Die Internet-Services des EDV-Zentrums

von Elisabeth Zoppoth (Ausgabe 97/3, September 1997)

 

Daß Universitätsangehörige Anspruch auf kostenlosen Internet-Zugang haben und daß dafür das EDV-Zentrum zuständig ist, hat sich mittlerweile herumgesprochen. Viel weniger verbreitet sind leider die dazugehörigen Einzelheiten: Wer darf was, wie bekommt er es, und wie geht das? Der folgende Überblick soll diese Fragen klären.

Mailbox-Service

Benutzergruppe

Das Mailbox-Service bietet allen Mitarbeitern der Uni Wien (exakt: allen Universitätsangehörigen gemäß UOG mit Ausnahme der Studierenden) Internet-Zugang - also z.B. Professoren, Gastprofessoren, Assistenten, Dozenten, Lehrbeauftragten, Verwaltungspersonal und "Drittmittel-Angestellten". Derzeit wird dieses Service von ca. 3600 Benutzern in Anspruch genommen. Mitarbeiter, die auf Werkvertragsbasis beschäftigt sind, haben keinen Zugang zum Mailbox-Service, können aber eMail- und WWW-Services am Unix-Timesharingrechner nutzen (siehe weiter unten).

Services

Jeder Benutzer erhält eine User-ID mit Paßwort, die sowohl für den Mailbox-Rechner (einen Unix-Server) als auch für die Wählleitungszugänge gültig ist, sowie eine universitätsweit einheitliche eMail-Adresse der Form vorname.nachname@univie.ac.at. Diese Adresse wird automatisch im Online-Personalverzeichnis der Universität Wien registriert (beachten Sie dazu bitte die Anmerkungen zum Mailbox-Service!). Ein Modem-Wählleitungszugang unter der Kopfnummer 4078770 und ein ISDN-Zugang unter der Kopfnummer 4070511 sorgen dafür, daß auch von zu Hause aus auf das Internet zugegriffen werden kann. Am Mailbox-Rechner selbst stehen jedem Benutzer 10 MB an Speicherplatz für Dokumente zur Verfügung, die z.B. dazu verwendet werden können, WWW-Seiten ("Personal Homepage", <http://mailbox.univie.ac.at/~User-ID>) zu publizieren. Diese werden im Gegensatz zur Mailadresse nicht automatisch im Online-Personalverzeichnis registriert, können aber vom Benutzer dort eingetragen werden.

Formalitäten

Die Anmeldung erfolgt mit dem Formular Ansuchen um Rechnerbenutzung, das in gedruckter Form in der Servicestelle des EDV-Zentrums und im Formularspender vor dem Sekretariat erhältlich ist bzw. im Word-, PostScript- oder Adobe PDF-Format über WWW abgerufen werden kann.

Die Benutzungsberechtigung gilt bis zum Ausscheiden aus dem Personalstand der Universität Wien. Mitarbeiter, die nicht in der Personaldatenbank geführt werden, müssen ihre Benutzungsberechtigung alle 2 Jahre verlängern lassen (ebenfalls per Ansuchen um Rechnerbenutzung).

Details

Alle Einzelheiten können dem umfangreichen Mailbox-Informationssystem entnommen werden.

Unet

Benutzergruppe

Unet ist das Internet-Service für alle Studierenden an der Uni Wien und wird derzeit von ca. 16500 Benutzern verwendet. Bisher war der Zugang zu Unet ab dem zweiten Semester möglich; das Inkrafttreten des neuen Universitätsstudiengesetzes (im August 1997) wird sich aber auch auf die Administration von Unet auswirken. Bei Redaktionsschluß waren zwar noch keine Details bekannt, man kann jedoch davon ausgehen, daß von Änderungen nur jene Studierenden betroffen sind, die im Wintersemester 1997/98 ihr Studium an der Uni Wien aufnehmen. Sobald konkrete Informationen vorliegen, werden wir diese entsprechend bekanntgeben.

