Veni, vidi - und testete Vista!
Das neue Betriebssystem von Microsoft

von Eva Birnbacher (Ausgabe 06/2, Juni 2006)

 

Microsoft ist im Moment wieder in aller Munde, weil die AnwenderInnen noch ein Weilchen länger warten müssen, bis sie ihr Betriebssystem mit Windows Vista - das übrigens mit der Lernplattform der Universität Wien, WebCT Vista, nur den Namen gemeinsam hat - auf den neuesten Stand bringen dürfen. Eh schon erwartet, könnte man bösartigerweise sagen. Aber was entgeht uns wirklich, wenn Windows Vista erst Anfang 2007 (sofern der derzeit angekündigte Auslieferungstermin eingehalten wird) mit einer Entwicklungszeit von satten fünf Jahren unsere Computer heimsucht? Worin liegen die bahnbrechenden Neuerungen, und ist ein sofortiger Umstieg überhaupt empfehlenswert? Der nachfolgende Testbericht soll einen ersten Einblick in die neue Windows-Welt geben und damit vielleicht die eine oder andere Fragestellung beantworten.

Getestet wurde die Windows Vista Beta 2 Build 5384 (englisch) auf einem AMD Sempron 3000+ Rechner mit 1.80 GHz und 512 MB RAM. Die Installation dieses Betriebssystems läuft folgendermaßen ab: Nach Auswahl der Basisinformationen (z.B. Installation language, Keyboard language, Time and currency format) werde ich aufgefordert, mittels Klick auf Install now die Installation zu starten. Nun muss ich den Product key eingeben, die License items akzeptieren und auswählen, welche Art der Installation vorgenommen werden soll - wobei hier ohnehin nur Custom (Advanced) zur Verfügung steht - bzw. auf welchem Laufwerk das Betriebssystem installiert werden soll. Die Installation selbst (aufgrund der Datenmenge via DVD) gestaltet sich reibungslos. Dass Windows Vista vor allem auf verbesserte Sicherheitsmechanismen setzt, fällt bereits im Zuge der Programminstallation auf, denn erstmals muss ich mich schon unmittelbar nach der Installation des Betriebssystems mit Benutzername und Passwort authentifizieren. Hier wird auch gleich nachgefragt, wie ich mit verfügbaren Updates umgehen möchte (die Bandbreite liegt zwischen Never check for updates bis hin zu Install updates automatically). Dann muss ich noch die Regional and Language Options bzw. Date and Time festlegen, und anschließend kann es mittels Klick auf You're ready to start endlich losgehen. Nach einer guten halben Stunde Installieren, dem erforderlichen Neustart und der Eingabe des korrekten Passworts wird mein Warten belohnt, und Windows Vista begrüßt mich mit dem neuen Welcome Center.

Was mir als eingefleischter Windows-Benutzerin - neben der optischen Neugestaltung der Fenster - auf den ersten Blick ins Auge springt, ist die Übersichtlichkeit: Dort, wo früher mit zum Teil nichts sagenden Icons gespickte Symbolleisten zu finden waren, herrscht nunmehr Ordnung. Navigiert wird wie im Browser mit Vor- und Zurück-Pfeilen; mittels Deep Linking hat man exakt den Überblick, wo man sich gerade befindet und welche Navigationswege einem offen stehen. Ein Suchfeld - am rechten oberen Fensterrand positioniert - legt nahe, dass hier nach den gewünschten Einstellungsmöglichkeiten gesucht werden kann. Ausgehend von der Detailansicht meiner Computerspezifikation innerhalb des Welcome Center teste ich die Suche durch Eingabe des Begriffs monitor - und siehe da, bereits während des Eintippens werden aus der Masse der zur Verfügung stehenden Einstellungsmöglichkeiten innerhalb des Control Panel (das Welcome Center ist ein Teil davon) nur mehr jene angezeigt, die in Übereinstimmung mit dem gesuchten Begriff stehen. Im Nu kann ich also via Personalization unter anderem die Bildschirmauflösung bzw. das Farbmanagement meines Monitors kontrollieren. Alles in allem: Information in kleinen, übersichtlichen Portionen mit intuitiver Bedienbarkeit - und kommt man damit nicht zu Rande, bleibt immer noch die Suchfunktion.

