Gängige Dateiformate auf FTP-Servern

(Ausgabe 94/2, September 1994)

 

Wer sich auf der Suche nach neuen Schätzen durch FTP-Server wühlt, wird feststellen, daß nur wenige Dateien unmittelbar lesbar bzw. ausführbar sind (meist nur die README- oder INDEX-Dateien, welche Auskunft über den Inhalt des jeweiligen Directories geben). Der überwiegende Teil der auf FTP-Servern abgelegten Dateien ist in speziellen Formaten gespeichert. Der Benutzer muß nicht nur erkennen, um welches Dateiformat es sich jeweils handelt, sondern auch wissen, wie er die Datei in eine für ihn verwendbare Form bringt. Diese speziellen Dateiformate, von den es leider eine Unmenge gibt, erfüllen meist eine oder mehrere der folgenden Aufgaben:

Komprimierung von Dateien

Die meisten Dateien auf FTP-Servern liegen in komprimierter Form vor. Dadurch wird einerseits am Server Speicherplatz gespart, und andererseits können die Dateien wegen ihrer geringeren Größe schneller vom Server zum Benutzer übertragen werden, was die Netzwerkbelastung vermindert. Mit modernen Kompressionsverfahren lassen sich Dateien häufig auf einen Bruchteil ihrer Größe verkleinern (Faktoren von 2 bis 10 sind keine Seltenheit).

Zusammenfassen (Archivieren) von Dateien

Oft besteht ein Programmpaket aus mehreren Dateien - etwa dem Programm selbst, den dazugehörigen Laufzeitbibliotheken oder Fonts, der Dokumentation, Hinweisen zum urheberrechtlichen Status des Programmes, etc. Damit man diese Dateien nicht erst mühsam zusammensuchen muß, ist es üblich, alle zu einem Programmpaket gehörenden Dateien in einer einzigen Datei zu bündeln, die oft als Archivdatei bezeichnet wird. Bei größeren Programmsystemen besteht auch die Möglichkeit, ganze Directories mit ihren Subdirectories in eine Archivdatei zu packen - beim Extrahieren werden dann nicht nur die Dateien mit allen ihren Attributen wiederhergestellt, sondern es wird auch die entsprechende Directory-Struktur wieder aufgebaut. Viele Archivierungsprogramme komprimieren die Daten beim Zusammenfassen der Dateien, sodaß die Archivdatei manchmal deutlich kleiner ist als die Summe der einzelnen Dateien.

Kodierung von binären Dateien

Um binäre Dateien über Electronic Mail verschicken zu können, werden sie meist mit Hilfe eines geeigneten Programmes so umgewandelt, daß sie nur noch aus druckbaren ASCII-Zeichen bestehen. Dies soll verhindern, daß die Daten während des Transports durch Codekonversion oder ähnliches verändert werden. Der Empfänger kann die erhaltene Datei mit einem entsprechenden Programm wieder in die ursprüngliche Datei zurückverwandeln. Bei der Dateiübertragung mittels FTP im binären Modus treten die oben beschriebenen Probleme nicht auf; trotzdem findet man öfters derart kodierte Dateien auf FTP-Servern vor.

Digitale Abspeicherung von Bildern, Filmsequenzen oder Geräuschen

Die Speicherung von Bildern, kurzen Filmsequenzen oder Geräuschen erfordert eigene Dateiformate. Zum Anzeigen oder Abspielen solcher Daten benötigt man entsprechende Programme bzw. (im Fall von Geräuschen) ein Gerät, das über eine Audio-Hardware und Lautsprecher verfügt.

Man braucht also - außer bei selbstentpackenden Dateien - Programme zum Entpacken und Dekomprimieren von Dateien, Programme zum Anzeigen von Bildern, Programme zum Abspielen von Video- und Audiosequenzen, etc. Wer viele Dateien von FTP-Servern holt, wird gut beraten sein, sich ein ganzes Instrumentarium an solchen Utilities zusammenzutragen. Am FTP-Server der Uni Wien (FTP.UNIVIE.AC.AT) findet man die meisten der erforderlichen Programme. Manche Entpackungsprogramme liegen jedoch auf dem FTP-Server selbst nur in komprimierter Form vor. In diesem Fall muß man dann nach einer anderen Routine suchen, die entweder ungepackt oder als selbstentpackende Datei gespeichert ist. Es kommt vor, daß das Entpacken in zwei Schritten erfolgen muß: Die Datei xselection.tar.Z zum Beispiel muß erst mit "uncompress" entkomprimiert werden. Dabei entsteht die Datei xselection.tar, und aus dieser kann man nun mit dem tar-Kommando die ursprünglichen Dateien extrahieren.

