TEN-155
Hochgeschwindigkeit für den europaweiten Datenaustausch

von Vera Potuzak (Ausgabe 98/3, 1998)

 

Die Unsicherheit über die Zukunft des europäischen Wissenschaftsnetzes TEN-34 (siehe Comment 97/2) ist beendet: Im Herbst dieses Jahres beginnt die Umstellung von TEN-34 auf das Nachfolgeprojekt TEN-155, das - wie der Name vermuten läßt - mit einer Übertragungskapazität von 155 Mbit/s die europäischen Wissenschaftsnetze zusammenschließen wird.

Mit TEN-155 erhalten die europäischen Wissenschafter ein Kernnetz, das über Zugangsknoten in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, den Niederlanden, Österreich, Schweden und der Schweiz verfügt. Belgien, Griechenland, Slowenien, Spanien, Tschechien und Ungarn werden mit einer Bandbreite von 34/45 Mbit/s an das Kernnetz angeschlossen sein. Nach Luxemburg und Portugal wird es 10 Mbit/s-Verbindungen geben (siehe Grafik). Das TEN-155-Netz ist so konzipiert, daß der Dienst auch auf die USA und andere Kontinente ausgedehnt werden kann.

TEN-155 wird von einem Konsortium organisiert, das aus den wichtigsten europäischen Forschungsnetzen besteht, und von DANTE (einem Non-Profit-Unternehmen) als koordinierendem Partner errichtet. Die Verwaltung des Bandbreitendienstes wurde an Unisource Belgien vergeben.

Das österreichische Wissenschaftsnetz ACOnet, das bereits am TEN-34-Projekt beteiligt und daran mit einer Bandbreite von 10 Mbit/s angeschlossen war, ist nun Vertragspartner von TEN-155. Die Anbindung von ACOnet erfolgt mit einer Bandbreite von 34 Mbit/s.

Das neue Forschungsnetz basiert auf den bewährten Technologien IP und ATM, kostet 120 Millionen ECU und wird von der EU mitfinanziert. TEN-155 stellt durch die deutlich höhere Bandbreite für den gesamten europäischen Wissenschaftsbereich eine positive Entwicklung dar.

 

(Quelle: Pressemitteilung von DANTE / TEN-155 vom 17.9.98)