Herzlich willkommen

Aber zurück zum Welcome Center, das sich quasi als Einstiegsportal präsentiert (siehe Abb. 1). Es ermöglicht einen raschen Überblick über die Computerspezifikation, und daneben lassen sich hier bereits die wichtigsten Basisaufgaben durchführen: das Hinzufügen von Hardwarekomponenten, die Vista während des Installationsvorganges nicht automatisch erkannt bzw. installiert hat, das Hinzufügen oder Entfernen von Druckern und last but not least die persönlichen Windows-Einstellungen wie Bildschirmhintergrund und -auflösung, Bildschirmschoner usw. Hinter dem Punkt Windows Basics versteckt sich eine Art Leitfaden für PC-Neulinge, die mit dieser Anleitung ihre ersten Windows-Schritte machen sollen. Über das integrierte Hilfesystem wird der Anwender Schritt für Schritt in die Welt der Computer und Peripheriegeräte bzw. in die Windows-Welt eingeführt. Diesen Ansatz gab es auch schon unter Windows XP, allerdings an nicht so prominenter Stelle und bei weitem nicht so ausführlich. Klickt man auf den Eintrag Show all 12 items, wird der Inhalt des Welcome Center um acht mehr oder weniger nützliche Tools erweitert. Neben einem Programm mit der Bezeichnung Windows Easy Transfer (das laut Beschreibung dem guten alten Migration Wizard entspricht, mit dem sich Daten und Einstellungen des "alten" PCs auf den neuen übertragen lassen) gibt es hier noch die Möglichkeit, über Add new users neue Benutzerkonten anzulegen, den PC mit dem Internet zu verbinden, zum Control Panel zu wechseln oder sich über die Windows-Neuigkeiten zu informieren und die installierte Version auch gleich zu registrieren. Und weil's so wichtig ist, kann man hier auch seinen Windows Media Player konfigurieren.

Abb. 1: Windows Vista - Welcome Center

 

Beim Versuch, neue Benutzerkonten anzulegen, fällt mir so nebenbei auf, dass Windows Vista hierfür meine Erlaubnis einholt (siehe Abb. 2). Dezent werde ich mittels Warnmeldung darauf hingewiesen, dass die User Account Control (UAC) dafür verantwortlich ist, und falls ich diejenige war, die das Programm gestartet hat, soll ich auf den Continue-Button klicken. Im Gegensatz zu vorherigen Beta-Versionen werde ich nicht mehr durch Meldungen verunsichert, die mir eine Entscheidung abverlangen, ob ich dem Programmcode vertraue oder nicht. Scheinbar hat auch Microsoft mittlerweile eingesehen oder einsehen müssen, dass es für "unbedarfte" Windows-AnwenderInnen keineswegs einfach ist, solche Entscheidungen zu treffen. Nach einem kurzen In-mich-Hineinhorchen komme ich zu dem Ergebnis, dass ich die Anwendung tatsächlich gerade eben starten wollte, und klicke daher ohne weiteres Zögern auf Continue. Gespanntes Warten - dürfte funktioniert haben, das Programm startet ohne Probleme.

Abb. 2: Windows Vista - Warnung bei Aufruf eines Programms

Wie bereits ihre Vorgänger konfrontiert mich auch diese Beta-Version im Laufe der weiteren Tests noch unzählige Male mit diesem "Bitte um Erlaubnis"-Spiel. Was ich anfangs noch mit einem gewissen Wohlwollen sehe (schließlich ist man ja doch ein wenig um die Sicherheit seines PCs besorgt), mutiert spätestens nach dem zehnten Mal zum Ärgernis, dann nämlich, wenn das wiederholte Ausführen desselben Programms jedes Mal bestätigt werden muss. Die vielzitierte Banner-Blindness mutiert hier zur Continue-Blindness: Vor lauter Frust liest man die Meldung gar nicht mehr und denkt auch nicht mehr darüber nach, ob man das Programm wirklich selbst gestartet hat. Ein wenig mehr Merkfähigkeit wäre hier angebracht: Einmal bestätigen und die Aktion mit Programmbezeichnung in eine Liste speichern (somit ist sie wieder abrufbar bzw. nachträglich kontrollier- und editierbar, denn nicht immer bestätigt man solche Abfragen bei vollem Bewusstsein) - mehr verlange ich gar nicht.

Beim verzweifelten Versuch, diesem Treiben Einhalt zu gebieten, stoße ich schließlich auf die Option Change Security Settings innerhalb der User Accounts. Allerdings bietet sich hier nur die Möglichkeit, dieses Sicherheitsfeature entweder zu verwenden oder nicht. Deaktiviere ich die Option, indem ich das Häkchen wegklicke, muss ich einen Neustart durchführen und kann nun ohne Warnmeldungen arbeiten. Ob es jedoch wirklich schlau ist, dieses Feature generell zu deaktivieren, ist fraglich. Microsoft empfiehlt jedenfalls die Verwendung, und standardmäßig ist die Option auch aktiviert.

Der nächste Test mit dem Welcome Center, das Anlegen von zusätzlichen Benutzerkonten, funktioniert bereits beim ersten Anlauf reibungslos. Ein Klick auf die Option Add new users, Name eingeben und Standarduser-Rechte bzw. Administrator-Rechte zuordnen - schon fügt sich der neue User in die Reihe der Benutzerkonten ein. Neben den schon unter Windows XP vorhandenen Optionen wie Change Name, Create a password, Change the picture sowie Delete the account stoße ich auf eine interessante Neuerung: Parental Controls.

