Elektronisches Schließsystem
Standorterweiterung & Softwareupgrade

von Christoph Muhr (Ausgabe 09/2, Oktober 2009)

 

Nur ein iButton statt vieler Schlüssel: An der Universität Wien sind bereits 211 Türen in das EZKS eingebunden.

Ende 2007 wurde mit der Inbetriebnahme der Außenbereichs- und Hoftüren am Gebäudekomplex Boltzmanngasse/Strudl­hofgasse/Währinger Straße ein wesentlicher Schritt zur Einführung des universitätsweit eingesetzten elektronischen Zutrittskontroll­systems, kurz EZKS, an der Universität Wien gesetzt (siehe Artikel Bitte identifizieren Sie sich! Einführung eines elektronischen Schließsystems an der Universität Wien in comment 08/1, http://comment.univie.ac.at/08-1/12/).

Dieses von den beiden DLEs Raum- und Ressourcen­ma­nage­ment und Zentraler In­for­matikdienst gemeinsam betriebene und laufend erweiterte System wird mittlerweile an neun Standorten der Universität Wien eingesetzt und umfasst derzeit 211 Türen sowie 1197 Schlüssel, sogenannte iButtons, wobei 19 Institute daran partizipieren. Heuer wurden als Schwer­punkt die Außenbereichstüren am Standort Franz-Klein-Gasse 1 bzw. Gymnasiumstraße 50 mit EZKS-Komponenten ausgestattet. Ferner ist es gelungen, am Standort Boltzmanngasse 5 im Zuge einer Liftsanierung in Zusammenarbeit mit der Bundesimmobilien­gesellschaft (BIG) die Aufzugssteuerung des Lifts für die Zentralbibliothek Physik mit EZKS-Komponenten zu erweitern. Dieses Projekt befindet sich derzeit in der Umsetzung.

Im April 2009 wurde ein Update der Software auf die neueste Version 8.0.1.61 durchgeführt. Hierbei wurde auch der Server auf einen Windows 2003 Server umgestellt, wodurch neben einigen Neuerungen im administrativen Bereich nun auch die Nutzung des Salto Client von PCs mit installiertem Windows Vista-Betriebssystem aus möglich wird.

Im Zuge der Neubauprojekte Sensengasse 3a (Haus für Sprach- und Bildungswissenschaften) und Währinger Straße 29-31 (Fakul­tät für Informatik/Institut für Publizistik) wurde bereits in der Planungs­phase die Implementierung von EZKS-Komponenten berücksichtigt. Außenbereichstüren, ausgewählte Gangbereichs­türen, wo eine Verkehrs­fluss­steuerung benötigt wird, sowie zentrale Technikräume werden hier entsprechend eingebunden. Generell wird versucht, bei der Planung von Neubauprojekten den Einsatz des EZKS zu berücksichtigen. Bei bestehenden Gebäuden ist derzeit ein flächendeckender Ausbau aus budgetären Gründen nicht möglich, dies kann z. B. über Investitionsanträge betroffener Organisationseinheiten realisiert werden.

Fragen zum universitätsweit eingesetzten elektronischen Zutritts­kontroll­system können gerne über die Service-E-Mail-Adresse Öffnet ein Fenster zum Versenden einer E-Mailezks.rrm@univie.ac.at gestellt werden.

Wie können Schließsystem-Komponenten sinnvoll eingesetzt werden?

 

Realisierung von Öffnungszeiten

Gebäudeöffnungszeiten können verlässlich mittels EZKS-Komponenten realisiert werden. Eine An­passung der Öffnungszeiten kann jederzeit erfolgen. Auch können z. B. Verkehrsströme in den Gang­bereichen von Instituten entsprechend der Sprechstunden oder Öffnungszeiten der Sekretariate gesteuert werden.

Geregelter Zutritt zu sensiblen Bereichen

Sicherheitstechnische Forderungen bei sensiblen Bereichen wie z. B. Laboren oder Speziallagern etc. können mittels EZKS-Komponenten leicht erfüllt werden.

Schlüsselverlust

Bei Verlust eines iButtons kann sofort nach Bekanntwerden das Identifizierungsmedium systemweit gesperrt werden. Auch nicht retournierte Schlüssel bereiten in diesem System keine Probleme mehr.

Leichte und flexible Zutrittsverwaltung

Durch die einfache Schlüssel- und Berechtigungs­vergabe ist das System in der Lage, verschiedenste Zutrittsszenarien zu implementieren. So können z. B. zeitlich beschränkte Zutritte vergeben, Berechtigungen können jederzeit erweitert oder abgeändert werden.

Vermeidung überladener Schlüsselbunde

Durch die Ausstattung lokaler Betriebsräume mit EZKS-Komponenten kann die Anzahl benötigter Schlüssel, z. B. für gebäudeübergreifend eingesetzte MitarbeiterInnen, erheblich minimiert werden.