Fehlerkorrektur für Software
Microsoft Servicepacks

(Ausgabe 98/1, Februar 1998)

 

Software ohne Fehler oder Sicherheitslöcher ist in letzter Zeit aus der Mode gekommen: Die Programme werden in immer kürzeren Abständen und mit einer immer größeren Funktionsvielfalt, jedoch oft nicht ganz fertig auf den Markt geworfen. Die Software-Hersteller sind bemüht, auftretende Probleme mit Fehlerkorrektur-Paketen zu beheben, die je nach Hersteller Servicepacks (bei Microsoft), Fix Packs, Bug Fixes, Patches o.ä. genannt werden und üblicherweise über die WWW-Homepage der Erzeugerfirma erhältlich sind. Der zum Teil an ganze Office-Pakete heranreichende Umfang dieser Korrekturen zeigt, daß fleißig repariert wird. Die Größe sagt allerdings wenig über die Anzahl der behobenen Fehler aus - auch wenn dem Programmierer nur ein Bit "umgefallen" ist, wird die ganze Datei ausgetauscht.

Den Microsoft Servicepacks ist im allgemeinen eine Liste der berichtigten Mängel beigefügt. Server-Administratoren sollten jedoch nicht nur offensichtliche Fehler beheben: Oft werden mit einem Servicepack auch Performanceprobleme oder Sicherheitsrisiken beseitigt. Unangenehm sind hingegen manche Nebenwirkungen eines Servicepacks:

  • Benötigt man nachträglich Komponenten vom Originalprogramm oder -system, muß man
    hinterher das Servicepack erneut installieren;
  • die Programme haben neue Fehler, die vorher nicht aufgetreten sind;
  • Boot- oder Notfalldisketten müssen neu erstellt oder sogar eigenhändig bearbeitet werden;
  • möglicherweise (sehr selten, aber schon vorgekommen) läßt sich das System nicht mehr starten.

Bevor Sie ein Servicepack installieren, sollten Sie unbedingt die README-Dateien studieren und eine komplette Datensicherung des gesamten Systems durchführen. Wer in der glücklichen Lage ist, keine Probleme mit seinen Programmen zu haben, kann natürlich beruhigt auf die Installation der Korrekturen verzichten.

Download und Installation

Das EDV-Zentrum hat die wichtigsten Servicepacks von Microsoft zusammengetragen und stellt diese im WWW unter http://software.univie.ac.at/ im Verzeichnis info/microsft (das über den Link info / Microsoft Gratissoftware erreichbar ist) kostenlos zur Verfügung. Voraussetzung für den Zugriff ist eine User-ID mit Paßwort für den SWD-Server. Derzeit befinden sich dort die aktuellen Servicepacks für Windows NT 3.51 und 4.0, Windows 95 und Office 97 sowie der komplette Internet Explorer.

SWEin Klick auf das gewünschte Servicepack überträgt die Software auf Ihre Festplatte. Je nach Servicepack existieren derzeit drei verschiedene Vorgangsweisen für die Installation:

  • Durch einen Doppelklick auf die auf die Festplatte übertragene .exe-Datei wird diese entpackt, und das Servicepack wird installiert.
  • Der Doppelklick entpackt nur die Datei, und die Installationsprozedur muß mit update.exe gestartet werden.
  • Zusätzlich gibt es noch die Version für das Windows 95-Servicepack:
  1. Ein Doppelklick auf die Datei w95sp1*.exe ent-packt die Software in mehrere Dateien.
  2. Der Aufruf von install.exe (die Festplatte als Ziel der Installation eingeben!) erstellt ein Verzeichnis mit dem Namen temp.
  3. In diesem Verzeichnis exekutiert man setup.exe.

Die Installation ist meist mit einem Neustart des Systems abgeschlossen.

Eine vollständige Liste aller verfügbaren Servicepacks von Microsoft finden Sie unter http://www.microsoft.com/germany/download/support/.