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Einführung eines elektronischen Schließsystems an der Universität Wien

von Markus Ankner (Ausgabe 08/1, März 2008)

 

Anfang November 2007 wurden am Standort Boltzmanngasse 5 / Strudlhofgasse 4 / Währinger Straße 38 bzw. 42 die ersten Komponenten eines neuen standortübergreifenden, elektronischen Schließsystems durch die DLE Raum- und Ressourcenmanagement (RRM) der Universität Wien in Betrieb genommen. Alle Außeneingangstüren von Seiten Währinger Straße, Boltzmanngasse und Strudlhofgasse wurden mit so genannten "Online-Zutrittskontrollelementen" ausgestattet.

Dadurch ist tagsüber eine automatische Daueröffnung der Außeneingangstüren gewährleistet. Außerhalb der regulären Gebäudeöffnungszeiten ist ein Zutritt in den gesamten Gebäudekomplex nur durch entsprechende Identifikation mittels elektronischer Schlüssel, so genannter iButtons, möglich. Zu den Zutrittsberechtigten zählen alle am jeweiligen Standort ansässigen und berechtigten MitarbeiterInnen der Universität Wien, die über die neuen Zutrittsmodalitäten informiert und mit den entsprechenden elektronischen Schlüsseln ausgestatten werden (siehe hierzu auch Abschnitt Technische Details).

Warum ein elektronisches Schließsystem?

Die Abteilung Gebäude, Technik und Sicherheit (GTS) der DLE Raum- und Ressourcenmanagement wurde immer wieder mit dem Wunsch nach elektronischen Zutrittsregelungen für die verschiedensten Standorte der Universität Wien konfrontiert. Erste Systeme dieser Art werden bereits seit einiger Zeit als "Insellösungen" an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften im BWZ und vom Zentralen Informatikdienst im Neuen Institutsgebäude erfolgreich eingesetzt.

Aufgrund der positiven Erfahrungen und um den Verwaltungs- und Betriebsaufwand über die vielen Standorte der Universität Wien im überschaubaren Rahmen zu halten, wurde beschlossen, ein universitätsweit einheitliches Schließsystem mit möglichst großer Flexibilität im Hinblick auf Benutzerverwaltung und Vernetzung einzuführen. Ausgewählt wurde das bewährte SALTO-Schließsystem des österreichischen Sicherheitsanbieters EVVA.

Die Vorteile eines standortübergreifenden, elektronischen Schließsystems liegen dabei nicht nur in der vereinfachten Schlüssel- und Zugangsrechteverwaltung der zahlreichen Universitätsstandorte, sondern bestehen zum großen Teil in einer erhöhten Betriebssicherheit für sensible Einrichtungen der Universität.

Das universitätsweite Schließsystem wird von der Abteilung Gebäude, Technik und Sicherheit der DLE Raum- und Ressourcenmanagement in Zusammenarbeit mit dem Zentralen Informatikdienst der Universität Wien (ZID) errichtet und betreut. Der Abteilung GTS obliegt dabei die gesamte Planung des Systems, die Errichtung der Zutrittskontrollelemente sowie die Ausgabe der benötigten elektronischen Schlüssel.

Der ZID übernimmt die Vernetzung der Online-Zutrittskontrollelemente sowie die Installation und den Betrieb der Schließsystemsoftware mitsamt einer angebundenen SQL-Datenbank. Die Benutzerverwaltung wird lokal von den jeweiligen Organisationseinheiten direkt vor Ort abgewickelt.

Ausbaufähiges System

Für die Zukunft ist geplant, an einzelnen Gebäuden - wo benötigt - die Außeneingangstüren mit Komponenten des Schließsystems auszustatten. Bei Bedarf können auch einzelne Türen, z. B. von bestimmten Gängen oder zu Hörsälen, nachgerüstet werden. Der Zentrale Informatikdienst wird in den kommenden Jahren lokale LAN-Räume, die Abteilung Gebäude, Technik und Sicherheit einzelne Technikräume mit diesem System ausstatten.

Fragen zum neuen standortübergreifenden Schließsystem an der Universität Wien können über die Service-eMail-Adresse ezks.rrm@univie.ac.at gestellt werden. Für einen direkten Ansprechpartner wenden Sie sich bitte an die Abteilung Gebäude, Technik und Sicherheit der DLE Raum- und Ressourcenmanagement (http://www.univie.ac.at/Gebaeude_und_Technik/).

 

Technische Details

Bei der Wahl eines geeigneten, universitätsweiten elektronischen Schließsystems fiel die Entscheidung auf das SALTO-Multiadministrator-System der Firma EVVA, welches es ermöglicht, bereits bestehende SALTO-Anlagen an der Universität Wien zu integrieren.

Dieses Schließsystem besteht im Wesentlichen aus den folgenden Komponenten:

  • den SALTO-Zutrittskontrollelementen (z. B. Türsteuereinheiten mit dazugehörigen Wandlesern)
  • einer Schließsystemsoftware (RW-Pro Access SQL von SALTO) zur Programmierung und Verwaltung des Schließsystems sowie
  • den elektronischen Schlüsseln, den iButtons.

Die elektronischen Schlüssel dieser Anlage werden auch als Informationsträger genutzt, um Daten zwischen der Schließsystemsoftware und nicht verkabelten Zutrittskontrollelementen auszutauschen. Zur Verwaltung der verkabelten Zutrittskontrollelemente läuft die Schließsystemsoftware permanent auf einem vom ZID betreuten Server. Diese übernimmt dabei die Funktion des so genannten "Peripherie-Managers". Weiters verfügt die Schließsystemsoftware über eine "Multiadministrator-Funktionalität".

Das Hauptziel dieser Funktion ist die Möglichkeit, durch mehrere Administratoren unabhängige Teilbereiche jeweils autonom zu verwalten. Zusätzlich können Zutrittskontrollelemente auch von mehreren Teilbereichen gemeinsam genutzt werden.

Dies bedeutet in der Praxis, dass die lokale Benutzerverwaltung durch die jeweilige Organisationseinheit autonom über jeden berechtigten PC an der Universität Wien - durch Aufruf des Klienten und Zugriff auf die angebundene SQL-Datenbank - erfolgen kann.

Datenerfassung

Gemäß Betriebsvereinbarung (siehe unten Rechtliche Grundlagen) werden nur abgewiesene Zutrittsversuche vom System registriert und 14 Tage lang gespeichert. Berechtigte Zu- und Austritte werden von der Schließsystemsoftware nicht gespeichert.

Rechtliche Grundlage

Das standortübergreifende, elektronische Schließsystem der Universität Wien ist durch die "Betriebsvereinbarung der Universität Wien über die Einführung und Verwendung elektronischer Zutrittkontrollsysteme" vom 27.09.2007 mit den Betriebsräten abgestimmt und von diesen bewilligt worden. Diese Betriebsvereinbarung ist für alle MitarbeiterInnen der Universität Wien im Intranet unter der Adresse www.univie.ac.at/persabt/bv/ abrufbar.