Retten beschädigter Word-Dateien

von Klaus Tormählen (Ausgabe 00/1, März 2000)

 

(Dieser Artikel ist in RZMemo 2/1997, Zeitschrift des Rechenzentrums der Universität Hamburg, erschienen und wurde mit der freundlichen Erlaubnis des Autors hier gekürzt übernommen.)

 

Tritt beim Öffnen einer Datei in Word ein Systemfehler auf (der mit einem Absturz des Programms verbunden sein kann), so muß davon ausgegangen werden, daß die Datei beschädigt ist. Jetzt kann man auf unterschiedliche Weise versuchen, den Text zu retten.

Das Dokument läßt sich noch öffnen:

Erfolgt bei einer Aktion ein reproduzierbarer Programmabsturz oder finden sich offensichtlich fehlerhafte Stellen im Text, speichert man das Dokument gleich nach dem Öffnen als Dateityp Rich Text Format. Danach öffnet man es wieder. Dieser Vorgang bewirkt ein zweimaliges Konvertieren. Gibt es dabei keine Fehlermeldung, so kann davon ausgegangen werden, daß die fehlerhaften Stellen bereinigt sind.

Das Dokument läßt sich nicht mehr öffnen:

  • Man versuche, das Dokument durch Einfügen - Datei zu importieren.
  • Hat man mit dieser Methode keinen Erfolg, ist es noch möglich, die Datei mit dem Windows-Zubehör WordPad (oder einem Editor) zu öffnen. Da WordPad fehlertoleranter ist, ist der Text vielleicht sofort lesbar. Auf jeden Fall zeigt WordPad den Dokumentinhalt an, wenn auch unter Umständen als Zeichensalat, wobei meistens die Formatierungen verlorengehen. In diesem Fall löscht man die Steuerzeichen heraus und rettet zumindest den Text.
  • Ein weiterer Ausweg besteht darin, das Dokument mit der Einstellung Text wiederherstellen aus der Liste Dateityp: zu laden (nur Word 97). In diesem Fall gehen jedoch alle Formate verloren. Word öffnet den Text wie eine reine ANSI-Text-Datei.