Kindersicher

Hinter der Bezeichnung Parental Controls verbirgt sich die Möglichkeit, für jedes Benutzerkonto sehr detaillierte Einschränkungen zu treffen (siehe Abb. 3) - sinnvollerweise allerdings nur mit Administrator-Rechten. Zum einen geht es nach Zeit, indem man ganze Tage oder aber auch nur einzelne Stunden definiert, in denen der PC, bestimmte Programme oder das Internet verwendet werden können bzw. gesperrt sind. Zum anderen kann man die Nutzung nicht altersgemäßer Spiele mit Hilfe so genannter Rating-Systeme unterbinden bzw. Spiele mit bestimmten Inhalten überhaupt blockieren. Das funktioniert auch mit Programmen und Webseiten, indem genau festgelegt werden kann, welche davon ein bestimmter Benutzer verwenden bzw. aufrufen darf und welche für ihn gesperrt sind. Zu guter Letzt bietet Vista in diesem Bereich Eltern die Möglichkeit, einen detaillierten Aktivitätsbericht anzufordern, worin aufgelistet ist, was die lieben Kinder in letzter Zeit auf dem Computer gemacht haben. Auf den ersten Blick handelt es sich hierbei um wirkungsvolle Methoden, um Kinder vor schädlichen Spielen und Webseiten besser zu schützen - fraglich ist nur, ob sich die Elternschaft wirklich die Mühe machen wird, das hierfür nötige Feintuning durchzuführen, oder ob sich dieses Feature nicht als reine Alibiaktion erweist. Wie die Praxis zeigt, ist ein absoluter Schutz (gerade im Hinblick auf das Verbieten des Aufrufs von "schädlichen" Webseiten) ein frommer Wunsch, der leider selten von Erfolg gekrönt ist.

Abb. 3: Windows Vista - Parental Controls

Aber zurück zum Benutzerkonto-Konzept, das sich in Benutzer mit Administrator-Rechten und Benutzer mit Standarduser-Rechten unterteilt und im Vergleich zu den Vorgängerversionen mehr Flexibilität verspricht. Spezielle administrative Tätigkeiten wie z.B. die Installation neuer Programme können erst nach erfolgter Bestätigung einer Berechtigungsabfrage ausgeführt werden. Das gestaltet sich so, dass eine Meldung am Bildschirm darauf hinweist, dass nur Personen mit Administrator-Berechtigung die nötigen Privilegien besitzen, um die gewünschte Aktion vorzunehmen. Der Vorteil ist allerdings, dass man als Standarduser nicht mehr ausloggen muss, sondern dass bereits die Eingabe des Administrator-Passworts im entsprechenden Dialogfenster die nötige Berechtigung erteilt. Damit wird effizienter als bisher der Problematik der Administrator-Berechtigungen begegnet.

Safe - Safer - Security Center

Die mögliche Einschränkung von Benutzerberechtigungen ist jedoch nur ein Ansatz von Microsoft in Richtung verbesserte Sicherheit. Glaubt man Microsoft, so wird in Windows Vista nicht nur die unbemerkte Installation "böser" Software (so genannter Malware) verhindert, sondern auch der Suche nach bzw. dem Entfernen von bereits vorhandener Malware besonderes Augenmerk geschenkt. Als zentrale Stelle hierfür präsentiert sich das Security Center (siehe Abb. 4), das bis auf wenige Erweiterungen schon unter Windows XP SP2 zur Verfügung stand. Laut der Vista-Produktbeschreibung auf der österreichischen Microsoft-Website habe ich sicherheitstechnisch kaum mehr etwas zu befürchten, denn neben der Möglichkeit, mittels des automatischen Windows Update stets auf dem neuesten Stand in puncto Security-Patches zu sein, sorgt die eingebaute Windows Firewall für zusätzlichen Schutz vor Hackern, Viren und Würmern, die sich via Internet in den PC einschmuggeln wollen. Mit dem Windows Defender zum Schutz vor Spyware und der Malware protection zur Erkennung und Entfernung bösartiger Software ist das Security-Quartett komplett. Also alles in Butter in puncto Sicherheit, könnte man meinen, denn immerhin halte ich doch gerade die laut Microsoft-Werbekampagne "bislang sicherste Version von Windows" in Händen, die mir "mit den neuen Features von Windows Vista die benötigte Kontrolle und Sicherheit bietet, um das Optimale aus meinem PC herauszuholen." Solchen Aussagen stehe ich schon von Berufs wegen skeptisch gegenüber, und nach einem Gespräch mit dem Security Coordinator des ZID steigt die Skepsis weiter - denn im Wesentlichen verbirgt sich hinter den vielgelobten sicherheitstechnischen Neuerungen zum Teil Altbekanntes im neuen Look, und von einem völlig neuartigen Sicherheitskonzept ist in dieser Beta-Version nicht viel erkennbar.

Abb. 4: Windows Vista - Security Center

Während die Windows Firewall automatisch und das Automatic updating durch mich (im Zuge der Installation) aktiviert wurde, findet sich unter Malware protection alles, nur keine Antivirus-Software. Mit dem Button Find a program erhält man jedoch die Chance, ein solches von einem Drittanbieter via Internet downzuloaden. Ich entscheide mich für die u.a. angebotene 30-Tage-Gratisversion der EZ Antivirus Software von Computer Associates - lasse es dann aber doch bleiben, denn ich werde mit einer Pseudorechnung über $ 0.00 beglückt, soll dafür meine Kontaktdaten eingeben, und erst dann funktioniert der Download. Nein danke. Ohne Pseudorechnung lade ich den VirusScan Enterprise 8.0 von McAfee herunter (siehe www.univie.ac.at/ZID/gratissoftware/) und installiere ihn. Beleidigt meldet Microsoft, dass zwar eine Antivirus-Software installiert ist, jedoch die Wartung im Hinblick auf verfügbare Updates einzig und allein in meiner Hand liegt.

