Erneuerung der VM-Rechenanlage

(Ausgabe 96/1, Jänner 1996)

 

Zur Erneuerung der VM-Rechenanlage führte das EDV-Zentrum mit Unterstützung der Wirtschaftsabteilung der Universität Wien drei EU-weite Ausschreibungen über die folgenden Hardwarekomponenten durch:

  • Zentraleinheit: Nach allen in letzter Zeit durchgeführten Messungen ist das Leistungsvermögen der gegenwärtigen Zentraleinheit auch für die nähere Zukunft ausreichend. Es wäre also durchaus vorstellbar, diesen Rechner weitgehend unverändert weiter zu betreiben. Da aber der Mietvertrag der Anlage Ende 1995 auslief, war es aus kommerziellen Überlegungen sinnvoll, auch andere Möglichkeiten in Betracht zu ziehen.
  • Plattenperipherie: Bei der Erneuerung der Plattenperipherie wird der Übergang zu RAID-Technologie und ESCON-Kanälen vollzogen. Damit soll eine weitere Steigerung der Verfügbarkeit und eine Verbesserung der Performance erreicht werden. Um den steigenden Anforderungen des wissenschaftlichen Bibliothekswesens nachzukommen, ist der Ausbau der Bruttokapazität von 135 GB auf 180 GB geplant.
  • Kassettenarchivsystem: Die derzeit noch in Verwendung stehenden Bandeinheiten IBM 3480 sind mittlerweile über 9 Jahre alt und daher erneuerungsbedürftig. Die neu anzuschaffende Magnetbandperipherie soll in ein vollautomatisches Kassettenarchivsystem integriert werden, in dem das Laden und Entladen der Bänder durch einen Roboter erfolgt. In einem zweiten Schritt ist geplant, dieses System auch für die Datensicherung und Archivierung von Servern und Arbeitsplatzrechnern im NIG und den benachbarten Gebäuden einzusetzen.

Bei der Anbotseröffnung, die am 15. Dezember 1995 stattfand, lagen Angebote der folgenden Firmen vor:

  • Zentraleinheit: Comparex, IBM
  • Plattenperipherie: Comparex, IBM, Intersoft (mit einem Produkt von EMC^2), Unisys (mit einem Produkt von StorageTek)
  • Kassettenarchivsystem: Comparex (mit einem Produkt von Grau Automation), IBM, Unisys (mit einem Produkt von StorageTek)

Die Auswahl der Bestbieter wird voraussichtlich Ende Jänner 1996 erfolgen, da die Auswertung und Gegenüberstellung der Angebote sicher einige Zeit dauern wird. Sofern keine unerwarteten Schwierigkeiten auftauchen, werden die neuen Hardwarekomponenten im Laufe des Jahres 1996 installiert.

Software-Umstellung

Der geplante Umstieg auf VM/ESA Version 2 verschiebt sich um einige Monate; der Hauptgrund dafür sind Verzögerungen bei der Lieferung der Software. Die letzten Schätzungen lauten, daß das neue Betriebssystem etwa im Februar 1996 zum Testen spezieller Anwendungen (VSAM, SQL/DS, CSP) im Bereich der Verwaltung zur Verfügung stehen wird. Für diese Benutzergruppe kann der Systemwechsel unter Umständen einigen Änderungsaufwand mit sich bringen; die anderen Benutzer sollten jedoch von den Umstellungen so gut wie nicht betroffen sein. Der Wechsel für alle Benutzer wird nicht vor Ostern 1996 erfolgen.