u:book
Die dritte Runde und vierte Runde

von Bibiane Blauensteiner & Christian Marzluf (Ausgabe 09/2, Oktober 2009)

 

Bereits zum dritten Mal hieß es im letzten Sommersemester vom 23. Februar bis 22. März 2009 an österreichischen Univer­sitäten und Fach­hochschulen wieder: u:book – Studium und Wissenschaft on (lap)top.

Vier Wochen lang hatten Studierende und Universitäts­angehörige im Rahmen der vom Zentralen Informatikdienst der Universität Wien initiierten und organisierten u:book-Aktion die Möglichkeit, hochwertige Notebooks für Studium und Arbeit besonders günstig zu erwerben.

Mit vier neuen Universitäten und fünf Fachhochschulen ist die Anzahl der teilnehmenden Einrichtungen weiter gewachsen – bereits 75% der österreichischen Studierenden haben mittlerweile Zugang zu u:books. Bedingt durch ihre im Vergleich zu anderen Teilnehmern eher geringe Größe wirken sich die Neuzugänge kaum auf die Verkaufszahlen aus. Es war jedoch schön zu sehen, dass durch die inzwischen gut ausgebaute Organisation und den bewährten Ablauf die Aktion sehr gut erweiterbar und lokal umsetzbar ist. Und u:book wächst weiter. Im Winter­semester 2009 heißen wir mit der Karl-Franzens-Uni­versität Graz die zweitgrößte Univer­sität Österreichs sowie das MCI Management Center Innsbruck und die Fach­hochschule Kärnten als neue Teil­neh­mer willkommen.

Das Interesse und der Bedarf an der angebotenen Hardware sind offensichtlich nach wie vor groß, was sich konkret an den Verkaufszahlen von über 2400 Notebooks im letzten Verkaufsfenster (Sommersemester 2009) zeigt. Insgesamt gibt es somit inzwischen 6576 u:book-BesitzerInnen.

Immer wieder besonders erfreulich ist der gute Ruf der Aktion unter Studie­renden und speziell auch das aktive Interesse und die Beteiligung, zum Bei­spiel durch Beiträge und Diskussionen im u:book-Forum oder bei den u:book-Infotagen. Das motiviert eine Fortsetzung der Aktion und ein Festhalten an den grundlegenden Zielsetzungen.

Zielsetzungen von u:book

  • u:books sollen für die Studierenden mehr bieten als nur Hardware. Sie stellen mit den im Rahmen der Aktion und von den Universitäten und Schulen angebotenen Services optimal auf das Studium ausgerichtete Arbeitsgeräte dar.
  • Speziell die Mobilität der Studierenden soll unterstützt werden, bei gleichzeitiger Verbundenheit mit ihrer Universität auch während Auslandsaufenthalten. Daher ist die umfangreiche internationale Garantie, die mit jedem u:book erworben wird, Kernbestandteil des Angebots.
  • Die Qualität der Geräte auf Business-Niveau garantiert langfristig die Nutzbarkeit des u:books und die Freude daran – idealerweise ein Studium lang.

Die Aktion u:book ist daher nur bedingt vergleichbar mit kommerziellen Verkaufsaktionen: Sie lebt von ihrer Ausrichtung als Service von den Universitäten für ihre Studierenden, MitarbeiterInnen und Organisations­einheiten.

 

Rahmenbedingungen

Am Ablauf der Aktion hat sich für u:book-KäuferInnen auch im kommenden Verkaufsfenster nichts geändert:

  • Während des Verkaufsfensters stehen Studierenden und MitarbeiterInnen der teilnehmenden Einrichtungen die Onlineshops der u:book-Partner offen. Private Käufe sind dabei auf ein Gerät pro Verkaufsfenster beschränkt. Dienstliche Bestellungen laufen direkt über die Händler und sind nicht beschränkt.
  • Während mehrtägiger Informationsveranstaltungen (u:book-Infostände), die zu Semesterbeginn österreichweit stattfinden, können die angebotenen Modelle besichtigt und getestet werden. MitarbeiterInnen des ZID, der Hersteller und Händler beantworten Fragen und beraten bei der Wahl des passenden Notebooks.
  • Ganzjährig steht der zentrale Support des ZID der Universität Wien als erste Anlaufstelle bei Fragen und Problemen zu u:book zur Verfügung. Eine schnelle und häufig genutzte Möglichkeit bietet dazu das u:book-Forum (Öffnet einen externen Link in einem neuen Fensterhttp://forum.ubook.at), in dem unter anderem die SpezialistInnen der Herstellerfirmen der u:book-Community mit Antworten, Tipps und Informationen zur Seite stehen.

