Projekte 1995 im Datennetz der Universität Wien

von Manfred Schmiedl (Ausgabe 95/1, Februar 1995)

 

Auch 1995 wird das EDV-Zentrum an bestimmten Standorten Schwerpunkte setzen und dort die Anbindung an das Datennetz massiv vorantreiben. Zur Zeit sind folgende Projekte vorgesehen:

Institut für Psychologie (1010 Wien, Liebiggasse 5)

An diesem Standort wurden in den letzten Jahren immer wieder einzelne Stockwerke oder Gebäudeteile untereinander vernetzt. Dieses "natürlich gewachsene" Netzwerk hat mittlerweile die Grenzen seiner Wartbarkeit erreicht. Eine der Aufgaben 1995 wird es daher sein, in der Liebiggasse 5 erste Sanierungsschritte zu setzen, um eine vernünftige Qualität des Datennetzes in diesem Gebäude auch zukünftig gewährleisten zu können.

Neues Institutsgebäude (1010 Wien, Universitätsstraße 7)

Durch die Übersiedlung des Instituts für Paläontologie und des Instituts für Geologie in das UZA2 (Althanstraße) werden Gebäudeteile im NIG frei. Damit ergibt sich die einmalige Gelegenheit, diese Bereiche im Zuge der Adaptierungsarbeiten mit einem leistungsfähigen Netzwerk auszustatten.

Altes AKH (1090 Wien)

Im AAKH werden 1995 erste Renovierungsarbeiten stattfinden; fixer Bestandteil dieser Arbeiten ist die Installation eines Netzwerkes für den Gesamtbereich des AAKH. Zu diesem Zweck wurde bereits 1994 ein Planungsauftrag vergeben. Mit zunehmendem Fortschritt der Renovierungsarbeiten sollen 1995 einerseits erste Institute neu versorgt und andererseits für die bereits dort angesiedelten Institute Provisorien errichtet werden, um unabhängig vom Baufortschritt eine kontinuierliche Anbindung an das Datennetz der Uni Wien zu gewährleisten. Da dieses Projekt ein vom Umfang her beachtliches und auch interessantes Werk darstellt, werden wir es in einer der folgenden Ausgaben im Detail vorstellen.

Institut für Erziehungswissenschaften (1090 Wien, Garnisongasse 3)

Die Fachbibliothek für Erziehungswissenschaften verfügt bereits seit längerer Zeit über ein lokales Netzwerk, das nun auf den Gesamtbereich des Institutes ausgedehnt wird. Bei dieser Gelegenheit wird der Standort auch mit einer leistungsfähigeren Leitungsverbindung zum EDV-Zentrum versorgt.

Hygiene-Institut (1090 Wien, Kinderspitalgasse 15)

Wenn man von der einen oder anderen Standleitung absieht, ist dieser Standort (der baldigst in das Datennetz der Universität Wien integriert werden soll) im Moment netzwerkmäßig nicht erschlossen. Daher wird hier ein ausgeprägter Errichtungsschwerpunkt gesetzt. Um eine rasche und effektive Planung der notwendigen Schritte zu gewährleisten, wurde bereits 1994 eine Vorstudie durchgeführt. Die erste rohe Umfangsabschätzung ließ eine externe Planung durch ein professionelles Unternehmen ratsam erscheinen, da am EDV-Zentrum nicht ausreichend personelle Ressourcen für dieses Projekt vorhanden sind. Ende 1994 wurde daher die Firma PKG Data mit den Planungsarbeiten für diesen Standort beauftragt. Das Ziel der Planungsarbeiten, die im Februar/März 1995 voll anlaufen sollten, sind ausschreibungsfähige Planunterlagen inklusive eines Mengengerüstes. Die Ausschreibung und die Vergabe des Projektes ist nicht vor Mitte 1995 zu erwarten. Über den Projektfortschritt werden wir ebenfalls in einer der nächsten Nummern berichten.

Evangelisch-Theologische Fakultät (1090 Wien, Rooseveltplatz 10)

Dieser Bereich ist - ähnlich wie viele andere Standorte der Universität Wien - durch einzelne Anbindungen an das Datennetz bisher eher notdürftig versorgt worden. Das EDV-Zentrum plant, den gesamten Standort 1995 mit einem lokalen Netzwerk auszustatten und dieses mit einer leistungsfähigen Verbindung in das Datennetz der Universität Wien zu integrieren.

Hirnforschungszentrum (1090 Wien, Spitalgasse 4)

Im ehemaligen Pathologischen Institut der Universität Wien wird derzeit von einem Architektenteam die Neuerrichtung des Hirnforschungszentrums geplant; im Zuge dessen ist selbstverständlich auch die Errichtung eines leistungsfähigen Datennetzes vorgesehen. Konkret beabsichtigt das EDV-Zentrum hier die Installation eines strukturierten Netzwerks, das über einen Lichtwellenleiter an das Datennetz der Universität Wien angebunden wird. Die Verkabelung im Hirnforschungszentrum sieht (ähnlich dem Projekt in der Währinger Straße 10) eine Vereinheitlichung der Kommunikations-Infrastruktur vor. Es wird daher möglich sein, über das Kabelsystem sowohl Datenverkehr als auch andere Kommunikationsdienste (z.B. Telefonie) abzuwickeln.

"Alte Chemie" (1090 Wien, Währinger Straße 10)

Aus diesem Gebäude sind ebenfalls einige Institute ausgezogen und in das UZA2 übersiedelt. Dadurch besteht nun auch hier die Möglichkeit einer Generalsanierung des in Teilbereichen bereits vorhandenen Netzwerks. Zu diesem Standort ist anzumerken, daß es (gemeinsam mit der Bundesbaudirektion, vertreten durch die Gebäudeverwaltung 13) erstmals gelungen ist, einen Planungsauftrag zu vergeben, der für das gesamte Gebäude eine einheitliche Kommunikations-Infrastruktur vorsieht. Ein entsprechender Beschluß des Akademischen Senats der Universität Wien liegt ja bereits seit einiger Zeit vor. Es wird daher im Zuge der Adaptierungsarbeiten im gesamten Haus erstmals ein und dasselbe Kabel sowohl für Telefonie als auch für die Datenübertragung verwendet werden. Dadurch ergibt sich automatisch eine Kostenreduzierung, da nicht mehr zwei verschiedene Kabeltypen verlegt werden müssen und auch ein einheitliches Tragwerk für die Kabel - mit ausreichenden Reserven - errichtet werden kann. Weitere Vorteile dieses Ansatzes sind selbstredend die höhere Flexibilität und die vorhandene "Zukunftssicherheit" im Hinblick auf hohe Übertragungsraten bzw. neue Medien. Die Fertigstellung der derzeit laufenden Planungsarbeiten ist spätestens im Sommer 1995 zu erwarten.

Zahnklinik (1090 Wien, Währinger Straße 25a)

Die Zahnklinik wächst wieder ein Stück weiter in Richtung AAKH. In diesem Zusammenhang muß die Abteilung von Prof. Dr. Watzek, die Anfang 1995 ihren neuadaptierten Bereich in der ehemaligen Kardiologie beziehen wird, an das Datennetz der Universität und vor allem auch an das bereits vorhandene Zahnklinik-interne Netzwerk angebunden werden. Die entsprechenden Arbeiten wurden mittlerweile in Angriff genommen.