Leserbriefe

(Ausgabe 95/1, Februar 1995)

 

Schon des längeren wollte ich Ihnen mitteilen, daß ich den Comment ausgezeichnet finde. Er enthält alle wichtigen Informationen für den Benutzer und liefert sehr gute Informationen. Ich habe schon einige ähnliche Zeitungen von Computer Centers gelesen (Northwestern University/Chicago, Yale University/New Haven) und muß sagen, daß Comment diesen um nichts nachsteht. Eine Anregung: Wäre es möglich, eine Frage- bzw. Wunschecke von Netzwerkbenutzern einzurichten?

Dr. Oskar Hoffmann
Inst. f. Pharmakologie u. Toxikologie

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Ich begrüße Ihre Ausführungen für DOS-Einsteiger in das Netzwerk außerordentlich. Die doch hauptsächlich an Windows orientierten Kurse des EDV-Zentrums haben bei mir eher die Selbsteinschätzung eines Outsider-Users hinterlassen. Persönlicher Erfahrungsaustausch wäre vorteilhaft und könnte durch die Einrichtung einer Liste von Mail-Adressaten, mit Angabe des Betriebssystems, erleichtert werden. Auch die Erörterung nützlicher Viren-Programme, von WWW oder Gopher und deren Installation wäre von Vorteil, von News nicht zu reden.

Dr. Robert Herrmann
Inst. f. Publizistik- und Kommunikationswissenschaft

 

Da mittlerweile auf den meisten PCs an der Universität MS-Windows als Benutzeroberfläche eingesetzt wird, konzentrieren sich auch die Kurse des EDV-Zentrums auf Windows-Anwendungen. Ein persönlicher Erfahrungsaustausch von Benutzern wäre zu begrüßen; als erster Schritt in diese Richtung wurde vor einigen Wochen die NetworkNews-Gruppe at.univie.general eingerichtet, die zunächst zwar für verschiedenste Uni-interne Probleme und Mitteilungen zur Verfügung stehen soll, aber bei Bedarf jederzeit in themenspezifische Untergruppen aufgespaltet werden kann. Bei entsprechendem Interesse ist auch die Einrichtung von Mailinglisten durchaus möglich.

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Zuallererst möchte auch ich mich dem Lob über Ihre Information anschließen. Ich konnte aus den ersten drei Ausgaben bereits etliche Informationen für mich herauslesen. Ihrem Wunsch entsprechend möchte ich aber auch mit sehr subjektiven, "konkreten Kommentaren zum Inhalt" des Comment am Beispiel der Ausgabe 94/3 beitragen. <tt>[... - Dankbar zur Kenntnis genommen! Die Red.]</tt> Ich hoffe, auch mit diesen sehr subjektiven "Commentaren" geholfen zu haben, und freue mich schon auf die nächste Ausgabe.

Dr. Dieter Baurecht
Inst. f. Physikalische Chemie

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Die Installation neuer Hard- und Software (wie im Comment 94/1 auf Seite 5 angekündigt) ist an unserer Dienststelle weitgehend erfolgt und macht Lust auf die umfassende Nutzung dieser Arbeitshilfen. Mit etwas Ambition, Studium von Handbüchern und dem Besuch Ihrer Kurse ist es auch einigermaßen möglich, die Programme nach und nach zum Vorteil der Uni-Verwaltung einzusetzen. Vor allem die Lektüre des Comment bringt Informatives und Nützliches. Ich meine, daß darüber hinaus vielen Verwaltungsbediensteten unterschiedlichster Tätigkeit zwei zusätzliche Hilfen äußerst willkommen wären:

1) "Rezepte", z.B.

Wie kann ich via Bildschirm in ein öffentliches Telefonbuch schauen? (Sehr nützlich bei Dienststellen, die diese Möglichkeit im Moment nur via Telefonvermittlung haben.) - Kann ich jetzt ein Fax auch von meinem Schreibtisch aus senden oder muß ich nach wie vor 86 Stufen gehen? - Wie finde ich ein Lexikon und kann darin nachsehen?

