Das Datennetz der Uni
Status quo

von Manfred Schmiedl (Ausgabe 94/3, Dezember 1994)

 

Wie bereits im Comment 94/1 möchten wir im folgenden eine Übersicht über die Aktivitäten des EDV-Zentrums beim Ausbau des Datennetzes der Universität Wien geben. Sollten Sie zu einem der Projekte konkrete Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Manfred Schmiedl (Tel.: 4065822-233, eMail: SCHMIEDL@CC.UNIVIE.AC.AT).

Über die für 1995 geplanten Projekte, die sich derzeit in der Vorbereitungsphase befinden, werden wir im nächsten Comment informieren.

1010 Wien, Dr. Karl Lueger-Ring 1 (Hauptgebäude)

Die Errichtung des Datennetzes im Hauptgebäude der Universität Wien hat bisher zwei Jahre in Anspruch genommen. Ein Ende ist jedoch nunmehr abzusehen: Mit Ausnahme der Dekanate der Katholisch-Theologischen Fakultät und der Medizinischen Fakultät sowie der Rechts- und Organisationsabteilung der Universitätsdirektion sind bereits alle größeren Verwaltungseinrichtungen im Hauptgebäude an das Datennetz angebunden. Die Vernetzung der noch ausständigen Bereiche wird bis Ende 1994 fertiggestellt. Damit dürfte eines der schwierigsten und größten Verkabelungsprojekte im Bereich der Uni Wien abgeschlossen sein.

1010 Wien, Schottenbastei 10 -16 (Juridicum)

Das Datennetz im Juridicum konnte im Verlauf des Sommers in Betrieb genommen werden. Wie die Erfahrungen der ersten Monate zeigen, wird dieses Angebot bereits von einigen Teilnehmern genutzt. Es liegt jetzt an den im Juridicum befindlichen Instituten, die neuen Möglichkeiten (z.B. zentrale Drucker, Backup, Fileserver) auch anzuwenden. Das EDV-Zentrum bietet hier gerne Hilfestellung an.

1090 Wien, Schwarzspanierstraße 17 und Währinger Straße 13 ("Vorklinische Institute")

Sämtliche Ethernet-Bereiche an diesem Standort wurden im Laufe des Sommers 1994 komplett in Betrieb genommen. Der TokenRing am Institut für Anatomie läuft seit Anfang Oktober fehlerfrei im Testbetrieb. Es ist nicht zu erwarten, daß es noch zu größeren Störungen aufgrund von Errichtungsmaßnahmen kommen wird. Auch hier ist es nun Aufgabe der Institute, die Möglichkeiten des Netzwerks zu nutzen.

1090 Wien, Althanstraße 14 (UZA1 & UZA2)

Das Datennetz im UZA1 wurde Anfang Oktober an die Benutzer übergeben. Im Oktober und November war das EDV-Zentrum damit beschäftigt, die letzten Segmente in diesem - mit über 100 LAN-Segmenten recht großen - Netzwerk zu aktivieren und aufgetretene Probleme zu beseitigen. An diesem Standort werden wir bemüht sein, ein effizientes Fernmanagement-System erstmals in größerem Maßstab an der Uni Wien zu implementieren. Dieses System wird es ermöglichen, allfällige Engpässe in der Bandbreite oder der Struktur des dortigen Netzes zu protokollieren und somit rechtzeitig Maßnahmen zu setzen, die einer eventuellen Netzüberlastung entgegensteuern.

Am UZA2 entsteht das derzeit wahrscheinlich größte einheitliche Netzwerk der Universität Wien. In insgesamt 11 Verteilern werden mehr als 200 LAN-Segmente installiert. Da bereits einige Institute ins UZA2 übersiedelt sind, wurde etwa die Hälfte der dort befindlichen LANSegmente in Betrieb genommen. Dabei haben sich deutliche Errichtungsmängel an der LAN-Verkabelung herauskristallisiert; wir hoffen aber, daß diese Mängel zum Zeitpunkt des Erscheinens dieser Ausgabe bereits durch den Generalunternehmer behoben wurden. Im UZA2 wird das EDV-Zentrum ein ähnliches Netzwerkmanagement- System wie im UZA1 einsetzen.

