Die Anpassung der Organisationsstruktur des ZID

von Peter Rastl (Ausgabe 08/1, März 2008)

 

Der Zentrale Informatikdienst (ZID) ist als Dienstleistungseinrichtung der Universität Wien für die Schaffung und Bereitstellung der gesamten Telekommunikations- und der zentralen IT-Infrastruktur an der Universität verantwortlich. Die Informations- und Kommunikationstechnologie ist allgemein ein Bereich mit besonders hoher Innovationsrate; die Einsatzmöglichkeiten und die Nachfrage nach Informatik-Services sind daher einer ständigen und massiven Weiterentwicklung unterworfen, die auch laufend eine Anpassung der Organisationsstruktur des ZID erforderlich macht.

Bedarfsschwerpunkte, Arbeitstechniken, Problemlösungen und Randbedingungen verändern sich in diesem Bereich in so kurzen Zeiträumen, dass immer wieder die jeweiligen organisatorischen Strukturen im ZID innerhalb weniger Jahre inadäquat werden und adaptiert werden müssen. Dies stellt an sich schon eine beträchtliche Herausforderung an die Flexibilität einer Organisation dar, und zwar sowohl für das Management - das diesen ständigen Veränderungsprozess betreiben und gestalten muss - als auch für das Personal, das mit diesen unablässigen Innovationen technisch wie psychisch Schritt halten muss.

Gegenwärtig steht dem ZID jedoch noch eine weitere gravierende Veränderung bevor: Dr. Hermann Steinringer, der langjährige Leiter der Abteilung Datennetze & Infrastruktur, wird Mitte 2008 sein Pensionsalter erreichen. Hermann Steinringer, der bereits 1974 als EDV-Organisator in das damalige Interfakultäre Rechenzentrum eingetreten ist, hat mit seiner Abteilung unter anderem das gesamte Universitätsdatennetz in sämtlichen Gebäuden der Universität Wien konzipiert, aufgebaut, betrieben und laufend erweitert. In seinem Bereich liegt auch die Verantwortung für das gesamte Telefonwesen der Universität Wien, insbesondere hat er das in den Jahren 1997 - 2002 durchgeführte Großprojekt der Erneuerung des Telefonsystems der Universität geleitet.

Die Errichtung und der Betrieb des österreichischen Wissenschaftsnetzes ACOnet gehören ebenso zum Verantwortungsbereich seiner Abteilung wie die Obsorge um die bauliche Infrastruktur des ZID, also vor allem der Maschinenräume des ZID, deren Stromversorgung und Klimatisierung. Es wäre naiv und unrealistisch, davon auszugehen, dass für die Position von Hermann Steinringer ein Nachfolger gefunden werden kann. Seine jahrzehntelange Kenntnis der Universität Wien in so vielen Belangen, sein phänomenales, alle Bereiche abdeckendes und stets aktuelles Fachwissen, seine hervorragenden, immer von einem Blick auf die Gesamtproblematik getragenen Führungsqualitäten haben ihn zu einer „Institution“ am ZID werden lassen, dessen Fußstapfen jedem Nachfolger viel zu groß wären. Aus diesem Grund wird am ZID mit seinem Ausscheiden eine Umstrukturierung dahingehend erfolgen, dass seine Abteilung Datennetze & Infrastruktur in drei kleinere Abteilungen geteilt wird, mit deren Leitung jeweils bestehende, erfahrene ZID-Mitarbeiter betraut werden:

  • Abteilung Infrastruktur
    Leiter: Markus Ankner
  • Abteilung Datennetz & Telefonie
    Leiter: Ulrich Kiermayr
  • Abteilung ACOnet & VIX
    Leiter: Christian Panigl

Durch die Vielzahl an Services ist der Bedarf an einer stärkeren Koordination der diversen Betriebs- und Projektaktivitäten innerhalb des ZID deutlich angestiegen. Das Ausscheiden von Hermann Steinringer, der als stellvertretender Leiter des ZID auch eine wesentliche Koordinationsfunktion wahrgenommen hat, verstärkt diesen Bedarf noch zusätzlich. Deshalb wurden am ZID mit Beginn dieses Jahres zwei Stabsstellen geschaffen, die diese Aufgaben abdecken werden:

  • Stabsstelle für Betriebskoordination & Benutzerbetreuung
    Leiterin: Elisabeth Vinek
  • Stabsstelle für Managementservices & Interne Verwaltung
    Leiter: Ulrich Griehsler

Eine erfolgreiche Betriebs- und Projektkoordination muss klarerweise über den Status aller vom ZID betriebenen Services laufend Bescheid wissen, um die daraus folgenden Koordinationserfordernisse wahrzunehmen. Das hat viele Synergien mit den Support-Aufgaben im Bereich der Benutzerbetreuung: Auch der ZID-Helpdesk zum Beispiel muss einen laufenden Überblick über den Status aller ZID-Services haben, um den BenutzerInnen seine Hilfestellung wirksam anbieten zu können. Deshalb wurde der neuen Stabsstelle Betriebskoordination & Benutzerbetreuung zusätzlich auch die operative Verantwortung für Querschnittsthemen wie Benutzerbetreuung und IT-Security übertragen, die ein Zusammenwirken aller Abteilungen des ZID erfordern.

Die neue Organisationsstruktur des ZID, die endgültig mit Juli 2008 wirksam wird, ist im Organigramm (siehe rechte Spalte) dargestellt.