Neu hinzugekommen ist der Windows Defender, dessen Aufgabe darin besteht, Spyware, Rootkits sowie Keylogger zu erkennen und diese vom Rechner zu verbannen. Die eingebaute Scanfunktion spürt auf dem PC vorhandene Spyware (das sind Programme, die beispielsweise Interneteinstellungen ändern bzw. personenbezogene Daten ohne das Einverständnis der AnwenderInnen nutzen) rasch auf. Alles im grünen Bereich, meldet mir der abgeschlossene Scanvorgang: No unwanted oder harmful software was detected. Via History erhält man einen Überblick über all die Aktivitäten, die man mittels Windows Defender zugelassen oder in die Quarantänestation geschickt hat. Findet sich in der Liste ein Programm, das nicht ausgeführt wird, weil es versehentlich via Warnmeldung geblockt wurde, kann man diese Blockade durch Klick auf die Quarantined items und die Schaltfläche Restore wieder funktionstüchtig machen. Unter Tools und Settings befinden sich die Options, die festlegen, wie sensibel der Windows Defender reagieren soll. Hier lassen sich z.B. die Scanfrequenz, aber auch die Real-time protection options festlegen. Neben der Möglichkeit, diese Real-time protection generell zu deaktivieren, findet sich auch eine Liste möglicher Optionen, die davon ausgenommen werden können. Beispielsweise meldet sich der Windows Defender bei Internet-Downloads und Softwareinstallationen (getestet beim Download von McAfee VirusScan) mit entsprechenden Warnungen, fragt nach, ob ich über diese Vorgänge informiert bin und holt meine Erlaubnis ein, um fortfahren zu dürfen. Zu Testzwecken rufe ich einschlägig bekannte Websites auf und werde mehrmals gewarnt, dass sich das eine oder andere Internet Explorer Add-On installieren möchte - was ich selbstverständlich jedes Mal dankend ablehne. Ob Spyware, die sich unbemerkt auf den Rechner einschleichen möchte, es allerdings tatsächlich nicht schafft, wird wohl erst dann wirklich zu erkennen sein, wenn das Betriebssystem im Echtbetrieb eingesetzt wird.

Der Desktop

Von den Sicherheitsmechanismen nun aber zurück zu augenscheinlicheren Dingen - beispielsweise dem Desktop, dessen Grundaufbau sehr ähnlich dem von XP ist. Da finden sich die Taskleiste und das Startmenü wieder, welches allerdings nur mehr durch einen runden Startbutton mit der Windows-Flagge gekennzeichnet ist. Ins Auge springt selbstverständlich das veränderte Design, wobei ich auf den vielgerühmten Glaseffekt beim Aufruf von Dialogfenstern bislang verzichten musste, was wohl auf die vorliegende Beta-Version zurückzuführen ist. Nur ein halbtransparenter Papierkorb und die Verwendung der Sidebar lässt in etwa erahnen, wie es aussehen könnte. Allerdings sollen laut Microsoft-Policy ohnehin nur jene Anwender in den Genuss dieser Oberfläche kommen, die ihr System ordnungsgemäß lizenzieren, also quasi einer Überprüfung standhalten, ob die verwendete Vista-Version nicht vielleicht doch eine Raubkopie ist.

Als Mac-Anwenderin hätte ich beim ersten Anblick der neuen Aero-Benutzeroberfläche eine Art Déjà-vu-Erlebnis - präsentiert sich doch das Apple-Betriebssystem ziemlich ähnlich, allerdings unter dem Namen Aqua. Generell fällt an einigen Stellen eine nicht nur rein optische Verwandtschaft zu Mac OS X auf. Wer da von wem abkupfert, soll nicht Gegenstand dieses Artikels sein; interessierte LeserInnen können sich aber z.B. unter www.winsupersite.com/showcase/winvista_beta1_vs_tiger_01.asp genauer über dieses Thema informieren.

Start menu & Sidebar

Auch das Start menu (siehe Abb. 5) wartet mit einem überarbeiteten Layout auf - wobei sich die Frage stellt, ob es wirklich notwendig ist, dass sich das Icon am oberen rechten Rand immer wieder der unterhalb gewählten Option anpasst. Weggefallen ist das Popup-Menü, das aufklappt, sobald die Option All Programs ausgewählt wird; stattdessen ist die Programmliste nun direkt im Start menu implementiert und öffnet sich im Bereich der linken Fensterhälfte. Wenn ich daran denke, wie verzweifelt manche TeilnehmerInnen im Windows-Grundkurs versuchen, im aufklappenden Untermenü das richtige Programm zu treffen, zweifle ich nicht daran, dass diese Neuerung zum Bedienungskomfort beitragen wird.