1090 Wien, Borschkegasse 8a und 1030 Wien, Rennweg 14

An diesen Standorten wurde die LAN-Verkabelung im Herbst 1994 fertiggestellt. Sollten keine unvorhergesehenen Verzögerungen entstehen, werden beide Standorte noch in diesem Jahr in das Datennetz der Universität Wien integriert.

Am Standort Borschkegasse 8a wird eine strukturierte Verkabelung errichtet. Alle dort ansässigen Institute haben sich für den Einsatz von Ethernet-Technologie auf Basis dieser Verkabelungsart entschieden. Durch diese Vorgangsweise kommt es sowohl bei den Instituten als auch beim EDV-Zentrum zu einer erheblichen Kosteneinsparung bei den benötigten Netzwerkkomponenten. Das Institut für Botanik (Rennweg 14) wird auf Basis eines Koaxialkabel-Netzes an das Datennetz der Universität herangeführt. Anläßlich der Anbindung dieses Institutes wird auch erstmals eine Realisierung über einen ISDN-Anschluß geprüft. Eine Kosten-/Nutzenrechnung wird diese Frage noch zu klären haben.

1190 Wien, Franz Klein-Gasse 1 und Gymnasiumstraße 50

Die Planungsarbeiten für die Verkabelung der dort beheimateten Institute waren im Oktober bereits sehr weit fortgeschritten, konnten jedoch aufgrund von Abstimmungsproblemen mit dem Hauseigentümer nicht abgeschlossen werden. Eine Fertigstellung der Planungen und eine Ausschreibung dieses Komplexes ist jedoch in Kürze zu erwarten. Die Vergabe der Bauarbeiten kann wahrscheinlich noch 1994 erfolgen. Unter dieser Vorbedingung ist eine Fertigstellung der Verkabelung noch im Wintersemester und eine Inbetriebnahme der elektronischen Komponenten in den Semesterferien zu erwarten.

1090 Wien, Liechtensteinstraße 22

Das dort ansässige Institut für Softwaretechnik und Parallele Systeme wird demnächst einen leistungsstarken Parallelrechner erhalten. Zum Betrieb dieses Rechners ist eine ebenso leistungsfähige Netzwerkumgebung notwendig, daher wird das EDV-Zentrum an diesem Standort ein Netzwerk auf Basis einer strukturierten Verkabelung errichten. Mit den Bauarbeiten dazu wurde bereits begonnen. An diesem Institut wird es in absehbarer Zeit auch zum Einsatz von höheren Übertragungsraten kommen (beabsichtigt sind Bandbreiten von über 100 Mb/sec); eine Anbindung an das Datennetz der Universität Wien mit einer adäquaten Leitung ist daher ebenfalls geplant.

Lichtwellenleiter-Durchbruch

Die Institute in der Währinger Straße 17 und die Institute im Einzugsbereich Boltzmanngasse (Physik, Chemie und Mathematik) können sich seit einiger Zeit über eine wesentliche Neuerung freuen: Es ist nach vielen Mühen gelungen, die Glasfaserverkabelung des Universitätsdatennetzes soweit voranzutreiben, daß auch diese Standorte mit Ethernetgeschwindigkeit (10 Mb/sec) an die Services des EDV-Zentrums angeschlossen sind.

Gleichfalls "betroffen" von dieser Verbesserung sind das Neue AKH sowie die Institute im Bereich UZA1 und UZA2, die durch einen im Alten AKH (Ecke Garnisongasse/ Rotenhausgasse) errichteten Glasfaserstützpunkt ebenfalls mit einer Geschwindigkeit von 10 Mb/sec an das Datennetz angebunden werden konnten.