2) "Programm-Hotline"

Die mir bekannten Arbeitsabläufe in der Uni-Verwaltung lassen ein Üben einer Anwendung während eines Arbeitsvorgangs schwer oder gar nicht zu. Darüber hinaus kann man ja auch mit den Kursen des EDV-Zentrums bestenfalls Grundwissen erreichen. EDV-Beauftragte und/ oder Mitarbeiter des EDV-Zentrums sind aus uns allen bekannten Gründen zum Zeitpunkt des aktuellen Bedarfs nicht ansprechbar. Ist es möglich, eine Hotline für Anwendungsfragen zeitbegrenzt einzuführen? (z.B.: Alle MitarbeiterInnen einer Dienststelle, die MS-Access in ihre Arbeit integrieren, sammeln während einer Woche alle Anwendungsfragen und können diese dann an einem Tag während einer "Fragestunde" telefonisch oder persönlich an eine/n Wissende/n richten.)

Ihrer und meiner Arbeit wünsche ich im Jahr 1995 gediegensten Erfolg.

Wolfgang Presch
Dekanat der Geisteswissenschaftlichen Fakultät

 

ad 1):

Das öffentliche Telefonbuch ist über BTX abrufbar; an der TU Graz wurde ein BTX-Gateway eingerichtet, sodaß auch ein Telnet-Zugriff möglich ist (Hostname: fiicmds06.tu-graz.ac.at, Login: etb). Leider wird das Gateway über Standleitungen betrieben, was in diesem Fall bedeutet, daß maximal 6 Benutzer gleichzeitig möglich sind und eine freie Leitung manchmal nur mit Glück erreicht werden kann. - Ein universitätsweiter Fax-Server ist aus verschiedenen Gründen leider nicht zu realisieren; als (gar nicht so teure) Alternative bieten sich hier Fax-Modems an. - Lexika und Nachschlagewerke werden von Bibliotheken teilweise auch elektronisch angeboten; hier sei auf den Artikel Das CD-ROM-Netzwerk an der UB Wien verwiesen. Weitere Auskünfte erteilt die Universitätsbibliothek Wien.

ad 2):

Leider ist es (aus uns allen bekannten Gründen) dem EDV-Zentrum nicht möglich, Unterstützung für spezielle Anwendungsprogramme zu bieten. Einige Softwarehersteller haben jedoch Hotlines eingerichtet, die allen Benutzern lizenzierter (z.B. im Rahmen der Standardsoftware erworbener) Produkte zur Verfügung stehen.

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Ich finde, daß die 1994er-Ausgaben einfach super sind. Nachdem ich immer wieder die Zeitschrift des Rechenzentrums der TU gesehen habe, fand ich es schade, daß es kein Gegenstück am NIG gab, aber diese Zeiten sind wohl jetzt vorbei. ...und die Performance-Entwicklung des Rechenzentrums der Uni finde ich wirklich kolossal. Gratuliere.

Eine kleine Anregung zu Comment: Eine Leserbriefecke wäre ganz nett, da z.B. viele Fragen an Ihre Mitarbeiter herangetragen werden, die auch andere interessieren. Ich darf gleich anfangen: Da ich das Rechenzentrum über Datex-P erreiche, frage ich mich bei all diesen schönen Möglichkeiten der TCP/IP- und Client/Server-Anwendungen, ob ich mich weiter mit den alten Zuständen abfinden muß oder ob es auch via Datex-P eine Möglichkeit für Archie, Gopher, Mosaic, WAIS gibt?

Dr. Constantin Cazan
Schering Wien GesmbH, Bibliothek

 

Die derzeit wahrscheinlich beste Lösung ist ein Zugang zum Internet über Wählleitung und SLIP (Serial Line Internet Protocol). Damit ist es möglich, mit Netzwerkklienten auch über Modem zu arbeiten, also gewissermaßen einen direkten Anschluß ans Datennetz zu "simulieren". Es stehen Ihnen somit alle Möglichkeiten des Netzwerks offen - wenn auch vielleicht gegen etwas höhere Gebühren...