Services

Geboten werden eine User-ID mit Paßwort, die sowohl für den Unet-Servicerechner (einen Unix-Server) als auch für den Wählleitungszugang gültig ist, sowie eine eMail-Adresse der Form aMatrikelnummer@unet.univie.ac.at. Unter der Telefonnummer 40122 steht ein Modem-Wählleitungszugang mit derzeit 120 Modems (33600 bit/s) zur Verfügung; ein ISDN-Zugang ist in Vorbereitung. Jeder Benutzer erhält weiters 10 MB Speicherplatz am Unet-Servicerechner für die Sicherung von Dokumenten und eMail-Nachrichten (Achtung: Wird dieser Speicher mit Dokumenten gefüllt, kann einlangende eMail nicht mehr empfangen werden!). Analog zum Mailbox-Service besteht auch für Unet-Benutzer die Möglichkeit, WWW-Seiten zu publizieren. Mailadresse und/ oder Personal Homepage (<http://unet.univie.ac.at/~aMatrikelnummer>) können vom Benutzer selbst im Unet-Adreßbuch eingetragen werden.

Formalitäten

Die Anmeldung erfolgt über WWW. Dazu kann auch der "Unet-Anmelde-PC" (NIG, Stg. I, 1. Stock, vor PC-Raum A2) verwendet werden. Die Benutzungsberechtigung erlischt automatisch, sobald der/die Studierende nicht mehr zum Studium zugelassen ist.

Details

Ein Informationsblatt über Unet ist in der Servicestelle des EDV-Zentrums und im Formularspender vor dem Sekretariat verfügbar. Unet-Benutzer finden außerdem im WWW ein ausführliches Informationssystem, das kaum Fragen offen lassen sollte.

Unix-Timesharingrechner

Benutzergruppe

Der Unix-Timesharingrechner steht einerseits für EDV-Projekte unter Unix zur Verfügung, andererseits bietet er eMail- und WWW-Services für alle Personen, die zwar an der Uni Wien tätig, aber weder für das Mailbox-Service noch für Unet "qualifiziert" sind. Das betrifft z.B. Mitarbeiter, die auf Werkvertragsbasis oder im Rahmen von Projekten (auch kurzfristig und/oder unentgeltlich) beschäftigt sind.

Services

Jeder Benutzer erhält eine User-ID mit Paßwort für den Unix-Timesharingrechner sowie eine eMail-Adresse der Form vorname.nachname@guest.univie.ac.at. Am Unix-Timesharingrechner stehen jedem Benutzer 10 MB Speicherplatz für Dokumente zur Verfügung, sodaß auch hier Homepages erstellt werden können. Diese sind im allgemeinen unter <http://rs6000.univie.ac.at/~UserID> abrufbar, für Projekte können aber auch aussagekräftigere URLs vereinbart werden. Die im Mailbox- bzw. Unet-Informationssystem beschriebene Vorgangsweise zur Erstellung einer Homepage gilt im wesentlichen auch für Benutzer des Unix-Timesharingrechners, obwohl die dort vorhandenen Werkzeuge nur teilweise verwendet werden können. Die Registrierung von eMail-Adressen und Homepages ist leider nicht möglich, und es wird auch kein eigener Wählleitungszugang für den Unix-Timesharingrechner betrieben.

Formalitäten

Die Anmeldung erfolgt mit dem Formular Ansuchen um Rechnerbenutzung. Die Benutzungsberechtigung ist zwei Jahre gültig und kann anschließend mit demselben Formular verlängert werden.

Internet-Services für Institute

eMail-Adressen

Mit allen Instituten und Einrichtungen der Universität Wien wurden eMail-Adressen der Form kurzbezeichnung@univie.ac.at (z.B. geographie@univie.ac.at) vereinbart; es sind aber noch nicht alle diese Mailadressen auch aktiv. Die jeweils aktuelle Information, ob und unter welcher Adresse ein Institut erreichbar ist, kann dem Institutsverzeichnis am Info-Server entnommen werden. Bei größeren Instituten werden auf Wunsch auch eMail-Adressen der Form abteilung.institut@univie.ac.at eingerichtet. Zusätzlich können sogenannte Service-Mailadressen vergeben werden - z.B. für die Organisation von Kongressen oder für wissenschaftliche Zeitschriften. Service-Mailadressen haben die Form service.institut@univie.ac.at (z.B. tagung97.numismatik@univie.ac.at).

