Classless IP
Ein neuer Vergabemodus für IP-Adressen

von Wilfried Wöber (Ausgabe 97/3, September 1997)

 

So ziemlich jeder, der sich mit dem Internet beschäftigt, kommt mit IP-Adressen in Berührung. Diese sind 32 Bits lang, werden meist in Form von 4 Bytes geschrieben (z.B. 131.130.1.2) und bezeichnen weltweit eindeutig einen bestimmten Rechner im Internet. Der bisher gebräuchliche Zuteilungmodus von IP-Adressen sah nur drei Größen von Adreßbereichen vor (A-, B- und C-Klasse) und führt daher zwangsläufig zu einer schlechten Ausnutzung der zugeteilten Adressen.

Um eine vorhersehbare Knappheit an IP-Adressen zu vermeiden, muß nun ein neues Konzept zur Vergabe von Adreßbereichen angewendet werden. Die neuen Zauberworte heißen "Classless IP" und "VLSM" (Variable Length Subnet Mask). Da die Erläuterung dieser neuen Technologien einigen Platz erfordert und die Details nur für wenige Systembetreuer relevant sind, wird hier darauf verzichtet. Technisch Interessierte können im WWW eine genaue Beschreibung von Classless IP und VLSM finden. Auch an der Uni Wien, wo die IP-Adressen vom EDV-Zentrum verwaltet werden, wird seit einigen Monaten auf das neue Konzept umgestellt. Die Auswirkungen des Übergangs auf Classless IP werden sich in engen Grenzen halten - lediglich einige Institute mit großen ungenutzten Adreßbereichen bekommen neue IP-Adressen zugewiesen. Dies erfordert gegebenenfalls Änderungen in der Netzwerkkonfiguration (IP-Adresse, Network Mask und Gateway) bei allen Rechnern des betreffenden Instituts.