A1 NetWork
Handy-Aktion für Mitarbeiter

von Ewald Jenisch & Peter Rastl (Ausgabe 01/1, März 2001)

 

Durch das neue Angebot A1 NetWork der Mobilkom Austria können die glücklichen Besitzer eines Uni-Diensthandys dieses künftig auch privat nutzen - zu denselben günstigen Tarifen, die auch den Instituten für die Dienstgespräche verrechnet werden. Der Vertrag zwischen der Universität und der Mobilkom Austria1) ermöglicht es außerdem, daß innerhalb des Fest- und Handynetzes der Uni Wien pro Handy und Monat drei Stunden lang gratis telefoniert werden kann. Trotz mancher Schönheitsfehler (siehe Einschränkungen) ist das A1 NetWork-Angebot so vorteilhaft, daß sich der Zentrale Informatikdienst entschlossen hat, dieses Service "flächendeckend" anzubieten. Vor allem die Einsparungen bei den Telefongebühren (auch zugunsten der privaten Geldbörse) und die bessere Erreichbarkeit der Universitätsmitarbeiter lassen den bürokratischen Aufwand, den der ZID mit dieser Handy-Aktion auf sich nimmt, gerechtfertigt erscheinen.

Als Universitätsmitarbeiter, die an der Handy-Aktion teilnehmen können, gelten alle Universitätsangehörigen gemäß § 19 UOG'93 mit Ausnahme der Studierenden - das ist derselbe Personenkreis, der auch zur Nutzung des Mailbox-Service berechtigt ist (siehe http://mailbox.univie.ac.at/). Pro Mitarbeiter wird im Rahmen der Aktion nur ein Handy vergeben; universitätsfremde Personen können nicht berücksichtigt werden.

So funktioniert's

Beim A1 NetWork werden die Firmenhandys eines Unternehmens wie die Nebenstellen einer Festnetz-Telefonanlage zusammenschaltet. Für die Uni Wien wurde hierfür der Rufnummernbereich 0664 60277 xxxyy reserviert (xxxyy steht für die Nebenstelle des betreffenden Mitarbeiters im Uni-Festnetz). Man ist also am Diensthandy unter derselben fünfstelligen Klappe wie unter der Ericsson-Telefonanlage der Uni Wien (4277 xxxyy) erreichbar, wobei die Diensthandy-Nummer ebenfalls im Telefonbuch der Universität aufscheint. Zwischen zwei Diensthandys der Uni Wien muß nur die entsprechende Nebenstelle - ohne Vorwahl - gewählt werden, um die Verbindung herzustellen.

Will beispielsweise ein Anrufer von außerhalb der Universität den Mitarbeiter mit der Nebenstelle 12345 erreichen, wählt er (01) 4277 12345 für die Festnetz-Nebenstelle oder (0664) 60277 12345 für das Diensthandy. Innerhalb der Ericsson-Telefonanlage der Universität Wien erreicht man diesen Mitarbeiter unter 12345; innerhalb des A1-Handy-Netzwerks der Uni ebenfalls unter 12345.

Die Ericsson-Telefonanlage der Universität Wien ist über den sogenannten A1 DirectLink, einer ATM-Leitung zur Mobilkom Austria, in das Handy-Netzwerk der Uni integriert. Dadurch ist es möglich, mit der Kurzwahl 90 von einem der beiden Netze zum anderen zu gelangen: Die Festnetz-Nebenstelle 12345 erreicht man somit vom Diensthandy aus unter 90 12345, und von der Ericsson-Telefonanlage aus kann man das Diensthandy dieses Mitarbeiters gleichermaßen mit 90 12345 anwählen. Die Nebenstellen des Neuen AKH (Festnetz-Rufnummer 01 40400 xxxx) sind vom Diensthandy aus mit der Kurzwahl 91 xxxx erreichbar. Dabei wird jeweils (wie auch bei Anrufen vom Handy zur jeweiligen Mobilbox) der erwähnte Spezialtarif angewendet, d.h. drei Stunden pro Handy und Monat sind kostenlos.

Gespräche aus dem Festnetz der Uni Wien in das A1-Mobilnetz werden automatisch über den A1 DirectLink geroutet, wobei am Handy des Angerufenen allerdings nicht die Rufnummer der Uni (4277) angezeigt werden kann, sondern die Nummer des DirectLink mit der fünfstelligen Nebenstelle (+43 664 67111 xxxyy). An dieser Nummer ist also zu erkennen, daß der Anruf von einer Uni-Nebenstelle kommt.