Entpacken - ein Beispiel

Angenommen, man arbeitet an einem PC und hat am FTP-Server im Directory pc/dos/windows3 ein interessantes Programmpaket namens grabit21.zip (das ist ein Programm, mit dem man unter MS-Windows Snapshots von Fenstern machen kann) gefunden. Da es sich dabei um eine zip-Datei handelt, muß diese entpackt werden. Besitzt man die dazu erforderliche Software noch nicht, so muß man sich eine geeignete Routine ebenfalls vom FTP-Server holen - z.B. die Datei pkz204g.exe im Directory pc/dos/zip. Wenn man diese Dateien vom FTP-Server holt, muß man darauf achten, die Übertragung im binären Modus durchzuführen (vor der Übertragung den FTP-Befehl binary eingeben!). Nach der Übertragung findet man im Directory seines PC's die beiden neuen Dateien pkz204g.exe und grabit21.zip vor.

Zuerst muß man nun die Entkomprimierungsprogramme auspacken. Zum Glück handelt es sich bei der Datei pkz204g.exe um eine selbstentpackende Datei. Für diese benötigt man kein weiteres Hilfsmittel, sondern man kann sie - wie ein Programm - einfach mit dem Befehl pkz204g aufrufen. Die Software entpackt sich selbst, im aktuellen Directory entstehen mehrere neue Dateien. Dabei handelt es sich neben den eigentlichen Programmen (exe-Dateien) vor allem um Dokumentationen und Lizenzbestimmungen (doc-Dateien).

Eine dieser Dateien, die Datei pkunzip.exe, dient zum Entpacken von zip-Dateien. Wenn man nun die Datei grabit21.zip mit Hilfe von "pkunzip" entpackt, entstehen fünf Dateien. Außer dem Programm findet man wieder Dokumentationen und Hinweise über die Lizenzbestimmungen.

Dateiformate im Überblick

Die nachfolgende Aufzählung ist zwar unvollständig, umfaßt aber die gegenwärtig wichtigsten Dateiformate. Das Dateiformat kann man üblicherweise an der Erweiterung hinter dem letzten Punkt erkennen (z.B. xaspread.zip: Dateiformat = zip). Nach diesen Bezeichnungen ist die folgende Liste geordnet. Im Anschluß an die Beschreibung des jeweiligen Dateiformats ist angegeben, wo die zur Bearbeitung des Formats benötigten Programme am FTP-Server der Universität Wien zu finden sind. (Die meisten Dateiformate sind zwar auf einem bestimmten Rechnertyp entwickelt worden, jedoch können die Dateien häufig auch auf anderen Rechnern entpackt werden. Daher sind im folgenden oft Programme für verschiedene Plattformen angeführt.) Die Angaben stammen vom Juli 1994, sind jedoch aufgrund neuer Programmversionen bzw. aufgrund von Änderungen in der Directory-Struktur jener FTP-Server, von denen wir diese Daten beziehen, wahrscheinlich schon in Kürze nicht mehr ganz richtig.

.?q?

Die beiden Fragezeichen bedeuten, daß bei diesem Dateityp der erste und dritte Buchstabe der Extension beliebig sind. Der mittlere Buchstabe ist ein q. Zum Dekomprimieren dieser sogenannten "sqeezed files" am PC muß man das Programm "NUSQ" verwenden.

  • MS-DOS: pc/dos/starter/nusq110.com

.arc

Das Dateiformat arc findet man primär auf PCs. Es ermöglicht das Archivieren und Komprimieren von Dateien. Das Packen und Entpacken erfolgt mit "pkpak" und "pkunpak".

  • Mac: mac/info-mac/util/arcmac-13c.hqx
  • MS-DOS: pc/fileutil/pk361.exe
  • OS/2: os2/hobbes/all/archiver/arc521_2.zip
  • Unix: systems/unix/fileutil/arc521.tar.Z
  • VAX/VMS: packages/compression/vax-vms/arc.exe

.bmp

Dieses Format wird hauptsächlich im Zusammenhang mit MS-Windows oder dem OS/2 Presentation Manager zur Speicherung von Rasterbildern verwendet. Meist liegen Bilder für Bildschirmhintergrund, Bildschirmschoner und ähnliches als bmp-Dateien vor. Man kann derartige Dateien mit einem der folgenden Programme anzeigen:

  • MS-DOS: pc/dos/windows3/lview31.zip
  • OS/2: os2/hobbes/all/graphics/showbmp.zip
  • Unix: packages/x11/R5contrib/xv-3.01.tar.gz

.cpt

ist auf Macintosh-Rechnern üblich. Das dazugehörige Programm "CompactPro" bietet diverse Funktionen zur Archivierung und Kompression von Dateien.

