Diabelichtungs-Service

(Ausgabe 94/2, September 1994)

 

Seit 1. Juli 1994 hat jeder Universitätsangehörige die Möglichkeit, graphische Darstellungen, die auf einem PC oder einem sonstigen Rechner erzeugt wurden, in Form von Dias auszugeben, vorausgesetzt, er verfügt über Zugang zum Datennetz der Universität Wien und das Datenübertragungsprogramm FTP. Das neue Service wird im folgenden kurz vorgestellt; eine ausführliche Beschreibung finden Sie im Informationsblatt Diabelichtungs-Service am EDV-Zentrum der Universität Wien, das in der Servicestelle bzw. als PostScript-Datei am FTP-Server der Universität Wien erhältlich ist.

Nützliche Hinweise

Der am EDV-Zentrum installierte Diabelichter "Lasergraphics/Modell Personal LFR" arbeitet mit Filmen im 24x36mm-Kleinbildformat und besitzt eine Farbtiefe von 32 Bits per Pixel. Verwendet wird jedoch nur ein 24 Bit-Subset, also 16,8 Millionen Farben aus einer Palette von 4,3 Milliarden Farben. Pro Film können 35 Bilder (das erste Bild ist ein Testbild) der Formate PostScript, TARGA und HP-GL belichtet werden. Der Diabelichter wird von den Operatoren des EDV-Zentrums betrieben - von ihnen sind auch die belichteten Filme zu beziehen. Es wird stets ein ganzer Film pro Benutzer verwendet.

Namenskonventionen

Der Dateiname muß den DOS-Konventionen entsprechen und darf demnach maximal 8 Zeichen lang sein. Dateien mit anderen als den nachfolgend angeführten Erweiterungen werden ignoriert.

    PostScript: dateiname .PS
    TARGA: dateiname .TGA
    HP-GL: dateiname .HGL

PostScript

Hierbei ist zu beachten, daß die "Personal LFR" keinen PostScript Standard II versteht. Sie sollten Ihre DOS- oder Windows-Anwendung also auf einen "normalen" PostScript-Drucker einstellen; unter Windows richten Sie am besten einen Drucker ein, der als "PostScript Printer" in eine Datei umgelenkt wird. Die Kamera versteht nicht direkt PostScript und verwendet daher das Softwareprodukt "Freedom of Press" zum Übersetzen solcher Dateien. Wie bei allen PostScript-Anwendungen kann es (wenn auch selten) vorkommen, daß Applikationsprogramme PostScript-Dateien erzeugen, die von der Software des Diabelichters nicht verarbeitet werden können. Dies kann die unterschiedlichsten Ursachen haben - kontaktieren Sie in solchen Fällen bitte Peter Marksteiner (Tel.: 4065822-255) oder Herbert Stappler (Tel.: 4065822-236)! Bei mehrseitigen PostScript-Dateien wird pro Seite ein Dia erzeugt. Die Software verfügt über 35 Standard-Fonts, die im oben genannten Informationsblatt aufgelistet sind; sollten Sie andere Zeichensätze verwenden, müssen Sie diese mitschicken.

TARGA

Für optimale Ergebnisse sollten TARGA-Bilder in den Auflösungswerten 2048x1365 (2K) oder 4096x2731 (4K) angeliefert werden. Falls Ihre TARGA-Bilder nicht in diesen Auflösungswerten liegen, werden sie proportional der Diagröße angepaßt. Es kommt also zu keiner Verzerrung in x- oder y-Richtung; durch die Vergrößerung der einzelnen Bildpunkte wird die Darstellung allerdings grobkörniger. Bei TARGA-Bildern, die stark vom Seitenverhältnis 3:2 abweichen, kann es zu Problemen bei der Belichtung kommen. Die maximale Geräteauflösung von 4096x2731 darf nicht überschritten werden.

HP-GL

Im HP-GL-Modus verhält sich die "Personal LFR" wie ein HP 7475A-Plotter. Die eingestellte Standardauflösung beträgt hierbei 4096x2732 (4K).

Vom Bildschirm auf den Diafilm

Nach der Erstellung der Graphik-Dateien auf Ihrem Rechner können Sie diese auf den Dia-Server des EDV-Zentrums übertragen. Sie benötigen dazu pro Film eine User-ID und ein Paßwort; beides erhalten Sie mit dem Gutschein für einen Film im Rahmen des Diaservice, den Sie um öS 100,- in der Servicestelle des EDV-Zentrums erwerben können. (In dieser Gebühr sind auch die Kosten für den Diafilm enthalten, der Ihnen nach der Belichtung vom Operating ausgehändigt wird.) Sobald Sie über eine User-ID verfügen, gehen Sie wie folgt vor:

  1. Starten Sie FTP mit dem Befehl ftp dia.univie.ac.at

  2. Geben Sie Ihre User-ID und Ihr Paßwort an.

  3. Stellen Sie mit dem zutreffenden der beiden folgenden Befehle den Übertragungsmodus von FTP ein:
      binary (bei TARGA- und PostScript-Dateien)
      ascii (bei HP-GL-Dateien)

  4. Übertragen Sie Ihre Dateien mit put oder mput auf Ihre User-ID am Dia-Server. Wollen Sie eine Datei mehrmals belichten, so müssen Sie sie auch mehrmals übertragen. (Bei Verwendung von identischen Dateinamen wird die bereits vorhandene Datei überschrieben!) Bitte beachten Sie, daß Sie eine Maximalanzahl von 35 Dias nicht überschreiten dürfen.

  5. Wenn Sie nun Ihre Dias belichten wollen, müssen Sie noch eine Steuerdatei mit dem Namen "begin" erstellen und übertragen (Achtung: Danach verliert Ihre User-ID ihre Gültigkeit!): put begin

    Diese Steuerdatei, die jeden beliebigen Inhalt haben kann (wesentlich ist nur der Dateiname), startet den Belichtungsprozeß. Erst wenn Sie die Datei "begin" auf den Dia-Server übertragen haben, werden Ihre Dias abgearbeitet. Sie haben dadurch die Möglichkeit, Graphik-Dateien für einen ganzen Film auf dem Dia-Server zu sammeln und zum gewünschten Zeitpunkt den Belichtungsvorgang in Gang zu setzen.

  6. Wollen Sie den Übertragungsprozeß beenden, dann steigen Sie jetzt mit quit aus. Haben Sie die Datei "begin" noch nicht übertragen, können Sie zu jedem beliebigen Zeitpunkt wieder mit Ihrer aktuellen User-ID weitere Graphik-Dateien hinzufügen.

Nachdem Sie Ihre Dateien zur Belichtung freigegeben haben, müssen Sie mit einer Bearbeitungsfrist von etwa einem Werktag rechnen. Dann können Sie Ihren Film beim Operating gegen den Gutschein eintauschen. Ihre User-ID verliert somit ihre Gültigkeit - für einen weiteren Diafilm benötigen Sie einen neuen Gutschein. Der Film, den Sie von uns erhalten (mitgebrachte Filme können nicht verwendet werden!), ist zwar belichtet, aber noch nicht entwickelt. Wir benutzen handelsübliche Diafilme, die Sie in jedem Fotogeschäft oder Supermarkt als normale Dia-Kleinbildfilme entwickeln lassen können.