Abb. 5: Windows Vista - Start menu und Sidebar

Aber nicht nur das Start menu bietet in Windows Vista Zugriff auf installierte Anwendungen, sondern auch die neue Sidebar. Sie fungiert als Ablage für Miniapplikationen (so genannte Gadgets), die schnell greifbar sein sollen. Waren in den vorangegangenen Beta-Versionen nur eine Uhr, ein RSS-Reader, ein Startfeld für mehrere Programme, eine Slideshow und ein Mülleimer als Gadgets auswählbar, so ist anhand der vorliegenden Beta-Version bereits erkennbar, dass uns in nicht allzu ferner Zukunft wohl eine Vielzahl von Gadgets überschwemmen wird, mit denen man alle möglichen und unmöglichen Dinge rasch im Zugriff hat. Ob man die Sidebar überhaupt verwenden bzw. mit wie vielen Gadgets man diese bestücken möchte, lässt sich in den zugehörigen Einstellungen festlegen.

Control Panel

Einen sehr wesentlichen Bestandteil des Betriebssystems stellt nach wie vor das Control Panel (die Systemsteuerung) dar, dessen klassische Ansicht bereits unter Windows XP unübersichtlich war. In Windows Vista sind noch ein paar Einstellungsmöglichkeiten hinzugekommen, und dem Anwender eröffnet sich in der klassischen Ansicht nun eine schier unüberschaubare Zahl verschiedener Icons. Selbst ich als langjährige Windows-Kennerin bin damit ein wenig überfordert. Um des Problems Herr zu werden und die AnwenderInnen nicht unnötig in die Irre laufen zu lassen, wartet Vista mit einer verbesserten Gliederung in Kategorien auf, erweitert um die zum Teil sehr aufschlussreichen Beschreibungen der Aufgaben, die mit den jeweiligen Programmen erledigt werden können (siehe Abb. 6). Wer sich trotzdem nicht zurechtfindet, kann auf die integrierte Suchfunktion zurückgreifen, die bereits während der Eingabe des Begriffs nur noch die passenden Optionen anzeigt.

Abb. 6: Windows Vista - Control Panel

Ein interessantes Werkzeug namens Performance Rating and Tools (siehe Abb. 7) ist innerhalb des Control Panel im Bereich System and Maintenance zu finden. Anhand der Prozessorleistung, des vorhandenen Arbeitsspeichers, des Speichervolumens der Festplatte sowie der Spezifikation der Grafikkarte vergibt Windows Vista Noten. Ich kann mich glücklich schätzen, denn mein Test-PC bekommt eine glatte Eins. Also gibt es zumindest von der PC-Seite her keinerlei Ausrede dafür, dass Arbeiten nicht zügig und rasch erledigt werden können. Für all jene PCs, die nicht mit Spitzennoten aufwarten können, finden sich hier die nötige Hilfestellung, die nötigen Programme (z.B. Disk Cleanup) bzw. auch diverse Einstellungsmöglichkeiten (z.B. Adjust visual effects oder Adjust power settings), um die Leistungsfähigkeit des Computersystems zu verbessern. Über die so genannten Advanced tools kommt man zur Performance Diagnostic Console, die beispielsweise mit einem Performance Monitor aufwartet, der die CPU-Auslastung grafisch darstellt (startet man z.B. den Internet Explorer, erhält Vista einen Adrenalinstoß, und die CPU-Auslastung beträgt kurzfristig 100%). Daneben finden sich hier etliche Diagnosetools, die Auskunft über ausgeführte Tätigkeiten bzw. über Fehlermeldungen und -behebungen geben.

 

Abb. 7: Windows Vista - Performance Rating and Tools

Surfen mit dem Internet Explorer 7

Microsoft hat dem Internet Explorer 7 ein vollkommen neues Gesicht verpasst, und auch hier wird Übersichtlichkeit groß geschrieben: Die Mehrzahl der Icons wurde durch ein paar zielgerichtete Hinweise (z.B. Page oder Tools) ersetzt, die bei Anklicken die dazu passenden Optionen wie Send this Page, Save as oder aber Pop-up Blocker, Toolbars, Internet Options usw. freigeben. Vorbei ist nun auch die "Neverending-Window-Story" - anstelle unzähliger Browserfenster hält jetzt endlich auch im Internet Explorer 7 das so genannte Tabbed Browsing Einzug, was bedeutet, dass mehrere Webseiten gleichzeitig mittels Registerkarten-System im selben Fenster angezeigt werden können.

Selbst dem relativ neuen Thema Newsfeeds - bekannt auch unter der Bezeichnung RSS (siehe Artikel RSS Enterprise in Comment 06/1) - wird Rechnung getragen. Newsfeeds können mit dem IE7 rasch und einfach bezogen werden: Sobald via IE7 eine Seite aufgerufen wird, die einen Newsfeed enthält, wird in einem gelben Meldungskästchen darauf hingewiesen (siehe Abb. 8). Um diesen zu abonnieren, genügt es, auf Subscribe to this feed zu klicken und den gewünschten Namen und Speicherort anzugeben - schon ist man dabei. Sortier- und Gruppiermöglichkeiten runden die einfache Nutzung von Newsfeeds ab.