    Zusätzlich bieten die teilnehmenden Institutionen lokalen Support und Hilfe bei Fragen zu ortsspezifischen Services. Informationen dazu sind ebenfalls auf der u:book-Webseite unter Öffnet einen externen Link in einem neuen Fensterwww.ubook.at/ubook-an-ihrer-uni zu finden.
  • Garantiefälle werden direkt von den Herstellern im Rahmen der (meist dreijährigen) Vor-Ort-Garantie behandelt.

Teilnehmende Universitäten & Fachhochschulen

  • Akademie der bildenden Künste Wien
  • Johannes Kepler Universität Linz
  • Neu: Karl-Franzens-Universität Graz
  • Neu: MCI Management Center Innsbruck
  • Medizinische Universität Graz
  • Medizinische Universität Innsbruck
  • Medizinische Universität Wien
  • Montanuniversität Leoben
  • Technische Universität Graz
  • Technische Universität Wien
  • Universität für Angewandte Kunst Wien
  • Universität für Bodenkultur Wien
  • Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung Linz
  • Universität für Musik und darstellende Kunst Wien
  •  Universität Innsbruck
  • Universität Wien
  • Veterinärmedizinische Universität Wien
  • Fachhochschule Campus Wien
  • Fachhochschule Joanneum Gesellschaft mbH
  • Neu: Fachhochschule Kärnten
  • Fachhochschule Salzburg GmbH
  • Fachhochschule OÖ StudienbetriebsGmbH
  • Fachhochschule St. Pölten

(neu im Sommersemester 2009)

 

Zwei erwähnenswerte Problemsituationen sind im Sommer­semester bei den Lieferungen der u:books aufgetreten. Weltweit gab es einen Engpass an LED-Displays für das Lenovo ThinkPad T400, was zu Lieferverzögerungen und unsicheren Lieferterminangaben führte. Es konnten alle Aufträge erfüllt werden, die letzten allerdings erst Ende April/Anfang Mai 2009.

Das Lenovo ThinkPad SL500 wurde in einer vom Produkt­katalog abweichenden Konfiguration geliefert, und zwar mit spiegelndem Display statt Anti-Glare-Bildschirm bzw. dem Betriebssystem Windows Vista Home Premium statt Windows Vista Business. Den Kund(inn)en wurden Bild­schirm­filter, Alter­nativen oder ein Rücktritt vom Kaufvertrag angeboten.

Eine Panne gab es im Onlineshop des HP-Händlers ACP, der am verkaufskritischen letzten Tag ungewollt vorzeitig geschlossen wurde. In diesem Fall bewährte sich die flexi­ble u:book-Organisation: der Verkauf wurde um einen Tag verlängert und es kann davon ausgegangen werden, dass alle potentiellen HP-KäuferInnen die Gelegenheit hatten, den Kauf noch abzuschließen. Auch spät entschlossene Lenovo- und Apple-KäuferInnen wurden an diesem Tag nicht abgewiesen. Technische Probleme wie bei den HP-Notebooks im letzten Verkaufsfenster (Verschlussproblema­tik) sind uns dieses Mal keine bekannt geworden.

Intern wird kontinuierlich an Verbesserungen und Opti­mierungen sowohl der Organisation als auch des Angebotes gearbeitet. So laufen bereits wieder Verhandlungen in Hin­blick auf mögliche zusätzliche Hardwareangebote.

Auch erfolgt ab dem Verkaufsfenster im Wintersemester 2009 die Verteilung der freien u:book-Software nicht mehr auf CD/DVD, sondern über einen vom ZID der Universität Wien betriebenen Softwareserver (Öffnet einen externen Link in einem neuen Fensterhttps://software.ubook.at/).

u:book – die Modelle

Die Auswahl der angebotenen Note­books, die an eine umfangreiche Evaluation der ETH Zürich gekoppelt ist, hat sich nicht grundlegend geändert. Weiterhin stehen Business­modelle der Hersteller Apple, HP und Lenovo zur Auswahl, sowie Net­books von HP und Lenovo und passendes Zubehör.