Abrechnung

Das A1 NetWork bietet die Möglichkeit, Dienst- und Privatgespräche getrennt abzurechnen - d.h. Privatgespräche am Diensthandy können ebenfalls zu den günstigen NetWork-Tarifen (siehe Tabelle unten) geführt werden, ohne daß die Universität unvorhergesehene Kosten riskiert. (Ein Institutsvorstand kann natürlich mit seinen Mitarbeitern notfalls auch die Refundierung der dem Institut verrechneten Gebühren - etwa der Grundgebühr - vereinbaren.)

  • Durch die Vorwahl 98 werden Gespräche als Privatgespräche deklariert. Die dabei anfallenden Gebühren scheinen auf einer separaten Rechnung auf, die an die Privatadresse des Mitarbeiters gesandt und von seinem Privatkonto abgebucht wird. Bei Einrichtung der Privatnutzung (Split Bill) ist die Mobilkom laut ihrer Geschäftsbedingungen berechtigt, einmalig öS 264,- inkl. USt auf die Privatrechnung zu setzen; sie hat dies aber bisher noch nie getan.
  • Die Grundgebühren und die Gebühren für Dienstgespräche werden von der Mobilkom Austria dem ZID in Rechnung gestellt und von diesem an die Institute weiterverrechnet. SMS und Auslandsgespräche können derzeit nur im Rahmen der Dienstnutzung abgerechnet werden.

Auf Wunsch des Institutsvorstands können vom ZID Beschränkungen für Dienstgespräche konfiguriert werden - z.B. auf universitätsinterne Nummern (Diensthandys und Uni-Festnetz bzw. Neues AKH). Die Verwendung eines Handys im Ausland - auch für Privatgespräche - ist allerdings nur bei nicht limitierten Geräten möglich.

A1 NetWork: Tarife der Uni Wien
(alle Beträge inkl. USt)

Monatliches Grundentgelt

öS 228,00

SMS (pro SMS)

öS 1,80

Verbindungsentgelte (pro Minute)

Sprache

Daten

zu Uni-NetWork inkl. DirectLink*

öS 0,90

zu Uni-NetWork inkl. DirectLink

öS 1,60

zu Mobilbox* und A1

öS 1,00

zu A1

öS 1,80

zu Festnetz (ganz Österreich)

öS 1,00

zu A1 PocketNet

öS 1,00

zu anderen Mobilfunknetzen

öS 3,90

zu Festnetz

öS 1,80

Auslandszone 1 (Mo-Fr 6-20 Uhr)

öS 5,00

zu anderen Mobilfunknetzen

öS 3,90

Auslandszone 1 (übrige Zeit)

öS 3,25

zu ausländischen Netzen

wie Sprache

* 180 Minuten pro SIM & Monat gratis (Bundled Minutes)


Hardware

Bestehende Handys können, sofern sie nicht für ein anderes Mobilnetz SIM-locked sind, in das A1 NetWork eingebunden werden. Es ist aber auch möglich, im Rahmen der Aktion ein neues Gerät zu erwerben. Die Kosten dafür errechnen sich grundsätzlich aus den jeweiligen Marktpreisen für A1-Handys mit Erstanmeldung abzüglich öS 500,-. Gewisse Geräte (z.B. Nokia 7110) sind also derzeit kostenlos am ZID erhältlich; die anderen Handys können bei einem Vertragspartner zu diesen Konditionen eingekauft werden. Ein eventueller Aufpreis ist - wie auch jegliche Zusatzausrüstung - vom Benutzer privat zu bezahlen. Die Abrechnung erfolgt direkt mit der Lieferfirma. Nähere Infos dazu finden Sie unter http://www.univie.ac.at/handy/.

In jedem Fall muß das Handy am ZID mit einer neuen SIM-Karte ausgestattet sowie für das A1 NetWork konfiguriert werden, und es erhält eine neue Rufnummer nach dem Klappenplan der Uni Wien.

Einschränkungen

Wie bereits erwähnt, gibt es einige Schönheitsfehler im Konzept des A1 NetWork. So hat jedes Handy eigentlich zwei Rufnummern: eine "offizielle" der Form 0664 60277 xxxyy nach dem Klappenplan der Universität, und eine "interne", von der Mobilkom für jedes Handy vergebene Rufnummer der Form 0664 81 mmmmm (mmmmm ist eine fortlaufende Nummer und nicht mit der Uni-Nebenstelle identisch). Egal welche dieser beiden Nummern man wählt, es läutet beim selben Handy. Leider gelingt es aus technischen Gründen derzeit noch nicht, alle Dienste über die offizielle Nummer zu führen: Das Handy kann als Anruferidentifikation nur die interne Nummer mitsenden, die Gebührenabrechnung führt nur die interne Nummer an, und auch ein SMS kann man nur an die interne Nummer senden. Diese Probleme sollen aber laut Mobilkom Austria im Laufe dieses Jahres bereinigt werden, sodaß dann nur mehr die offizielle Nummer benötigt wird.