  • Mac: mac/info-mac/cmp/compact-pro-134.hqx
  • PowerMac: mac/info-mac/cmp/compact-pro-135-ppc.hqx
  • MS-DOS: systems/win3/cica/util/ext-pc.zip
  • Unix: mac/info-mac/cmp/macutil-20bl.shar

.exe

Die Extension exe bezeichnet Dateien, die auf einem PC ausführbar sind: Mit manchen Kompressionsprogrammen ist es möglich, Dateien in einer exe-Datei komprimiert einzubetten. Der erste Teil der exe-Datei enthält das Entpackungsprogramm, danach kommen die gespeicherten Dateien in komprimierter Form. Der Vorteil dieser Methode ist, daß der Endabnehmer kein eigenes Entpackungsprogramm braucht, sondern die Datei einfach wie ein Programm aufrufen kann. Dieses Entpackungsprogramm funktioniert nicht auf anderen Plattformen.

.fli (auch .flc)

Dieses Format wird vom Programm "Autodesk Animator" verwendet, um Filmsequenzen zu speichern. Zum Abspielen kann man die folgenden Programme verwenden:

  • Mac: mac/info-mac/grf/util/fli-viewer.hqx
  • MS-DOS: pc/dos/animate/hcplay12.zip
  • OS/2: os2/hobbes/2_1/mmedia/fliflc.zip
  • Unix: packages/x11/R5contrib/xflick.tar.Z

.gif

ist ein von CompuServe entwickeltes Format zur komprimierten Speicherung von Rasterbildern. Es gibt die Versionen "gif87a" und "gif89a". Beide sind auf 256 Farben beschränkt. Die Bilder können mit Hilfe der folgenden Programme betrachtet werden:

  • Mac: mac/info-mac/grf/util/gif-watcher-212.hqx
  • MS-DOS: pc/dos/windows3/lview31.zip
  • OS/2: os2/hobbes/all/graphics/pmgif.zip
  • Unix: packages/x11/R5contrib/xv-3.01.tar.gz

.gl

Das Grasp(Graphical System for Presentation)-gl-Format dient zur Speicherung von Präsentationen mit Bildfolgen und kurzen Animationssequenzen.

  • Mac: mac/info-mac/grf/util/mac-anim-viewer-102.hqx
  • MS-DOS: pc/dos/graphics/grasp32c.zip
  • Unix: packages/x11/R5contrib/xviewgl_v1.1.tar.Z

.gz

Da viele Kompressionsverfahren urheberrechtlich geschützt sind, entwickelte das GNU-Projekt ein eigenes Kompressionsprogramm namens "gzip". Wie alle Programme des GNU-Projekts können "gzip" und das zugehörige Kompressionsverfahren frei verwendet werden. Im Einsatz ist dieses Format hauptsächlich in der Unix-Welt.

  • Mac: mac/info-mac/cmp/mac-gzip-0.2.hqx
  • MS-DOS:
    pc/fileutil/gzip124.zip
    packages/gnu/gzip-1.2.4.msdos.exe

  • OS/2: os2/hobbes/all/unix/gz124_16.zip
  • Unix: packages/gnu/gzip.1.2.4.tar

.hqx

Dieses Format ist auf Macintosh-Rechnern üblich. Damit werden MacBinary-Dateien so kodiert, daß sie, ohne Schaden zu nehmen, als Mail verschickt werden können. Die Konvertierung erfolgt mit dem Programm "BinHex", das in der Systemsoftware des Macintosh enthalten ist.

  • Mac: mac/info-mac/cmp/binhex4.bin
  • MS-DOS: pc/dos/mac/xbin23.zip
  • Unix: mac/info-mac/cmp/mcvert-215.shar.gz

.jpg

Das Format heißt eigentlich JPEG (Joint Photographic Experts Group) und ist ein besonders elaboriertes Format zur Speicherung von Rasterbildern. JPEG erreicht die derzeit besten Komprimierungsraten bei Bildern, wobei es möglich ist, zwischen zwei Modi zu wählen: Man kann verlustfrei speichern, d.h. das komprimierte Bild stimmt nach dem Entpacken vollkommen mit dem Ausgangsbild überein; oder die Speicherung erfolgt mit einer geringen Verschlechterung der Bildqualität, die jedoch zu einer drastischen Reduktion der Dateigröße führt.

