Das Backup-Service
Erste Erfahrungswerte

von Aron Vrtala (Ausgabe 98/2, Juni 1998)

 

Das neue Backup-Service des EDV-Zentrums wurde - wie im Comment 98/1 angekündigt - am 1. März 1998 in Betrieb genommen. Die Resonanz auf diesen Dienst war wie erwartet gut: Bis Redaktionsschluß wurden ca. 270 Benutzungsberechtigungen vergeben. Die Datenbank, die alle Angaben über die gesicherten Dateien und Verzeichnisse enthält, hat mittlerweile eine Größe von ca. 14 GB, und das Volumen der täglich zu sichernden Daten erreicht bereits Spitzenwerte von knapp 50 GB. Insgesamt wurden am Backup-Server bereits mehr als 2000 GB Daten abgelegt. Zwar stammen diese überwiegend von Sicherungsläufen der großen Server des EDV-Zentrums, der Anteil der von Instituten und Dienststellen gesicherten Daten nimmt aber stark zu.

Ein Problem sind Gebäudebereiche mit langsamer Netzwerkanbindung: Viele Interessenten befinden sich in Gebäuden mit leistungsschwachen Datenleitungen (z.B. 128kbit/s). Mit diesen Benutzern wird die Übereinkunft getroffen, daß sie am Backup-Service nur mit folgenden Einschränkungen teilnehmen können:

  • Wenn nur einige besonders wichtige, aber nicht allzu umfangreiche Dateien gesichert werden (z.B. selbstverfaßte Arbeiten, wissenschaftliche Daten oder die Dateien, in denen die eMail-Korrespondenz gespeichert ist), ist die Verwendung des Backup-Service sicherlich sinnvoll.
  • Das Sichern großer Datenmengen - insbesondere des kompletten Rechners einschließlich Betriebssystem und Applikationsprogrammen - ist allerdings nicht möglich. So würde die Übertragung von 1 GB Daten über eine 128 kbit/s-Leitung über 18 Stunden dauern (selbst unter Vernachlässigung des Overheads durch das Netzwerkprotokoll und unter der unrealistischen Annahme, daß die Leitung von keinem anderen Benutzer verwendet wird). Zum Vergleich: Über eine Datenleitung mit 10Mbit/s-Ethernet verkürzt sich diese Zeit unter gleichen Bedingungen auf ca. 17 Minuten. Das Sichern und Wiederabrufen von Dateien im Gigabyte-Bereich über langsame Datenleitungen ist daher weder für Benutzer sinnvoll noch für das EDV-Zentrum akzeptabel, da umfangreiche Abrufvorgänge leicht zu stundenlangen Blockaden der Bandstationen des Backup-Servers führen können.

Bei der Einschätzung des zu erwartenden Datenaufkommens kommt es immer wieder zu Fehlern. Ein beliebtes Versehen betrifft Datenbanken: Das Ändern eines Bytes in einer Datenbank (z.B. MS-Access) bewirkt bei einer Datensicherung auf Dateiebene, wie sie von ADSM durchgeführt wird, daß die ganze Datenbank als geändert erkannt wird. Somit ist zur Abschätzung die Dateigröße der gesamten Datenbank zu verwenden.

Ein weiteres Mißverständnis tritt häufig bei der Registrierung auf: Die Rechneradresse ist der im Nameservice des EDV-Zentrums registrierte, für das Protokoll TCP/IP verwendete Rechnername inklusive seiner Domänenbezeichnung (z.B. cassiopeia.ap.univie.ac.at). Weder numerische Internetadressen (z.B. 131.130.3.6) noch lokal vergebene oder für andere Protokolle (NetBIOS, NetWare usw.) verwendete Rechnernamen sind für die Anmeldung zulässig.

Bitte geben Sie bei der Registrierung eine gültige eMail-Adresse an und informieren Sie das Administrationsreferat, wenn sich Ihre eMail-Adresse ändert. Das EDV-Zentrum bezieht sich auf diese Angabe, wenn Sie über wichtige Änderungen des Backup-Services, aber auch über geplante Ausfälle informiert werden sollen.

Abschließend sei nochmals auf die Homepage des Backup-Service (http://www-backup.univie.ac.at/) verwiesen. Die dort verfügbaren Informationen wurden in letzter Zeit wesentlich erweitert und umfassen nun neben Hinweisen zum Download der diversen ADSM-Klienten und ausführlichen Installations- und Bedienungsanleitungen für den 32bit-Windows-Klienten auch sämtliche ADSM-Handbücher in einer Online-Version, auf die über WWW zugegriffen werden kann. Neuigkeiten zum Backup-Service finden Sie im Themenbereich Aktuelles.