. a9567890), wenn Sie Student sind, und aVIERZAHLENdreibuchstaben (z.B. a0815mao), wenn Sie eine Mailbox-User-ID haben, ein. Als Kennwort geben Sie Ihr Unet- oder Mailbox-Paßwort ein. Weiter >.

Abb. 8: Fenster Internet Mail-Anmeldung
  • Sie müssen dieser Verbindung nur mehr einen Namen geben (z.B. Uni Wien) und durch Klick auf Weiter > kommen Sie in die News-Konfiguration.

  • Falls Sie Outlook auch als News-Reader verwenden wollen, brauchen Sie nur Ja zu aktivieren und auf Weiter > zu klicken.

  • Alle Fenster der News-Konfiguration sollten fertig ausgefüllt sein (eMail-Adresse usw.). Klicken Sie Weiter >, bis Sie nach dem Namen des Internet News-Servers gefragt werden (siehe Abb. 9). Der News-Server der Universität Wien heißt news.univie.ac.at und erfordert keine Anmeldung. 
Abb. 9: Fenster Name des Internet News-Server


  • Klicken Sie bitte solange auf Weiter > (einen Verzeichnisdienst brauchen Sie nicht zu konfigurieren), bis Sie ein Dialogfenster mit Fertig stellen am Bildschirm erkennen können. Durch Klick auf dieses Fertig stellen wird Ihre Internet-Konfiguration abgeschlossen.

  • Zum Test der soeben erstellten Verbindung klicken Sie auf das Symbol für den Internet Explorer. Sie sollten nun aufgefordert werden, die Verbindung mit der Uni Wien herzustellen. Nach Klick auf Verbindung herstellen erscheint ein Wahlstatus-Fenster, das - nachdem das Modem gewählt und sich mit dem Uni-Modem  "zusammengepfiffen" hat - von einem Verbindung hergestellt-Fenster abgelöst wird. Sie sind im Internet! 
Abb. 10: Fenster Verbinden mit
  • Beenden können Sie die Verbindung, indem Sie mit der rechten Maustaste auf das kleine Netzwerksymbol klicken, das während der Verbindung in Ihrer Taskleiste erscheint, und Trennen wählen. Auch wenn Sie den Internet Explorer schließen, sollten Sie gefragt werden, ob die Verbindung jetzt getrennt werden soll.

Im Hintergrund

Falls bei dieser automatischen Konfiguration etwas schiefgegangen ist, sich Ihre Zugangsdaten ändern oder Sie sich ein zweites Mailkonto einrichten wollen: Sie sollten wissen, wo die jeweiligen Daten abgelegt werden. Da Sie verschiedene Komponenten, Protokolle und Programme für die Verwendung des Internet benötigen, sind die Einstellungen dafür über das ganze System verstreut.

Die Tabelle soll Ihnen auch im Fehlerfall helfen. Beachten Sie bitte: Änderungen in Dialogfenstern werden erst durch Drücken des OK-Buttons aktiv; falls Sie sich die Einstellungen nur anschauen wollen, betätigen Sie bitte in diesen Fenstern den Abbrechen-Button.

Microsoft, Microsoft, Microsoft

Wenn Sie die Internetverbindung laut dieser Anleitung konfiguriert haben, verwenden Sie ausschließlich Microsoft-Produkte. Das wird zwar die Menschen in Redmont freuen; ob Sie selbst jedoch mit dieser Konfiguration zufrieden sind, ist eine andere Frage.

Wenn Sie einen anderen Browser (z. B. Netscape) oder ein anderes Mailprogramm (z.B. Eudora, Pegasus Mail) gewöhnt sind und ihn/es weiter verwenden wollen: Keine Angst, alle diese Programme gibt es auch für Windows 98! Gute Quellen für andere Software befinden sich z.B. unter http://tucows.univie.ac.at/ oder http://gd.tuwien.ac.at/. Machen Sie sich allerdings darauf gefaßt, daß jedes andere Programm mit seinen eigenen Konfigurationstools daherkommt und die Einstellungen, die Sie bei der Internetkonfiguration eingegeben haben, nicht mehr wirksam sind.