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Gratulation zum weiteren guten Gelingen von Comment. Jetzt gibt es auch schon mehr Graphiken und Bilder, unerläßlich um den Leser am Text zu halten! In der Rubrik "Ansprechpartner" findet man tatsächlich für fast alle Bereiche kompetente Ansprechpartner. Ein Bereich fehlt jedoch gänzlich: Apple Macintosh OS. Früher hat diesen Bereich Herr Schmiedl sehr kompetent nebenbei betreut, jetzt ist eines der wichtigsten PC-Betriebssysteme betreuungsmäßig verwaist. Dies wundert mich umso mehr, da Apple Macintosh OS weltweit zu den führenden Computersystemen gehört und die Anwendergemeinde durch niedrigere Preise ständig im Steigen begriffen ist. [...] Allerdings kann man den nicht vorhandenen Support auch als Kompliment verstehen, ein Mac-Anwender hat normalerweise keine Software-Probleme, das Betriebssystem ist so genial wie einfach, er kann fast immer sein eigener Reparateur sein. [...] Als Systemadministrator mit 45 Macs im Netz des Instituts für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft und als EDV-Beauftragter der GRUWI-Fakultät, einer Fakultät mit vielen Macs, muß ich [allerdings dennoch ] einen Support für Apple Macintosh OS fordern. Ich verwende rund 60% meiner Zeit, um die 45 Macs zu supporten (am Institut sind etwa 30 verschiedene Software-Lösungen in Verwendung); ganz zu schweigen von der Hardware. [...]

Univ.-Ass. Dr. Manfred Bobrowsky
EDV-Beauftr. am Inst. f. Publizistik- und Kommunikationswissenschaft
EDV-Beauftragter der Grund- und Integrativwissensch. Fakultät

 

Völlig zu Recht fordert Dr. Bobrowsky auch für den Bereich von Macintosh-Systemen eine Unterstützung durch das EDV-Zentrum. Ohne Zweifel ist diese Systemplattform heute so wichtig geworden, daß sich diese Forderung auch rechtfertigt, wenn an der Universität Wien derzeit die MS-DOS-Systeme mit einem Anteil von rund 92% an den PC-Plattformen gegenüber den Macs (noch?) weit in der Überzahl sind. Macs sind an unserer Uni vornehmlich in jenen Fachbereichen zu finden, die aus den speziellen, auf diesen Systemen verfügbaren Softwarewerkzeugen einen Vorteil ziehen können, was auf das Publizistikinstitut im besonderen Maße zutrifft. Daß das EDV-Zentrum generell mehr Unterstützung für die EDV an den Instituten bieten möchte und an welchen Schwierigkeiten unsere diesbezüglichen Bemühungen bisher scheitern, habe ich bereits im Comment 94/2 ausführlich dargestellt (Wer betreut die EDV an den Instituten?). Dieses Betreuungsproblem besteht leider nicht nur auf der Mac-Ebene, und auch ein im Comment abgedruckter Name eines Ansprechpartners am EDV-Zentrum täuscht zumeist nur unzureichend darüber hinweg, daß ein einziger kompetenter Mitarbeiter nicht die ganze Universität im Alleingang unterstützen kann. Unsere Personalknappheit zwingt uns, hier Prioritäten zu setzen (Herr Schmiedl etwa ist mit den Aufgaben der Netzwerkplanung und Gebäudeverkabelung ohnehin mehr als ausgelastet) und im Mac-Bereich so lange auf die (glücklicherweise vorhandene) Fähigkeit zur Selbsthilfe an den Instituten zu bauen, bis - hoffentlich - ein kompetenter Mitarbeiter eigens für diesen Bereich am EDV-Zentrum angestellt werden kann.

Dr. Peter Rastl