Auch die Kennzeichnung der Privatgespräche mit der Vorwahl 98 hat ihre Grenzen: Sie funktioniert nicht im Ausland, da noch nicht mit allen Roaming-Partnern einheitliche Standards für das Split Bill Service festgesetzt werden konnten. Hinsichtlich der Gebührenabrechnung sind also im Ausland vorerst nur "Dienstgespräche" möglich - sowohl die aktiven als auch die passiven Gebühren werden dem Institut verrechnet und müssen gegebenenfalls zwischen diesem und dem Mitarbeiter nachträglich ausgeglichen werden. Ist für ein Handy eine Beschränkung der Dienstgespräche konfiguriert, kann dieses daher nicht im Ausland verwendet werden. Auch die SMS-Gebühren lassen derzeit noch keine Kennzeichnung für die getrennte Abrechnung zu und gelangen daher auf die Institutsrechnung.

Der Weg zum Diensthandy

  • Universitätsmitarbeiter, die noch keine Mailbox-UserID besitzen, müssen zunächst eine solche beantragen (siehe http://mailbox.univie.ac.at/).
  • Für Mitarbeiter, die keine persönliche Nebenstelle unter 4277 haben (z.B. das Personal der Universitätskliniken), muß eine neue Nummer entsprechend dem Klappenplan der Universität festgelegt werden. Wenden Sie sich dazu bitte an Karin Geicsnek (Tel.: 4277-14245).
  • Mit der Mailbox-UserID kann man auf das Handy-Anforderungsformular im WWW zugreifen und dort alle relevanten Informationen (Name, Institut, Berechtigungsprofil, Handymodell, Rechnungsadresse und Kontonummer für die Abrechnung der Privatgespräche usw.) eintragen.
  • Das Handy-Anforderungsformular wird nach der Dateneingabe vom System erstellt. Es muß dann vom Mitarbeiter ausgedruckt und dem Institutsvorstand zur Unterschrift vorgelegt werden. Dieser erklärt damit sein Einverständnis, daß die Gebühren der Dienstgespräche für dieses Handy (einschließlich der Grundgebühren) dem Institut in Rechnung gestellt werden und monatlich im Wege der Quästur von der ordentlichen Dotation des Instituts wie im Lastschriftverfahren abgebucht werden.
  • Das unterschriebene Formular ist schließlich per Fax an den ZID (4277-9140) zu senden.

Sobald die Rufnummer vergeben und (falls bestellt) das Handy eingetroffen ist, wird der Mitarbeiter über eMail kontaktiert und kann dann nach einer Terminvereinbarung Gerät und SIM gemeinsam am ZID abholen. Dabei sollte auch an die Begleitmaßnahmen beim Wechsel des Handys gedacht werden (alte Verzeichnisse übernehmen, alte Mobilbox mit einem Hinweis auf die neue Rufnummer besprechen und Rufumleitung einrichten, alte Rufnummer kündigen).

Für weitere Auskünfte wenden Sie sich bitte an die eMail-Adresse handy@univie.ac.at. Um die Aktion möglichst effizient abwickeln zu können, wäre eine institutsinterne Koordination und je ein "Handy-Beauftragter" als Ansprechpartner wünschenswert.

 

1) Der Vertrag der Universität Wien mit der Mobilkom Austria hat seine Grundlage in einem vom Bundeskanzleramt für die öffentliche Verwaltung durchgeführten Auswahlverfahren für Telefondienstleistungen, das die Telekom Austria und die Mobilkom Austria als Bestbieter für sich entscheiden konnten. Die Universität Wien ist den Rahmenverträgen des Bundeskanzleramts beigetreten und profitiert somit von den günstigen Konditionen, die auch beim A1 NetWork über die üblichen Konditionen hinausgehen. Damit hat sich die Uni Wien zwangsläufig für die nächsten Jahre auf die Mobilkom Austria unter den vier österreichischen Mobilfunkbetreibern festgelegt: Es macht keinen Sinn, die Handys der Uni Wien über verschiedene Provider zu betreiben, zumal die Kosten für Gespräche innerhalb eines Netzes erheblich billiger sind als zwischen den Providern.