Neues vom E-Learning

von Peter Marksteiner (Ausgabe 09/1, April 2009)

 

Abschied von Blackboard …

Lange wurde sie angekündigt, und nun wurde sie auch durchgeführt: Die Abschaltung von Blackboard Vista erfolgte wie geplant mit dem Auslaufen des Vertrages mit Blackboard, also am Samstag, dem 28. Februar um Mitternacht. Der Lizenzschlüssel, ohne den Blackboard nicht funktioniert, läuft erst nach einer vierzehntägigen „Gnadenfrist“ ab. Nach einigen Hilferufen von Benutzer/-innen, die noch dabei waren, ihre Daten zu retten, wurde beschlossen, diese Frist zu nutzen: Sonntag am Abend wurde die Plattform wieder in Betrieb genommen. Am 14. März kurz nach Mitternacht war auch die Nachfrist zu Ende – Blackboard Vista hörte auf zu funktionieren. Der Zeitpunkt war für uns etwas überraschend – wir hatten erwartet, dass das erst in den Abendstunden eintreten würde.

Inzwischen ist das Ende von Blackboard an der Universität Wien endgültig besiegelt: Abgesehen davon, dass uns ein Weiterbetreiben mangels Lizenzschlüssels technisch gar nicht möglich ist, hat die Universität Wien Blackboard gegenüber – so wie im Lizenzvertrag von 2004 gefordert – eine Erklärung unterzeichnet, dass Blackboard nicht mehr im Einsatz ist und die Software von allen Servern entfernt wurde.

Sämtliche Inhalte aus Blackboard sind aber nach wie vor vorhanden, auch wenn sie ohne die Software unmittelbar nicht verwendbar sind. Sollten Sie noch Inhalte haben, die noch nicht auf Fronter oder Moodle migriert sind und die Sie nachträglich „retten“ wollen, wenden Sie sich bitte an das Supportbüro Neue Medien (Öffnet einen externen Link in einem neuen Fensterwww.univie.ac.at/ZID/elearning/#support).

… und Neues von Fronter

Seit der Inbetriebnahme im September 2008 wurde intensiv an der Weiterentwicklung von Fronter gearbeitet: Fronter hat sich stets sehr kooperativ gezeigt und große personelle Ressourcen investiert, um die Anforderungen der Universität Wien umzusetzen. Zahlreiche Bugs und Fehler wurden behoben und etliche neue Funktionen implementiert:

  • Die Sprachauswahl, die wegen Inkompatibilitäten mit dem Single Sign-On1) nicht funktioniert hat, steht nun zur Verfügung: Wer will, kann Fronter auf Russisch, Arabisch, Urdu, Samisch oder 20 weiteren Sprachen verwenden.
  • Die zeitweilig aufgetretenen Probleme mit dem Chat wurden behoben.
  • Die Leistungsübersicht im Aufgabenwerkzeug wurde erweitert, sodass die Aufgaben nunmehr mit Standard-Noten (1-5) bewertet werden und eine Gesamtnote gebildet wird, die exportiert werden kann. Ein flexibles, frei konfigurierbares Benotungsschema steht noch aus, ist jedoch in Planung.
  • In den Datenimport von Blackboard wurde viel Arbeit investiert: Nachdem die Daten in Blackboard in einem proprietären, nicht mit Fronter (und auch sonst keiner Plattform) kompatiblen Format vorliegen, war von vornherein nicht zu erwarten, dass ein automatischer Import perfekt funktionieren würde. Trotzdem konnten hier beachtliche Erfolge erzielt werden. Die aus Blackboard importierten Testfragen können derzeit nur eingeschränkt verwendet werden.

Einige Punkte sind noch immer offen (z. B. das Kopieren von Räumen), an der Imple­mentierung wird gearbeitet.

Auch bei der alternativen Plattform Moodle gibt es einige Neuerungen und Ver­bes­se­rungen: Seit dem 16. Februar erfolgt das Login auf Moodle – genauso wie auf Fronter – mittels Single Sign-On (Shibboleth). Damit kann ohne neuerliche Eingabe von Username und Passwort von Moodle zu Fronter – und umgekehrt – gewechselt werden.

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1) siehe Weblogin mit Shibboleth – Neues Login-System für Web-Applikationen der Universität Wien in comment 08/3, Seite 20, http://comment.univie.ac.at.08-3/20/