Netzwerk im UZA II funktionsfähig

(Ausgabe 96/1, Jänner 1996)

 

Wie in der letzten Ausgabe des Comment berichtet, kam es im UZA II zu gravierenden Mängeln bei der Errichtung des lokalen Netzwerks (LAN). Durch sehr schwierige Verhandlungen mit der Errichtungsgesellschaft und der mit der Errichtung des Netzwerks beauftragten Firma konnte jedoch eine Vorgangsweise festgelegt werden, die es ermöglichte, das LAN bis zur Aufstellung der PC-Erstausstattung in Betrieb zu nehmen. Die dazu nötigen Maßnahmen waren:

Verringerung der Anzahl der Datensteckdosen

Die Anzahl der Datensteckdosen pro Segment wurde bis auf wenige Ausnahmen - in Schulungs- oder Laborräumen - auf ein vertretbares Ausmaß gesenkt. Das Netzwerk weist in dieser Hinsicht derzeit zwar keine Reserven auf (d.h. es können keine zusätzlichen Datensteckdosen in den Räumen montiert werden, ohne weitere Kabel zu installieren), ist jedoch in einem betriebsfähigen Zustand.

Reparatur der Crimpstellen

Beinahe alle Crimpstellen wurden von der beauftragten Firma erneuert. Im Gegensatz zum vorherigen Zustand waren die Arbeiten bei der Sichtung im Zuge der Abnahme einwandfrei ausgeführt. Selbstverständlich konnten nicht alle Crimpstellen kontrolliert werden, sodaß Überraschungen während des Betriebes des LAN nicht auszuschließen sind.

Beachtung der Repeaterregel

Im LAN des UZA II wurde bei der Errichtung die Ethernet-Norm im Hinblick auf die Repeaterregel nicht eingehalten. Diesem Umstand wurde durch mehrere Maßnahmen Rechnung getragen:

  • Segmente, die über Zwischenrepeater versorgt waren, wurden verkürzt. Damit wurde der Zwischenrepeater obsolet und die Repeaterregel erfüllt.
  • Segmente, die aufgrund ihrer Entfernung zum Ebenenverteiler nur über einen Zwischenrepeater zu versorgen sind, werden nun durch sogenannte Linksegmente angespeist, auf denen sich keine PCs oder anderen Geräte befinden. Dieser Betriebszustand ist laut Ethernet-Norm gestattet.
  • Im zentralen Verteiler wurde ein Ethernet-Switch eingebaut, der in der Lage ist, die einzelnen Ebenen des Gebäudes als getrennte Einheiten zu behandeln, obwohl eigentlich ein einziges Netzwerk das gesamte Gebäude versorgt. Die Ebenen sind somit in sich geschlossen, und die Repeaterregel muß nur innerhalb einer Ebene eingehalten werden. Als Nebeneffekt trennt dieser Ethernet-Switch auch den Datenverkehr zwischen den einzelnen Ebenen: Ist ein Datenpaket für einen Rechner auf derselben Ebene bestimmt, wird es nicht an das gesamte Netzwerk weitergeleitet, sondern bleibt lokal im Ebenenverteiler.

Das LAN im UZA II befindet sich derzeit in einem betriebsfähigen Zustand. Aufgrund der Mängel bei der Errichtung ist jedoch damit zu rechnen, daß es immer wieder zu Netzwerkausfällen kommen wird; der Betreuungsaufwand für dieses LAN ist daher sehr hoch. Es ist zu hoffen, daß durch die neue Außenstelle des EDV-Zentrums im UZA die Ausfallszeiten kurz gehalten werden können.