  • Mac: mac/info-mac/grf/util/jpeg-view-33.hqx
  • MS-DOS: pc/dos/windows3/lview31.zip
  • OS/2: os2/hobbes/all/graphics/jpeg4_16.zip
  • Unix: packages/x11/R5contrib/xv-3.01.tar.gz

.lbr

ist ein am PC verwendetes Format zum Archivieren von Dateien. Es gibt eine ganze Gruppe von Programmen (stets mit den Anfangsbuchstaben "lu") zur Manipulation von lbr-Dateien. Die lbr-Dateien selbst sind meist nicht komprimiert - es ist hier eher üblich, die einzelnen Dateien vor dem Archivierungsvorgang zu komprimieren.

  • MS-DOS:
    pc/dos/arcutil/lu.zip
    pc/dos/arcutil/lud106.zip
    pc/dos/arcutil/lut193.zip
    pc/dos/arcutil/luu213.zip
    pc/dos/arcutil/lue220.zip
    pc/dos/arcutil/lux12.zip

.lzh (manchmal auch .lha)

Zum Erstellen und Manipulieren von Dateien dieses Formats verwendet man das Programm "LHARC", welches das Archivieren und das Komprimieren von Dateien ermöglicht. Haupteinsatzgebiet von "LHARC" sind PCs.

  • Mac: mac/info-mac/cmp/mac-lha-213.hqx
  • MS-DOS: pc/dos/lha213.exe
  • OS/2: os2/hobbes/all/archiver/lh2_222.zip
  • Unix: systems/unix/fileutil/lharc.tar.Z
  • VAX/VMS: packages/compression/vax-vms/lharc.exe

.mpg oder .mpeg

MPEG (Motion Pictures Experts Group) ist das modernste und aufwendigste Format zur digitalen Speicherung von Filmsequenzen. Die Spieldauer der vorhandenen Sequenzen liegt üblicherweise unter eine Minute. Zum Abspielen solcher Daten kann man eines der folgenden Programme verwenden:

  • Mac:
    mac/info-mac/grf/util/sparkle-202.hqx
    mac/info-mac/app/mac-mpeg-030.hqx

  • MS-DOS: pc/dos/graphics/mpegview.zip
  • OS/2: os2/hobbes/2_x/graphics/mpegplay.zip
  • Unix: packages/x11/R5contrib/mpeg_play-2.0.tar.gz

.shar

Die Shell-Archive-Dateien sind in der Unix-Welt verbreitet. Dabei werden mehrere Dateien so in ein Shell-Script verpackt, daß sie bei Ausführung des Shell-Scripts wiederhergestellt werden. Es erfolgt keine Kompression. Auf anderen Rechnern kann man diese Dateien meist mit entsprechenden Utilities auspacken. Stehen solche Routinen nicht zur Verfügung, kann man zur Not die Dateien auch händisch mit einem Editor aus der shar-Datei extrahieren.

  • Mac: mac/info-mac/util/unshar-15.hqx
  • MS-DOS: pc/dos/fileutil/unshar.zip
  • OS/2: os2/hobbes/all/unix/shar349.zip

.sit

Solche Dateien sind auf einem Macintosh mit einem Programm aus der "Stuffit"-Familie archiviert und komprimiert worden.

  • Mac: mac/info-mac/cmp/stuffit-lite-307.hqx
  • MS-DOS: pc/dos/mac/unsit30.zip
  • Unix: mac/info-mac/cmp/unsit-15-unix.shar

.tar

Der Unix-Befehl tar (Tape ARchive), mit dem diese Dateien erstellt werden, ist eine reine Archivierungsroutine. Das Entpacken von tar-Dateien ist auch auf anderen als Unix-Rechnern mit Hilfe der folgenden Utilities möglich:

  • Mac: mac/info-mac/cmp/tar-40b.hqx
  • MS-DOS: pc/dos/starter/tarread.exe
  • OS/2: os2/hobbes/all/unix/tar.zip
  • VAX/VMS: packages/compression/vax-vms/tar.exe

.tif oder .tiff

Dieses Datenformat für Rasterbilder wird von sehr vielen Anwendungsprogrammen unterstützt. Auch die meisten Scanner erzeugen tiff-Dateien. Mit "tiff" gespeicherte Bilder sind hoch komprimiert.