Typenklassen der u:books

  • mini: Sehr leichte, ultramobile Note­books mit langen Akku­lauf­zeiten.
  • midi: Standard-Notebooks („Of­fice-PC“) für BenutzerInnen oh­ne spezielle Anforderungen im gra­­fischen Bereich. Ein guter Kompro­miss zwischen Leistungs­stärke und Mobilität.
  • maxi: Notebooks für gehobene Ansprüche (z. B. als „Scientific Workplace“ für Natur­wissen­schaftlerInnen) – hohe Rechenleistung, bessere Grafikkarte, größeres Display, höhere Bildschirmauflösung.
  • budget: Jeweils ein bis zwei Modelle im Preisbereich 600 EUR bis 700 EUR.

Im Apple-Shop war es möglich, MacBooks völlig individuell zu konfigurieren (fünf empfohlenen Konfigurationen von MacBooks und MacBooks Pro).

Die Preisspanne lag bei verbesserter Hardware­ausstattung weiterhin auf dem Niveau des letzten Verkaufsfenster – im Bereich vom Budgetmodell ab 649 EUR bis zu den High-End-Geräten um ca. 1.800 EUR (wobei die Konfigurationen zum Teil um die Hälfte des Listenpreises angeboten werden!) Die nächste Evaluation findet im Sommer 2010 statt. Bis dahin werden die Herstellerfirmen dieselben bleiben, größere Hardware-Neuerungen sind ebenfalls erst im Frühjahr 2010 zu erwarten.

Verkaufsanteile u:book-Aktion Sommersemester 2009

Betriebssystem

Sehr gerne wird von Studierenden die Möglichkeit gewählt, die Notebooks ohne Betriebssystem und damit besonders günstig zu erwerben.
Seit dem Verkaufsfenster Sommersemester 2009 hat Mac OS X bei den Betriebssystemen die Führung übernommen, ein Drittel der u:books wird allerdings weiterhin mit Linux-Distributionen betrieben bzw. ohne OS gekauft. Systeme mit vorinstalliertem Windows machen inzwischen nur noch 27% der Verkäufe aus.


Anteil der Verkäufe – Einrichtung

Nach wie vor machen Angehörige der Universität Wien die zahlenmäßig größte KäuferInnengruppe mit ca. 33% sowohl der u:book-Verkäufe als auch der Studierendenzahlen aus. Stark überdurchschnittlich ist weiterhin die Nachfrage an den Technischen Universitäten.

Anteil der Verkäufe – Hersteller

Was die Verkäufe der unterschiedlichen Notebook-Typen betrifft, sind speziell die Veränderungen seit den letzten Verkaufsfenstern interessant. Insgesamt entfielen 38% der Verkäufe auf Apple, womit Apple diesmal sowohl den stärksten Zuwachs, als auch erstmals den absolut größten Verkaufsanteil der drei Anbieter aufweist.
HP musste den stärksten Verkaufsrückgang hinnehmen und hat nun mit Lenovo den Platz der Verkaufszahlen getauscht. Dieser Abfall lässt sich vor allem auf die Qualitäts­beanstandungen im letzten Verkaufsfenster zurückführen.

 

Anteil der Verkäufe – Typenklasse

Die stärksten Zuwächse liegen allgemein im Bereich der Budget- und Netbook-Sparte. So sind die Verkäufe des HP Budget-Modells 6735b seit Herbst 2008 um 75% gestiegen. Die Netbooks, als die einzigen Angebote auf wirklich niedrigem Preisniveau im Rahmen der Aktion (ca. 350 Euro), die zuletzt noch in geringem Maße nachgefragt waren, machen nun einen nicht zu vernachlässigenden Anteil der Verkäufe aus.
Prinzipiell ist diese Entwicklung bei den Budget-Notebooks problematisch einzuschätzen, da sie den eigentlichen Zielsetzungen der u:book Aktion zuwiderläuft. Die Situation und Motivation der Studierenden muss jedoch berücksichtigt werden, was in Zukunft weiterhin mit dementsprechenden Angeboten der Fall sein wird.

 

Software

Überraschend gut angenommen wurden die erstmals im Rahmen von u:book angebotenen Office-Pakete von Microsoft zu nochmals gesenkten Preisen gegenüber dem Studierendenprogramm ‚fit for the future‘. Ebenfalls deutlich positiv war die Reaktion auf das vergünstigte Angebot der Virtualisierungssoftware Parallels unter Mac OS X.