Abb. 8: Windows Vista - Internet Explorer 7

Auch in puncto Sicherheit hat der IE7 angeblich einiges dazugelernt, beispielsweise sollen Schäden durch Phishing und gefälschte Websites nun der Vergangenheit angehören (siehe Abb. 9; mehr zum Thema Phishing finden Sie im Artikel Phishing: Bitte nicht anbeißen!). Mangels entsprechender, noch existenter Phishing-Webseiten kann ich die Treffsicherheit und Qualität dieses Features leider nicht austesten. Nur soviel sei gesagt: Auf fragwürdige Webseiten wird laut Microsoft-Beschreibung mittels Warnmeldung hingewiesen bzw. erscheint innerhalb der Adresszeile ein entsprechender Hinweis. Basis dafür soll einerseits eine so genannte Whitelist von mehreren tausend Websites sein, die Microsoft als sicher einstuft, anderseits das Erkennen typischer Charakteristika, die Phishing-Websites gemeinhin auszeichnen. Dass dabei Kontakt zu Microsoft-Servern aufgenommen werden muss und ob vielleicht nebenbei andere Informationen mitgeschickt werden könnten, möchte ich nicht näher kommentieren. Scheinbar hat aber auch Microsoft ein verstärktes Problembewusstsein im Hinblick auf den Schutz der Privatsphäre seiner KundInnen entwickelt und Jefferson Wells (ein auf die Überprüfung von Technologien spezialisiertes Unternehmen) beauftragt, die Anti-Phishing-Funktion des IE7 unter diesem Gesichtspunkt zu kontrollieren. Als Ergebnis stellte Jefferson Wells fest, dass diese keine persönlichen Benutzerdaten übermittelt und auch die versendeten Daten keinen Rückschluss auf den Anwender geben. Wer es genau wissen möchte, sei auf den Report verwiesen, der als PDF-Datei abrufbar ist.

Abb. 9: Windows Vista - Phishing Filter

 

Wenn wir schon beim Thema Phishing sind, ein kleiner Schwenk zum integrierten Mailing-Programm: Nach Outlook Express als Mail-Client sucht man unter Windows Vista vergeblich. Fündig wird man allerdings unter dem Namen Windows Mail, und wie erwartet gibt es hier keine bahnbrechenden Neuerungen. Allerdings ist ein via Windows Mail empfangener Newsletter als potentielle Phishing-Mail eingestuft und mit einem roten Warn-Icon markiert. Ruft man die so gekennzeichnete Nachricht auf, finden sich nähere Informationen unterhalb des Mail-Headers. Wahlweise kann man nach den ausführlichen Phishing-Erläuterungen die Nachricht löschen oder freischalten. Ein sehr löblicher Beitrag Microsofts zum Thema Phishing. Von "Filterung" kann allerdings nicht die Rede sein, wenn die Treffsicherheit nicht noch erhöht wird: Mir graut bei dem Gedanken, dass in Zukunft womöglich bei vielen meiner abonnierten Newsletters ein solcher Fehlalarm gegeben wird und ich mir neben meiner Continue-Blindness auch noch eine Phishing-Reminder-Blindness zuziehe.

Kleine Helferlein

Selbstverständlich sind auch wieder verschiedene, zum Teil sehr brauchbare Zusatzprogramme mit von der Partie: Neben den schon erwähnten Programmen Internet Explorer 7 und Windows Mail findet sich auch der Media Player mit der nächst höheren Versionsnummer 11 im Lieferumfang von Vista. MovieMaker und Paint sind ebenfalls enthalten. Neu hinzugekommen ist der Windows Calendar, mit dem sich Termine und Aufgaben planen lassen und der auch im Internet publiziert werden kann, um KollegInnen, FreundInnen und Verwandten die Terminkoordination zu erleichtern. Mittels Windows Contacts lassen sich bequem Adressinformationen von einzelnen Personen wie auch Firmendaten verwalten. Dieses Tool wird auch von Windows Mail als Adressbuch genützt und ermöglicht somit den Zugriff auf gespeicherte Kontaktdaten - mit dem Vorteil, dass die doppelte Adresswartung wegfällt. Unter Accessories finden sich noch einige weitere nützliche Zusatzprogramme, beispielsweise die Möglichkeit DVDs zu brennen.

Mit der Windows Photo Gallery trägt Microsoft der zunehmenden Beliebtheit digitaler Medien Rechnung. Die Photo Gallery zeigt gespeicherte Bilder und Videos (nach dem Datum der Aufnahme sortiert) übersichtlich an und ermöglicht es, die Metadaten derselben zu bearbeiten. Mit Hilfe von Assistenten wird das korrekte Drucken und Versenden von Bildern per eMail zum Kinderspiel, und auch eine vereinfachte Bearbeitungsmöglichkeit für Bilder steht hier zur Verfügung.

