Mehr Bandbreite & neue IP-Adressen
für die Universität Wien

von Ulrich Kiermayr (Ausgabe 09/2, Oktober 2009)

 

Im Internet werden immer mehr Daten übertragen. Dieser ständig steigende Bedarf erfordert auch entsprechende Ausbauten am Datennetz der Universität Wien. Zum einen wurde bereits mit Beginn des Jahres 2009 der Internetanschluss der Universität Wien auf 400 MBit aufgestockt.

Datenaustausch zwischen den Universitäten (in Österreich und europaweit zu allen Institutionen, die an GÉANT angeschlossen sind) kann darüber hinaus bis zur maximalen physikalischen Bandbreite genutzt werden. Um auch hier genügend Reserven für neue Projekte (wie z. B. den Vienna Scientific Cluster) zu haben, wurden sowohl die zentralen Verbindungen innerhalb der Universität, als auch der physische Anschluss an das ACOnet auf 10 Gigabit/s ausgebaut. Damit ist heute die Bandbreite kein Flaschenhals für den wissenschaftlichen Datenaustausch mehr.

Es werden aber nicht nur die bestehenden Systeme immer bandbreitenhungriger, auch die Zahl der Rechner im Universitäts­netz steigt unaufhaltsam. Daher wird auch der wohlbekannte Netzwerk­bereich 131.130.0.0/16 immer knapper. Zwar sollte IPv6 hier nachhaltig Abhilfe schaffen – die Universität Wien ist auch hier Vorreiter im Bereich der Einführung. Doch bis das ganze Internet umgestellt ist, wird noch ein wenig Zeit vergehen. Aus diesem Grund hat sich der ZID um eine Auf­stockung der IP-Adressen bemüht.

Ende August schliesslich wurde der Uni­versität Wien vom RIPE NCC 77.80.0.0/17 als zusätzlicher Adressbereich zugewiesen. Nachdem IP-Adressen an vielen Stellen (Firewalls, Access-Listen etc.) als Unter­scheidungskriterium dienen, ob ein Rech­ner zur Universität Wien gehört, sind einige Anpassungen an diesen Filtern erforderlich. Nachdem geplant ist, die neuen Adressen mit Beginn 2010 produktiv einzusetzen, ersuchen wir alle Betreiber von Firewalls und ähnlichem, die Regeln bis dorthin entsprechend anzupassen. Bei Sys­temen, die vom ZID betrieben werden (z. B. Institutsfirewall), geschieht dies auto­matisch.