Das ganze funktioniert nicht

Sie haben sich genau an diese Anleitung gehalten, und trotzdem geht nix? Bevor Sie das Service- und Beratungszentrum telefonisch (4277-14060) oder per eMail (an helpdesk.edv-zentrum@univie.ac.at) kontaktieren, machen Sie bitte folgendes:

  • Vergleichen Sie die Abbildungen in dieser Dokumentation und die Tabelle unten mit dem, was Sie auf Ihrem Bildschirm sehen. Stimmen die Einstellungen überein?
  • Was funktioniert nicht? Wählt das Modem? Wählt es die richtige Nummer? Hebt das Uni-Modem ab (ist ein Pfeifen zu hören)?
  • Kommt die Verbindung nicht zustande, oder funktioniert "nur" eine Anwendung nicht? Viele Programme reagieren mit einer Meldung auf Fehler - diese Fehlermeldungen können sehr aussagekräftig sein.

Viel Spaß!


PS: Konfigurationsanleitungen für den Wählleitungszugang unter Windows 95, MacOS und Linux sind im Service- und Beratungszentrum (NIG, Stiege II, 1. Stock) und unter http://www.univie.ac.at/EDV-Zentrum/helpdesk.html erhältlich.

Was?

Wie komm ich hin?

Was soll da stehen?

Modemkonfiguration

Arbeitsplatz - Systemsteuerung - Modems

In der Registrierkarte Allgemein ist Ihr Modem aufgeführt. Mit Hinzufügen können Sie dem Rechner ein neues Modem (das schon am Computer hängt) bekanntmachen, Sie können die Schnittstelle (COM 1 - 4), an der Ihr Modem hängt ändern und unter  Eigenschaften - Einstellungen - Erweitert dem Modem einen zusätzlichen "Initstring" mitgeben (ist bei ISDN-Terminaladaptern oft nötig, um das B-Kanal-Protokoll HDLC zu verwenden). Außerdem kann man unter Diagnose - Details.. feststellen, ob der Computer richtig mit dem Modem kommuniziert.

Netzwerk

Arbeitsplatz - Systemsteuerung - Netzwerk

Auch wenn Ihr Computer über keine Netzwerkkarte verfügt, haben Sie hier mindestens 3 Eintragungen. Einen Client (Client für Microsoft Netzwerke oder Microsoft Family Logon), eine "Netzwerkkarte" (DFÜ-Adapter) und ein Protokoll (TCP/IP). Weitere Komponenten sollten nur aufgeführt sein, wenn Ihr Computer in einem "wirklichen" Netzwerk hängt.

Eigenschaften der DFÜ-Verbindung

Arbeitsplatz - DFÜ-Netzwerk - Klick mit der rechten Maustaste auf die Verbindung mit der Uni Wien - Eigenschaften

Unter Allgemein finden Sie die zu wählende Telefonnummer und das Modem, das verwendet wird (durch Klick auf Konfigurieren kommt man in die Modemkonfiguration).
Servertypen: Der Typ des DFÜ-Servers ist PPP: Internet, Windows NT Server, Windows 98, aktiv (mit einem Hakerl versehen) sollte nur Softwarekomprimierung aktivieren und TCP/IP sein. Im Fenster TCP/IP-Einstellungen muß folgendes ausgewählt sein: Vom Server zugewiesene IP-Adresse, Vom Server zugewiesene Namensserveradressen, IP-Header-Komprimierung und Standard-Gateway im Remote-Netzwerk verwenden.
Die Registerkarten Skript und Multilink brauchen Sie nicht für die Internetverbindung zur Uni Wien.

Eigenschaften von Internet

Arbeitsplatz - Systemsteuerung - Internet

Hier können Sie Ihren Internet Explorer konfigurieren. Sinnvoll ist es im Registerblatt Allgemein eine andere Startseite einzustellen (z.B. www.univie.ac.at/), unter Verbindung "Verbindung über ein Modem herstellen" zu aktivieren und unter Automatische Konfiguration - Konfigurieren die URL www.univie.ac.at/cgi-bin/proxy.cgi einzutragen.

Internetkonten

Outlook Express - Extras - Konten

Da stehen alle Informationen Ihren E-Mail-Account betreffend drin. Unter E-Mail können Sie neue Accounts Hinzufügen oder die Eigenschaften eines bestehenden Accounts verändern.