Statusbericht
Uni-Datennetz 1995

(Ausgabe 96/2, Juni 1996)

 

Schwerpunkte im Ausbau des Datennetzes der Universität Wien bildeten die Neuverkabelung noch nicht mit Netzwerkinfrastruktur ausgestatteter Standorte, Strukturverbesserungen bei bereits vernetzten Gebäuden und die Erhöhung der Übertragungsgeschwindigkeiten jener Leitungen, welche die einzelnen Universitätsgebäude mit dem zentralen Netzwerkknotenpunkt im Neuen Institutsgebäude (NIG) verbinden. Aufgrund hoher Postgebühren ist für die meisten Standorte nur eine Anbindung mit 64 bzw. 128 kBit/s realisierbar. Nur in Ausnahmefällen gelingt es derzeit, zu leistungsfähigeren Leitungen zu kommen. So konnte vor kurzem eine Glasfaserleitung mit 10 MBit/s zum Betriebswirtschaftlichen Zentrum in der Brünner Straße in Betrieb genommen werden.

Laufende und bereits abgeschlossene Projekte

Franz Kleingasse 1, Gymnasiumstraße 50

Alle Institute an diesem Standort (Institut für Numismatik, Institut für klassische Archäologie, Institut für Ur- und Frühgeschichte, Institut für Übersetzer- und Dolmetscherausbildung, Österreichisches Archäologisches Institut) wurden Anfang des Jahres mit einer leistungsfähigen Datennetzinfrastruktur ausgestattet. Insgesamt wurden ca. 7 km an Kabeln verlegt und an die 300 Anschlußmöglichkeiten geschaffen. Die Verbindung zum Neuen Institutsgebäude erfolgt zur Zeit mit einer 64 kBit/s Leitung. Die Struktur der Gebäudeverkabelung ist derzeit relativ einfach. So befinden sich drei Verteiler im Einsatz, die mit einer Glasfaserleitung untereinander verbunden sind. Sollte sich dies als nicht ausreichend erweisen, kann jederzeit zu einer aufwendigeren Strukturierung übergegangen werden.

Garnisongasse 3

Früher war nur die Fachbibliothek für Erziehungswissenschaften an das Datennetz der Universität Wien angeschlossen. Mittlerweile sind alle vier Stockwerke des Gebäudes verkabelt und seit Anfang des Jahres über eine 128 kBit/s Standleitung mit dem Neuen Institutsgebäude verbunden.

Liebiggasse 5

Im Institut für Psychologie wurden einzelne Bereiche neu adaptiert. So wurde ein PC-Arbeitsraum mit 21 PCs bereits fertiggestellt. Ein Ethernet-Switch im LAN-Verteilerraum dient zur Aufteilung des Netzwerkes in vier Bereiche. Damit wurde eine Verbesserung gegenüber dem früheren System mit flacher Struktur erreicht. Die Erneuerung des Gebäudenetzes ist noch nicht abgeschlossen, wird aber im Laufe des Jahres 1996 fortgesetzt.

Rooseveltplatz 10

Nach dem erfolgreichen Abschluß der Ausschreibung sind derzeit Bauarbeiten im gesamten Gebäude der Evangelisch-Theologischen Fakultät zur Errichtung einer strukturierten Verkabelung im Gange. Es werden 120 Anschlußmöglichkeiten für Arbeitsplatzrechner geschaffen. Insgesamt werden Kabel in der Gesamtlänge von etwa 6,5 km verlegt. Das Dekanat der Evangelisch-Theologischen Fakultät wird ebenfalls in das Gebäudenetz eingebunden. Um eine höhere Sicherheit zu gewährleisten, wird das Dekanat allerdings durch einen eigenen Router von den Instituten abgeschirmt. Als Test für zukünftige Installationen wird in diesem Gebäude der Daten- und Telefondienst auf einem Kabel geführt. Dadurch ergibt sich eine Kostenreduzierung, da nicht mehr zwei verschiedene Kabeltypen verlegt werden müssen.

Rathausstraße 19

Auf Grund der besonderen Anforderungen des Instituts für Angewandte Informatik und Informationssysteme wurde die bereits bestehende Verkabelung erneuert und ein eigener Router installiert, um eine weitere Effizienzsteigerung zu erzielen. Die Einbindung in das Datennetz des sich im gleichen Gebäude befindlichen Instituts für Sinologie erfolgt bis zum Sommer 1996.

Ein kleiner Ausblick auf 1996 anstehende Projekte

Universitätsstraße 7

Über viele Jahre hinweg wurden einzelne Bereiche des Neuen Institutsgebäudes verkabelt; um die derzeit nicht mehr zufriedenstellende Situation zu bereinigen wird eine Generalsanierung und Neuverkabelung geplant. Bis zum Wintersemester 1996/97 werden auch voll ins Datennetz integrierte, neue Computerräume für Benutzer zur Verfügung stehen.

Hanuschgasse 3

Die Verkabelung des Instituts für Theaterwissenschaft in der Hofburg und des Instituts für Volkskunde in der Hanuschgasse 3, die derzeit noch nicht in das Datennetz der Universität Wien eingebunden sind, ist für dieses Jahr geplant.

Dr. Karl Lueger-Ring 1

Durch die Übersiedelung der Institute für Petrologie, Geochemie und Mineralogie ins UZA II, bietet sich die Gelegenheit einer Adaptierung der momentan leerstehenden Bereiche des Hauptgebäudes an.

Rotenhausgasse 6

Das Institut für Zeitgeschichte in der Rotenhausgasse 6 wird bis Sommer 1996 mit einem Koaxialkabelnetz vernetzt.

Währinger Straße 38-42/ Boltzmanngasse 2-4/ Strudlhofgasse 2-4

In diesem Gebäudekomplex soll eine Sanierung des Netzwerkes durch Umstellung von Busverkabelung auf strukturierte Verkabelung vorgenommen werden. Der Umbau auf die neue Netzwerkstruktur wird schrittweise erfolgen und längere Zeit in Anspruch nehmen.