Telefonumstellung
Ouvertüre zum letzten Akt

von Peter Rastl (Ausgabe 00/1, März 2000)

 

Seit längerem wird in fast jeder Ausgabe des Comment über unser Großprojekt "Erneuerung der Telefoninfrastruktur der Universität Wien" berichtet, und auch diese Nummer macht da keine Ausnahme. Mittlerweile befinden wir uns im vierten Jahr des Umstellungsprojekts, und wir rechnen damit, bis Ende des Jahres 2000 alle noch fehlenden Standorte der Universität an das neue Telefonsystem anbinden und das Projekt damit sogar ein Jahr früher als ursprünglich geplant abschließen zu können.

Im Laufe dieses Jahres werden folgende Institutsstandorte mit neuen Telefonen ausgestattet:

  • 1010 Wien, Reichsratsstraße 17
  • 1010 Wien, Schottenring 21
  • 1080 Wien, Alser Straße 21
  • 1080 Wien, Alser Straße 33
  • 1080 Wien, Lammgasse 8
  • 1090 Wien, Althanstraße 14
  • 1090 Wien, Berggasse 17
  • 1090 Wien, Frankgasse 1
  • 1090 Wien, Liechtensteinstraße 22
  • 1090 Wien, Rooseveltplatz 10
  • 1190 Wien, Hohe Warte 38
  • 1190 Wien, Silbergasse 45
  • 1235 Wien, Brunner Straße 59

Die von der diesjährigen Telefonumstellung betroffenen Institute wurden zur schon traditionellen Einführungsveranstaltung im Kleinen Festsaal der Universität Wien eingeladen, die diesmal am 1. Februar 2000 stattfand, und über den Ablauf der Umstellung informiert. Die detaillierten Konfigurationsgespräche der Firma Ericsson mit den einzelnen Instituten werden noch bis Mitte März dauern; bereits im April wird im Gebäude der Katholisch-Theologischen Fakultät mit der Telefonumstellung begonnen. Der Höhepunkt der Arbeiten wird in den Sommerferien mit dem Austausch des Telefonsystems im Universitätszentrum Althanstraße erreicht werden, wo die Institute der Universität Wien künftig über unser eigenes Telefonnetz - unabhängig von der Telefonanlage der Wirtschaftsuniversität - versorgt werden.

Mit dem Inkrafttreten des UOG'93 an der Universität Wien zum Jahresbeginn 2000 hat das EDV-Zentrum (nun unter dem Namen Zentraler Informatikdienst) die alleinige Verantwortung für das gesamte Telefonwesen an der Universität übernommen und kümmert sich nun auch um jene Bereiche, für die bisher noch die Wirtschaftsabteilung der Universitätsdirektion oder die Bundesbaudirektion (BBD) zuständig waren - etwa die Telefonvermittlung oder die Bearbeitung der das Telefonsystem betreffenden Dienstzettel. Aus diesem Grund wurden zwar die im Telefonwesen tätigen Mitarbeiter der Wirtschaftsabteilung an den ZID überstellt (siehe Personalnachrichten); für die ehemals an der Universität beschäftigten Mitarbeiter der BBD müssen wir jedoch erst Ersatz finden, was in Zeiten von Budgetkürzungen und Sparmaßnahmen nicht ganz einfach ist. Seit Jahresanfang kümmert sich Karin Geicsnek, die als Privatangestellte aus Drittmittel-Erträgen des ZID finanziert wird, um die Aktualisierung des Telefonbuchs im Internet und in der Telefonvermittlung. Sie schafft damit auch die Voraussetzungen für die Herausgabe eines gedruckten Telefonbuchs der Uni Wien: Wir hoffen, bis zum Sommer 2000 endlich ein aktuelles Universitäts-Telefonbuch drucken und ausliefern zu können.

Im Comment 99/3 wurde ausführlich über die Probleme mit den Chipkartentelefonen berichtet und angekündigt, daß die Firma Ericsson alle jene Chipkartenleser austauschen wird, an denen der mittlerweile wohlbekannte Effekt auftritt, daß der Apparat gelegentlich die Chipkarte nicht erkennt. Damals ahnten wir noch nicht, welche neuen Hindernisse sich uns in den Weg stellen würden: Nachdem wir nach etlichen Monaten vergeblichen Wartens endlich unseren zur Neige gegangenen Vorrat an Chipkarten durch eine neue Lieferung wieder aufstocken konnten, stellte sich zur Bestürzung aller heraus, daß diese Chipkarten nur auf den neuen, nicht aber auf den alten Chipkartenapparaten funktionieren. Damit war allerdings die weitere Vorgangsweise klar: Ericsson muß sämtliche Chipkartenleser tauschen, die an der Uni Wien bisher installiert worden sind - unabhängig davon, ob dort jemals Störungen aufgetreten sind oder nicht. Dieses flächendeckende Austauschprogramm wird voraussichtlich bis April 2000 abgeschlossen sein; dann sollten endlich alle Betriebsmängel bei den Chipkartenapparaten der Vergangenheit angehören.

Auch die Umstellung des Sprachspeichersystems ist halbwegs zufriedenstellend über die Bühne gegangen. Zwar sind noch nicht alle Funktionen des neuen Systems im Einsatz (z.B. die Benachrichtigung über gespeicherte Nachrichten via SMS) und manche Funktionen müssen im Betrieb noch angepaßt werden (z.B. soll die Menüführung neu und in weniger norddeutschem Akzent gestaltet werden), die alte Sprachbox konnte aber wie geplant zum Jahreswechsel außer Betrieb genommen werden. Leider haben es viele Universitätsmitarbeiter trotz unserer Informationskampagne verabsäumt, ihre neuen Sprachboxen rechtzeitig zu besprechen, sodaß Anrufer, die mit einer nicht initialisierten Sprachbox verbunden wurden, lediglich die unpassende Systemansage "Wir bitten Sie um Verzeihung, Anschluß xxxxx ist nicht verfügbar" zu hören bekamen und entsprechend verwirrt waren. Mittlerweile haben sich aber die meisten Benutzer an die neuen Funktionen gewöhnt, und auch die ersten "Instituts-Infoboxen" (Nebenstelle 8xxx) wurden bereits eingerichtet (die Bedienungsanleitung dafür ist auch im WWW zu finden).