Modernes Sprachlabor im Alten AKH

von Helmuth Hönigsperger & Vera Potuzak (Ausgabe 01/1, März 2001)

 

Fremde Sprachen sind schön,
wenn man sie nicht versteht.
(Kurt Tucholsky)

Die Institute der Geisteswissenschaftlichen Fakultät verwenden bereits seit langem Sprachlabore als Hilfsmittel beim Erlernen und Vertiefen diverser Fremdsprachen. Bei der Adaptierung des Universitätscampus im Alten AKH wurde diesem Umstand Rechnung getragen und ein neues, modern ausgestattetes Sprachlabor errichtet, das sich im 7. Hof (Eingang 7.1, Erdg.) befindet und vom Zentralen Informatikdienst der Uni Wien betreut wird. Das Sprachlabor wurde am 1. Dezember 1999 in Betrieb genommen und wird seither von sechs Instituten der Geisteswissenschaftlichen Fakultät genutzt. Bis zu 2000 Studierende pro Semester verwenden diese Einrichtung; 10 verschiedene Sprachen werden dort gelehrt.

Das Sprachlabor ist auf zwei Räume aufgeteilt, die bei Bedarf auch gemeinsam für eine einzige Lehrveranstaltung genutzt werden können. Die beiden Räume sind (im Gegensatz zu herkömmlichen Sprachlaboren) nicht mit Audio-Kassettenrecordern, sondern mit je 20 modernen, untereinander vernetzten und durch Seitenwände voneinander getrennten PC-Arbeitsplätzen ausgestattet. Parallel zum Datennetz wurde auch ein davon unabhängiges Audio- und Videonetzwerk errichtet, das im Bedarfsfall separat eingesetzt werden kann.

Ein komfortables Steuerungssystem ermöglicht es dem Lehrveranstaltungsleiter, Sprachübungen, einzelne Tonsequenzen und andere Materialien zu distributieren. Von seinem Pult aus kann er jeden einzelnen Studierenden individuell betreuen, ihm zuhören, mit ihm Kontakt aufnehmen und ihn bei den Übungen unterstützen. Als Alternative zum herkömmlichen Tastenfeld steht ihm dafür auch eine Windows-Oberfläche zur Verfügung - d.h. er kann sich nach Belieben für eines der beiden Bedienungssysteme entscheiden. Obwohl das Sprachlabor grundsätzlich einfach zu steuern ist, kommt es leider immer wieder zu Bedienungsfehlern, die auch zu Schäden führen (können). Daher werden zu Beginn jedes Semesters entsprechende Einschulungen für Vortragende angeboten, in denen die korrekte Handhabung der Geräte genau erklärt wird und die von den Lehrveranstaltungsleitern unbedingt besucht werden sollten.

Auch für die Studierenden bietet das moderne System einige Vorteile: Beispielsweise entfällt das lästige Vor- und Zurückspulen der Übungskassetten, da die Audiosignale auf den einzelnen PCs gespeichert sind und somit auf jede beliebige Stelle des Übungsstücks direkt zugegriffen werden kann. Auch die Kontaktaufnahme mit dem Vortragenden während der Lehrveranstaltung ist via Computer möglich.

Einige weitere Optionen des neuen Sprachlabors - z.B. Übungen zentral zu archivieren oder Audiodateien per eMail zu verschicken - werden derzeit noch nicht angeboten, können aber bei entsprechender Nachfrage realisiert werden.