  • Mac: mac/info-mac/cmp/afe-tiff-translator.hqx
  • MS-DOS: pc/dos/tiff/dtiff.zip
  • Unix: packages/x11/R5contrib/xv-3.01.tar.gz

.wav

ist das im Internet gebräuchlichste Format zur Speicherung von Audio-Dateien. Zum Abspielen ist allerdings eine entsprechende Hardware-Ausstattung erforderlich. Manche Rechner (z.B. Macintosh oder einige Workstations) sind damit standardmäßig ausgerüstet; andere muß man mit Zusatzkarten und Lautsprechern nachrüsten, wenn man die Daten in guter Qualität abhören will.

.uue

Dieses Dateiformat wird dazu verwendet, eine binäre Datei als Folge von druckbaren ASCII-Zeichen darzustellen. Mit den Befehlen uuencode und uudecode können die binären Dateien kodiert bzw. dekodiert werden. Diese Art der Kodierung kommt aus der Unix-Welt.

  • Mac: mac/info-mac/cmp/uu-lite-16.hqx
  • MS-DOS: pc/dos/starter/uudecode.com
  • OS/2: os2/hobbes/all/archiver/ncdc_os2.zip
  • Unix: packages/gnu/uuencode1.0.tar.gz

.xxe

ist ein Datenformat zur Kodierung von binären Dateien, bei dem eine noch kleinere Auswahl an druckbaren Zeichen als bei "uuencode/uudecode" verwendet wird. Die entsprechenden Programme heißen "xxencode" bzw. "xxdecode". Sofern man diese nicht als ausführbare Datei auf einem FTP-Server findet, muß man das Programm selbst übersetzen, was mit einem C-Compiler jedoch nicht allzu schwierig ist.

  • MS-DOS: pc/dos/starter/xxdecode.com
  • OS/2: os2/hobbes/all/archiver/ncdc_os2.zip
  • Unix: packages/tex/tools/xxcode/xxdecode.c

.z

ist eine ältere Extension für mit GNU-Zip komprimierte Dateien. Um Verwechslungen mit .Z zu vermeiden, erzeugen neuere Versionen von GNU-Zip Dateien mit der Extension .gz (siehe .gz).

.Z

Dieses Dateiformat zeigt an, daß die Datei mit dem Programm "compress" komprimiert wurde und mit "uncompress" dekomprimiert werden kann. Dieses Programm ist eine reine Kompressionsroutine und stammt aus der Unix-Welt; man findet aber entsprechende Programme auch für die meisten anderen Rechner.

  • Mac: mac/info-mac/cmp/maccompress-32.hqx
  • MS-DOS:
    pc/dos/compress/comp430d.zip
    pc/dos/compress/comp430s.zip

  • OS/2: os2/hobbes/all/unix/compress.zip
  • Unix:
    systems/unix/fileutil/compress-4.3.tar.Z
    systems/unix/fileutil/compress4.0.2

.zip

zählt zu den am häufigsten vorkommenden Dateiformaten im PC-Bereich. Auf PCs werden diese Dateien meist mit den Programmen "pkzip" und "pkunzip" bearbeitet. pkzip kann Dateien sowohl archivieren als auch komprimieren. (Vorsicht: Seit einiger Zeit ist Version 2 von zip im Einsatz! Man kann zwar mit zip-Version 2 ältere zip-Dateien extrahieren; umgekehrt kann man aber mit älteren Versionen von zip Dateien, die mit zip-Version 2 komprimiert wurden, nicht immer entpacken.)

  • Mac: mac/info-mac/cmp/zip-it-126.hqx
  • MS-DOS:
    pc/dos/zip/pkz204g.exe
    pc/dos/zip/unzip51x.exe

  • OS/2: os2/hobbes/all/archiver/zip201.zip
  • Unix: systems/unix/fileutil/unzip401.tar.Z
  • VAX/VMS: packages/compression/vax-vms/unzip.exe

.zoo

Dieses Format ist in der PC-Welt recht verbreitet. Es kann Dateien archivieren und komprimieren. Zum Entpacken der Dateien gibt es für die meisten Rechner Routinen.

  • Mac: mac/info-mac/util/maczoo-21.hqx
  • MS-DOS: pc/dos/zoo/zoo210.exe
  • OS/2: os2/hobbes/all/archiver/zoo210e.exe
  • Unix: systems/unix/fileutil/zoo.tar.Z
  • VAX/VMS: packages/compression/vax-vms/zoo.exe