Neu ist auch das Sync Center, ein Tool, welches den einfachen Datenabgleich zwischen verschiedenen Geräten ermöglicht. Im Vordergrund steht hierbei die Synchronisation mit mobilen Endgeräten wie Telefonen oder PDAs - wobei Microsoft schon jetzt darauf hinweist, dass die bei diversen mobilen Geräten mitgelieferten Synchronisationstools mitunter besser funktionieren als sein Sync Center.

Mit dem Ease of Access Center - was wohl wieder mit "Eingabehilfen" übersetzt werden wird - lässt sich unter anderem ein Narrator aktivieren, dessen Funktion darin besteht, vorzulesen, was auf dem Bildschirm zu sehen ist, wenn man mittels Tastatur navigiert. Nach Auswahl einer Stimme - derzeit steht nur eine Dame mit dem Vornamen Anna und dem Nachnamen Microsoft zur Verfügung - geht's auch schon los. Sobald man mit der Tastatur arbeitet, sieht man nicht nur, was man angerichtet hat, sondern hört es auch noch: Anna gibt dezentes "Delete" von sich und schon ist die Datei futsch - gelöscht! Als weitere Hilfestellungen für AnwenderInnen mit körperlichen Einschränkungen bietet dieser Bereich ein Vergrößerungstool, mit dem Bildschirmbereiche vergrößert dargestellt werden können, und eine Bildschirmtastatur, die mittels Maus zu bedienen ist.

Zu erwähnen ist weiters noch die BitLocker Drive Encryption, ein neues Sicherheitsfeature, das vor allem Notebook-BesitzerInnen interessieren wird: Es soll bewirken, dass im Falle eines Diebstahls weder vertrauliche Daten noch das Betriebssystem des Rechners missbraucht werden können. Allerdings scheitere ich hier bereits bei den Grundvoraussetzungen, denn ich kann meine Festplatte mangels geeigneter Software nicht partitionieren. BitLocker Drive Encryption benötigt jedoch zumindest zwei Partitionen: Auf der einen Partition befindet sich das Betriebssystem, das via BitLocker verschlüsselt werden soll; die zweite Partition muss unverschlüsselt bleiben, damit der Computer überhaupt hochgefahren werden kann. Im Gegensatz zu den vorangegangenen Beta-Versionen bietet das integrierte Hilfsprogramm aber jetzt die nötigen Informationen, wie man mit dem BitLocker-Verschlüsselungssystem umzugehen hat, damit es wie gewünscht funktioniert.

Superfetch

Laut Microsoft-Produktbeschreibung verbirgt sich hinter der Superfetch-Funktion die Möglichkeit, ungenutzte Bereiche des Arbeitsspeichers als Cache für Programme und Dateien zu verwenden (Caching bedeutet, dass oft benötigte Daten auf einem schnelleren Medium "zwischengelagert" werden, damit sie rascher abgerufen werden können). Dadurch sollen die vergleichsweise langsamen Festplattenzugriffe minimiert werden. Auch USB-Sticks können zum Cachen der Programme genutzt werden, was natürlich getestet werden muss. Ich stecke also einen USB-Stick an. Das Autostart-Fenster bietet daraufhin - wie von Windows XP gewohnt - an, diesen als externen Datenträger zu verwenden, zeigt aber auch noch einen neuen Eintrag: Speed up your system. Klickt man darauf, so landet man im Dialogfenster Properties und kann dort zusätzlichen Speicher freigeben, was die Performance deutlich verbessern soll.

Aber egal welche Speicherkapazität der USB-Stick aufweist, mehr als 110 MB für die Systembeschleunigung werden - so scheint es - nicht akzeptiert. Es soll auch nicht verschwiegen werden, dass in meinen Tests mehrere Versuche mit einer Vielzahl von USB-Sticks nötig sind, bis die Systembeschleunigung überhaupt funktioniert. Von zu wenig freiem Speicher auf dem USB-Stick (obwohl es laut Beschreibung bereits ab 64 MB funktionieren sollte und ausreichend Platz vorhanden ist) bis hin zur fehlenden Registerkarte, um die erforderlichen Einstellungen zu treffen, reichen die Steine, die mir Windows Vista in den Weg legt. Aber gut Ding braucht eben Weile: Letztendlich funktioniert es doch, und ich darf Vista anweisen, einen Teil des Speichers des USB-Sticks für das Auslagern von Dateien zu nutzen und damit den Systemspeicher zu erweitern.

Gesucht - Gefunden?