Für die Einrichtung von Instituts- oder Service-Mailadressen, Änderungen und Auskünfte ist das Administrationsreferat des EDV-Zentrums zuständig (Tel.: 4277-14050).

WWW-Subserver

Am Info-Server der Universität Wien, der vom EDV-Zentrum betrieben wird, können Institute und Einrichtungen der Universität sogenannte Subserver einrichten. Das sind eigene Bereiche, in denen Daten und Informationen weltweit zur Verfügung gestellt werden können und für deren Betreuung und Inhalt die Institute selbst verantwortlich sind. Dabei wird grundsätzlich zwischen "offiziellen" Instituts-Homepages, die über das Institutsverzeichnis am Info-Server abgerufen werden können, und solchen von Abteilungen, Projektgruppen etc. unterschieden. Auf diese sollte auf der jeweiligen Instituts-Homepage verwiesen werden.

Genauere Informationen über das Publizieren am Info-Server der Uni Wien sind unter http://www.univie.ac.at/ZID/www/ zu finden.

Internet-Software

Um den Einstieg in die Welt der Datennetze zu erleichtern, wurde am Info-Server der Uni Wien eine Auswahl der wichtigsten Internet-Programme für PCs bereitgestellt: Von den Internet-Software-Seiten des EDV-Zentrums kann Internet-Software für Windows 3.x, Windows 95 bzw. Windows NT und MacOS einfach auf den lokalen Rechner übertragen werden. Die Installation der Software - es handelt sich vorwiegend um kostenlose Freeware-Programme - erfolgt größtenteils automatisch.

Die Programme, die Mailbox- und Unet-Benutzer für den Internet-Zugang über Wählleitung benötigen, wurden zum sogenannten Internet-Installer zusammengefaßt (verfügbar für Windows 3.x und MacOS). Der Internet-Installer kann auch am Kopier-PC des EDV-Zentrums auf Disketten übertragen werden (NIG, Stg. I, 1. Stock, vor dem PC-Raum A2; mitzubringen sind mindestens drei leere, formatierte Disketten). Nach der Übertragung auf den lokalen Rechner installiert und konfiguriert er sich ebenfalls weitestgehend automatisch.

Noch Fragen?

Bei eventuellen Unklarheiten konsultieren Sie bitte zunächst die angegebenen Informationsquellen und anschließend - falls erforderlich - das Helpdesk des EDV-Zentrums (Tel.: 4277-14060).

 

Anmerkungen zum Mailbox-Service

  • Die automatische Registrierung der eMail-Adressen von Mailbox-Benutzern im Online-Personalverzeichnis am Info-Server der Uni Wien soll die Kommunikation zwischen bzw. mit Universitätsangestellten erleichtern. Wir empfehlen daher allen Mitarbeitern der Uni Wien, eine Benutzungsberechtigung für das Mailbox-Service zu beantragen. Personen, die bereits eine eMail-Adresse auf einem anderen System besitzen, haben die Möglichkeit, am Mailbox-Rechner einen "eMail-Nachsendeauftrag" einzurichten, der alle einlangenden Nachrichten an die angegebene Adresse weiterleitet. So kann eine universitätsweit einheitliche Mailadresse verwendet, die eMail aber trotzdem am gewohnten System bearbeitet werden.
  • Bitte bedenken Sie, daß durch die Registrierung im Online-Personalverzeichnis auch unerwartete Nachrichten eintreffen können, und kontrollieren Sie regelmäßig Ihre Mailbox bzw. verwenden Sie einen eMail-Nachsendeauftrag!
  • In diesem Zusammenhang möchten wir nochmals darauf hinweisen, daß durch eine unsachgemäße Konfiguration des Mailprogramms die Ressourcen Ihres lokalen Rechners, des Mailservers und des Netzwerks unnötig belastet und andere Benutzer beeinträchtigt werden. Wir ersuchen daher, das verwendete Mailprogramm so einzustellen, daß es nicht zu oft am Server nach neuen Nachrichten Ausschau hält (30 Minuten-Intervalle sind in der Regel ausreichend) und bereits abgeholte Nachrichten am Mailserver löscht (sie könnten sonst - in Abhängigkeit vom verwendeten Mailprogramm - bei jedem Abholversuch erneut übertragen werden).