Wie habe ich diese Datei nur benannt und wo zum Teufel habe ich sie hingespeichert? Geht es nach Microsoft, soll ich mir nie wieder diese Frage stellen müssen - und wenn doch, gibt es eine rasche Antwort mit Hilfe der neu konzipierten Suchfunktionalität. Neuerdings reicht es durchaus, sich nur noch eine dateibezogene Information zu merken (z.B. ein Schlüsselwort, einen Teil des Dateinamens oder das Datum, an dem ein Foto gemacht wurde). Einzugeben ist der Suchbegriff in die neuen Desktop-Suchfunktionen, und wie es richtig heißt, findet sich nahezu alles auf dem Computer wieder. Hier wurde im Vergleich zu den vorangegangenen Beta-Versionen Entscheidendes verbessert, denn mittlerweile erhalte ich tatsächlich ein Suchergebnis. Während eine in der Beta-Version 5308 mittels Notepad erstellte Datei (abgespeichert unter Documents, also beileibe kein exotischer Aufbewahrungsort) nicht mehr gefunden werden konnte, wartet die Beta 2 Build 5384 mit einem prompten Suchergebnis auf. Egal ob ich mit dem Dateinamen, einem Teil des Inhalts oder der Dateierweiterung suche: Das Ergebnis wird in allen Fällen sofort geliefert, wobei ich vor Suchbeginn noch definieren muss, ob im Internet oder auf dem Computer nach dem Begriff gefahndet werden soll. Auch mit den mitgelieferten Beispielbildern funktioniert es wie am Schnürchen: Eingabe der Dateierweiterung jpg, Klick auf die Option Search the computer - schon erhalte ich eine Liste aller JPG-Dateien, die sich auf dem Rechner befinden, mitsamt ihren Speicherorten und sonstigen Details.

Während meiner Such-Odysee stoße ich auch auf die neue Funktion, so genannte Searches zu definieren. Hinter diesem Begriff verbirgt sich schlicht und einfach ein gespeicherter Suchvorgang, der durch Öffnen der jeweiligen Searches unmittelbar ausgeführt wird. Auch dieses Feature funktioniert reibungslos und ist allen AnwenderInnen ans Herz zu legen, die immer wieder dieselben Suchanfragen an das Computersystem stellen (müssen).

Shut down

Erstaunlich, wie schnell Wünsche in Erfüllung gehen können: Beim ersten Testdurchgang mit der Windows Vista Beta 5308 scheiterte ich daran, den PC ordnungsgemäß herunterzufahren - hinter dem vermeintlichen Aus-Schalter verbarg sich der neue Betriebsmodus, der sich Sleep nennt, und ich wartete daher vergeblich darauf, dass der PC herunterfährt. Um das zu erreichen, musste ich mich in das Untermenü begeben und dort den Befehl Shut Down auswählen. Damals dachte ich mir im Stillen, dass Microsoft zumindest ein Gadget hierfür implementieren könnte, denn drei Klicks zum Ausschalten tragen nicht gerade zum erhöhten Bedienungskomfort bei. Aber siehe da - in der neuen Beta 2 Build 5384 ist der Aus-Schalter wieder an der gewohnten Stelle, mit einem Klick über das Start menu erreichbar und fährt den PC prompt herunter.

Darf's ein bisschen mehr sein?

Damit die BenutzerInnen mit Jahresbeginn 2007 nicht vollkommen verwirrt im Geschäft und ratlos vor der Qual der Wahl stehen, welche Vista-Version die für sie am besten geeignete ist, hat Microsoft bereits im Februar 2006 via Pressebericht verlautbart, dass Windows Vista in mehreren Versionen auf den Markt kommen wird. Private AnwenderInnen können zwischen drei Versionen wählen: Windows Vista Home Basic, Windows Vista Home Premium und Windows Vista Ultimate. Zwei Versionen sind für Unternehmen gedacht: Windows Vista Business und Windows Vista Enterprise. Der Unterschied liegt vor allem im Funktionsumfang - die Basisprodukte enthalten deutlich weniger Features. Wer sich detaillierter damit auseinandersetzen möchte, sei auf die Microsoft Homepage verwiesen: Dort findet sich im Artikel Microsoft präsentiert Editionen für Windows Vista (27.02.2006) alles Wissenswerte.

Fazit

Obwohl Geschmäcker bekanntlich ja verschieden sind, kann das optische Erscheinungsbild der Windows Vista Beta 2 Build 5384 im Vergleich zum Teletubbie-Outfit von Windows XP durchaus als gelungen bezeichnet werden (all diejenigen, die sich dieser Meinung nicht anschließen können oder möchten, haben nach wie vor die Möglichkeit, zur altbewährten klassischen Ansicht zu wechseln). Die integrierten Applikationen zeichnen sich durch Übersichtlichkeit und erhöhten Bedienkomfort aus, der vor allem durch wirksame Hilfestellungen bzw. Querverlinkungen zu weiterführenden Applikationen erzielt wird. Und im Vergleich zur vorhergehenden Beta Build 5308 ist die nunmehr getestete Version nicht nur Feature-complete, sondern die Features funktionieren auch im Großen und Ganzen wie erwartet. Microsoft hat zwischenzeitlich sichtlich einiges an Arbeit geleistet, wobei mich die vielgerühmten Sicherheitsfunktionen noch nicht wirklich überzeugen. Da gilt es, noch an dem einen oder anderen Feature Hand anzulegen, denn schließlich will Microsoft mit Vista doch die bislang sicherste Windows-Version verkaufen. Gerade in diesem Bereich gibt es allerdings noch einiges zu überdenken, will man "Otto Normalverbraucher" nicht mit allzu vielen, zum Teil sehr komplexen Sicherheitsoptionen überfordern. Aber die nächste Betaversion kommt bestimmt - Hasta la vista!